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Nachricht vom 12.07.2019 - 09:46 Uhr    

Bürgerinitiative sieht die Trinkwasserversorgung in Gefahr

Seit über zweieinhalb Jahren setzt sich die Bürgerinitiative (BI) „7-Wege-Gegenwind e.V.“ kritisch mit dem geplanten Bau des Windparks Haiderbachhöhe auseinander. Die Region erlebt in diesem Jahr erneut Wetterextreme, die bisher nur aus dem Urlaub in südeuropäischen Ländern bekannt sind. Die gegenwärtige Wetterlage ist gekennzeichnet durch große Hitze über einen langen Zeitraum und durch das Ausbleiben jeglicher Art von Niederschlägen.

Wasser ist ein kostbares Gut. Fotos: BI

Ransbach-Baumbach. Die BI listet die Wetterphänomene auf:
• Sonntag, 30. Juni 2019: 39,6 Grad im Schatten. Hitzerekord
• wochen- und monatelange Trockenheit
• hinter uns liegt ein Winter, der keiner war
• Bäche, die zusehends versiegen
• Grundwasserstände sind seit Jahren rückläufig
• rasante Vermehrung des Borkenkäfers
• Kronensterben der Buchen
• erhöhte Waldbrandgefahr

Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Beobachtungen, die nicht erst seit gestern große Sorgen und Ängste bereiten. Indizien für den viel besagten Klimawandel? Welche Auswirkungen sich daraus für unser zukünftiges Leben, und das unserer Kinder und Enkel, ergeben, ist heute noch nicht absehbar.

„Diese aktuellen Beobachtungen und die Veränderungen des Klimas sollten uns nachdenklich machen und veranlassen, unseren Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen zu überdenken und möglichst umgehend zu korrigieren. Leichtfertiges Verhalten im Umgang mit Grundwasser und steigende Wasserentnahmen aus dem Trinkwassernetz gefährden eine sichere Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Wenn kein Umdenken erfolgt und keine geeigneten Maßnahmen erfolgen, ist eine Katastrophe sicher vorprogrammiert.

Und was passiert? Die Entscheidung über die Sicherung des eigenen Grund- und Trinkwassers überträgt die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach bereitwillig an Dritte. Gibt das Heft des Handelns ohne Not aus der Hand und versteckt sich hinter übergeordneten Forderungen des Landes. Wir fordern die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach erneut und unverzüglich auf, die Planungen und Aktivitäten für den Bau des Windparks Haiderbachhöhe einzustellen, um die Sicherung der Wasserschutzgebiete und die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem und ausreichendem Trinkwasser zu gewährleisten.

Wir sind der Meinung, wer sich für den geplanten Windpark Haiderbachhöhe, mitten im Wasserschutzgebiet, ausspricht, attackiert und gefährdet wissentlich unsere intakte Trinkwasserversorgung und dies nicht nur auf der Haiderbach, sondern in der gesamten Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach.“, meint die Bürgerinitiative „7-Wege-Gegenwind e.V.“. Weitere Informationen: 7-wege-gegenwind@gmx.de; https://www.facebook.com/7wegegegenwind/ (PM)



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Kommentare zu: Bürgerinitiative sieht die Trinkwasserversorgung in Gefahr

1 Kommentar

In der Zeit von 1999 bis 2009 war ich Beigeordneter der VG Ransbach-Baumbach. In dieser Zeit hat sich der Verbandsgemeinderat gegen den Bau von Windrädern auf den Höhen der Haiderbach ausgesprochen. Heute spricht sich die Mehrheit im Verbandsgemeinderat für den Bau von Windrädern aus und gefährdet damit die Wasserversorgung in unserer Verbandsgemeinde. Wir haben damals mit hohen Investitionen alle Hochbehälter mit Leitungen verbunden. Wenn heute in einem Teil die Quellen oder Tiefbrunnen nicht genügend Wasser fördern, kann von anderen Quellen die jeweiligen Hochbehälter die Wasserversorgung sicherstellen. Dies ist jedoch gefährdet wenn die Tiefbrunnen im Bereich der geplanten Windräder versiegen. Windräder in einem Wasserschutzgebiet zu errichten ist ein nicht wieder gut zu machender Fehler.
#1 von Gerd Hoffmann, am 13.07.2019 um 07:49 Uhr

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