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Nachricht vom 05.07.2019    

Bendorfer Wald im Klimawandel

Der Klimawandel ist seit bereits seit Jahren in aller Munde. Die möglichen Folgen sowie Handlungsspielräume entgegen der globalen Erwärmung wurden vielfach diskutiert. Dass derart gravierende Auswirkungen so schnell unseren heimischen Wald auf den Kopf stellen, hätte kaum jemand vermutet.

Im Forstrevier Bendorf wird der durch den Klimawandel gefährdete Wald gezielt durch Naturverjüngung umgebaut. Foto: Stadt Bendorf

Bendorf. Eine große Borkenkäfermassenvermehrung (Kalamität) war die Folge der großen Hitze und Dürre im Jahr 2018. Alle Waldorte mit der Baumart Fichte sind betroffen.

Im Bendorfer Wald entstand eine Käferholzmasse von circa 6.000 Festmetern. In diesem Jahr wird aufgrund der hohen Ausgangs-Population von Fachleuten eine Käferholzmasse von zusätzlich mindestens 7.000 Festmetern erwartet. Es zeichnet sich damit ab, dass die Baumart Fichte in den nächsten Jahren gänzlich aus dem Bendorfer Forstrevier verschwindet. Die Holzpreise sind für Fichte auf etwa die Hälfte abgerutscht.

Im Frühjahr 2019 wurden Maßnahmen gegen die starke Umbruchsdynamik im Wald ergriffen. Es wurden gut 12.000 Bäume gepflanzt. Dabei ist es eine Herausforderung für Forstingenieure, sogenannte klimastabile Baumarten standortgerecht einzumischen. Folgende Baumarten wurden gepflanzt: Esskastanie, Eiche, Linde, Schwarznuss, Flatterulme, Bergahorn, Hainbuche, Wildkirsche, Lärche, Douglasie und Weißtanne.



Als gänzlich neue Forst-Baumart wurde der Türkische Baumhasel eingebracht. Ziel im Forstrevier Bendorf ist die waldbauliche Weiterführung eines Dauerwaldes durch Naturverjüngung. Für das Wachstum der Kulturen und der Naturverjüngung ist ein ausgeglichenes Wald-Wildverhältnis Grundvoraussetzung.

Unter dem Titel „Unser Wald im Klimawandel“ finden in Kooperation der beiden Forstreviere Vallendar und Bendorf Infoveranstaltungen für interessierte Bürger statt: Am Donnerstag, 22. August, führt der Weg in den Bendorfer Wald. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Gaststätte Meisenhof. Am Freitag, 30. August, treffen sich die Interessierten mit den Förstern Johannes Biwer und Achim Kern um 18 Uhr an der Schauinsland-Hütte in Weitersburg.


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