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Nachricht vom 22.06.2019    

„Boxen macht Schule“ freut sich über 6.000 Euro Spenden

Der Betrag von 6.000 Euro hört sich riesig an, ist er auch, doch „Boxen macht Schule“, benötigt jeden Cent für sein wichtiges Integrations- und Gewaltpräventionsprojekt. Was ist „Boxen macht Schule“ und woher kommen die 6.000 Euro?

v.l.: Ulrich Richter-Hopprich, Jan Meurer und Kosta Nafrozidis. Foto: wear

Montabaur. Zusammengefasst kann man sagen, dass es sich bei „Boxen macht Schule“ um eine „Crowdfunding-Aktion“ der Westerwald Bank handelt, die folgendermaßen abläuft: Ein Verein bewirbt sich bei der WW-Bank und gibt eine Wunschsumme an, die durch Spenden erreicht werden soll. Zu jeder Spende, egal ob 5 oder 500 Euro, gibt die WW-Bank 10 Euro hinzu. Auf dieser Basis hat sich der Verein „Boxen macht Schule“ bei der WW-Bank registrieren lassen und bereits nach rund drei Monaten die Wunschsumme von 6.000 Euro erreicht. Da die WW-Bank 310 Euro an Spendenbeteiligung geleistet hat, ist sehr leicht zu errechnen, dass 5.690 Euro durch insgesamt 31 Spenden in unterschiedlicher Höhe zusammengekommen sind. In der Filiale der WW-Bank in Montabaur trafen sich aus diesem freudigen Anlass der Filialleiter Kosta Nafrozidis, der Bürgermeister der VG Montabaur Ulrich Richter-Hopprich, sowie der Vorsitzende des Vereins „Boxen macht Schule“, Jan Meurer, sowie einige Pressevertreter.

Jan Meurer erläuterte den Aufgabenbereich des Vereins, der vordergründig der Integration und Gewaltprävention dienen soll. Inzwischen haben sich 14 Schulen dem Projekt angeschlossen, davon alleine 8 Schulen aus dem WW-Kreis. Im Einzelnen sind dies die Theodor-Heuss- Realschule ( RS ) plus in Wirges, die Heinrich-Roth- RS plus in Montabaur, die Freiherr-vom-Stein- RS plus in Nentershausen, die Marie-Curie- RS plus in Bad Marienberg, die August-Sander RS plus in Altenkirchen, die Berggarten-Schule in Siershahn, die Erich-Kästner-Schule in Ransbach-Baumbach, sowie die Freie Montessori-Schule Westerwald in Westerburg. Hinzu kommen weitere Schulen aus dem gesamten Rheinland und Hessen, nämlich aus Trier, Koblenz, Limburg, Mainz und Neuwied. Das Boxen wird an den erwähnten Schulen neben dem obligatorischen Schulsport angeboten, wobei der sportliche Aspekt nicht unbedingt im Vordergrund steht. Vielmehr sollen den Jugendlichen, die man allgemein als „schwierig“ bezeichnen kann, elementare Werte wie Respekt, Disziplin, Fairplay und Regeln vermittelt werden, Tugenden, die beim Boxen einen hohen Stellenwert haben. Beim regelmäßigen Training lernen die Schüler/innen diese Werte zu akzeptieren. Vor und nach jeder Trainingseinheit besprechen die Übungsleiter mit ihren Schützlingen diese Erfahrungen, die thematisiert, und mit dem Schulalltag verknüpft werden. Zusätzlich lernen die Schülerinnen und Schüler beim Training einen gewaltfreien Umgang und sind außerdem körperlich ausgelastet, was sich für die meisten als erholsam nach einem langen Schultag auswirkt. Durch die ständig einfließenden Übungen zu den zuvor erwähnten elementaren Punkten, werden diese für die Schüler/innen zur Routine und werden so auch in das eigene Umfeld hinausgetragen.




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Welchen hohen Stellenwert und Akzeptanz dem Verein entgegenschlägt, wird sichtbar, dass Anne Spiegel, die Integrationsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, die Schirmherrschaft für das Projekt „Boxen macht Schule“ übernommen hat. Auch Gabi Wieland, die Stadtbürgermeisterin von Montabaur gehört zu den Unterstützern, weitere Unterstützer sind unter anderem der Landes-Sportbund Rheinland, die Aktion „Herzenssache“ des SWR, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Ing-DiBa-Bank. Jan Meurer teilte weiter mit, dass die Spendengelder komplett für Fahrtkosten, Ausrüstung der Teilnehmer, zum Beispiel Boxhandschuhe und einheitliche Bekleidung, für Trainer, Übungsleiter, und Fortbildung der rund 50 Trainer verwendet werden. Ulrich Richter-Hopprich drückte als Bürgermeister der VG Montabaur seine Unterstützung für „Boxen macht Schule“ aus, zumal er auch Gründungsmitglied des Vereins war. Die Affinität des Bürgermeisters zum Boxen ist gegeben, da er auch aktives Mitglied im Box-Club Montabaur ist.

Jan Meurer nutzte die Spendenübergabe auch, um für dringend benötigte Nachwuchstrainer zu werben. Selbstverständlich werden weiterhin dringend Spenden benötigt, um die gesteckten Ziele zu verwirklichen.

Direktspenden können an den Verein entrichtet werden bei der Volksbank Montabaur, IBAN: DE36 5739 1800 0006 198201.

Da der Verein die Gemeinnützigkeitsbescheinigung vom Finanzamt erhalten hat, werden auf natürlich gerne Spendenquittungen ausgestellt. (wear)


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