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Nachricht vom 17.06.2019    

Autofreier Radlertag bei „Jedem Sayn Tal“

Wenn zwischen Bendorf und Selters der Autoverkehr zum Erliegen kommt, dann haben die Radfahrer, Skater und Fußgänger die Hoheit über die Straßen gewonnen, weil der motorisierte Verkehr ferngehalten wird. Auch in diesem Jahr (2019) war es wieder soweit, bereits zum 26. Mal wurde der traditionelle Raderlebnistag „Jedem Sayn Tal“ durchgeführt.

Es konnte wieder ungestört geradelt werden. Fotos: wear

Bendorf/Selters. Bei „Jedem Sayn Tal“ handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Bendorf, der VG Dierdorf, der VG Ransbach-Baumbach und der VG Selters, die den Menschen ermöglichen soll, in aller Ruhe per pedes, oder auf Schusters Rappen, das idyllische Sayntal zu erkunden. Die gesamte Strecke von rund 25 Kilometer führt fast im am kleinen Flüsschen Sayn vorbei, und gibt bei warmen Temperaturen den Teilnehmern noch etwas Kühle ab. Speziell zwischen Selters und Isenburg besteht eine sehr kurvenreiche Strecke, da auf diesem Abschnitt die Sayn sich in vielen Windungen durch das Tal schlängelt.

Beim Startschuss in Bendorf am Schmetterlings-Garten hatte sich einige Prominenz aus der Kommunalpolitik der beteiligten Verwaltungen versammelt, um die Fahrt nach Selters in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg nach Selters, dem Endpunkt der Tour, wurde den Teilnehmern an vielen Stellen ein tolles Programm geboten. Wer sich nicht mit sportlichen Höchstleistungen rühmen wollte, der machte an einer Zwischenstation halt. In Isenburg, Kausen, Breitenau, Deesen, Ellenhausen und Selters konnten die Teilnehmer ihre verbrannten Kalorien durch Einnahme von kulinarischen Spezialitäten und kühlen Getränken wieder ins rechte Lot bringen. Die Stationen boten nicht nur Essen und Getränke an, in Isenburg konnte man zum Beispiel bei einem Fahrrad-Reparatur-Service Schäden an der Gangschaltung, oder Reifenplatte, beheben lassen. In Bendorf hatten Teilnehmer die Möglichkeit, das rheinische Eisenkunstguss-Museum, oder die Sayner Hütte zu besichtigen. Auch der Garten der Schmetterlinge und der Kletterwald luden zum Verweilen, oder Spielen ein.

In Selters befand sich das Zentrum auf dem dortigen Marktplatz. Um der großen Bühne, unter einem Zeltdach, fanden einige musikalische Leckerbissen statt. Auch der ökumenische Fahrradgottesdienst wurde dort von den beiden Geistlichen, Pfarrer Rainer Czekansky und Diakon Dieter Wittemann, durchgeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst stand Diakon Wittemann bereit, Radfahrer und ihre „Drahtesel“ zu segnen, was von vielen sehr gerne in Anspruch genommen wurde. Zudem überreichte Diakon Wittemann den Teilnehmern eine Plakette von der Segnung, die auf den Rahmen des Rades geklebt werden konnte. Gewinnspiele, eine Ecke mit mehreren Marktständen, der Infostand der VG Selters, sowie der Wagen des „Landgängers“ mit dem Jugendpfleger Olaf Neumann an Bord waren weitere Attraktionen in Selters. Auf der Bühne konnte zunächst die Band „The Beat“ überzeugen, die ohne viel technischen Schnickschnack den guten alten Beat und den Rock’n Roll auferstehen ließ. Der Musikverein Sessenhausen, sowie die heimische Jazzband „Schräglage“ vervollständigten das bunte musikalische Programm. Das Fitnessstudio Optimum aus Selters benutzte auch die Bühne, um die Besucher mit der Vorführung von sportlichen Übungen zu beeindrucken. Ein heimischer Energieversorger nahm sich in besonderer Weise den Kindern an, indem sie sich an einer Malstation künstlerisch betätigen konnten, oder bei einem Ballonzirkus ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellten.

Der Gewerbeverein der Stadt Selters lockte zusätzlich mit einem verkaufsoffenen Sonntag nach Selters, was natürlich noch weitere Menschen anlockte. Der Wettergott meinte es mit den Radlern sehr gut, während des ganzen Tages fiel kein Tropfen vom Himmel, bei sehr angenehmen Temperaturen von über 20° konnten alle Sportler und Besucher es gut aushalten. „Jedem Sayn Tal“ muss sich nicht vor anderen Raderlebnistagen verstecken, was 26 Mal erfolgreich durchgeführt wurde, wird bestimmt auch 2020 ein 27. Mal erleben. (wear)



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Kommentare zu: Autofreier Radlertag bei „Jedem Sayn Tal“

1 Kommentar

Ja, es war wieder ein schönes Erlebnis. Herzlichen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer die an den Stationen für Unterhaltung und das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgten. Vermisst habe ich allerdings die Polizei. Außer 1 Beamten auf dem Motorrad hatte ich von Isenburg bis Selters und zurück keinen Polizisten gesehen. Leider hätte man sie an den Absperrungen gebraucht, denn zumindest an der Absperrung vor Isenburg (von Kleinmaischeid kommend) fuhren mehrere (auswärtige) Autofahrer durch den gesperrten Bereich und es entstanden gefährliche Situationen. Vielleicht im nächsten Jahr wieder?
#1 von Werner Birkelbach, am 18.06.2019 um 08:08 Uhr

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