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Nachricht vom 12.06.2019    

Dreikirchener engagiert sich für Hospiz St. Thomas in Dernbach

Herbert Herborn besuchte Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen, um ihr eine Spende in Höhe von 1.500 Euro zu überreichen. Die eine Hälfte des Betrages hatte er im Rahmen der Beerdigung seiner Mutter gesammelt, die andere Hälfte steuerte er privat dazu.

Herbert Herborn und Eva-Maria Hebgen bei der Spendenübergabe im Hospiz St. Thomas. Foto: Dernbacher Gruppe Katharina Kasper

Dernbach. „Mit 94 Jahren habe ich sie noch aus dem Pflaumenbaum geholt", erzählt Herbert Herborn und schmunzelt. Er spricht über seine Mutter, die nun im Alter von 98 Jahren verstorben ist. „Meine Mutter war sehr gläubig. Sie sagte, sie gehe jetzt zu ihrem Herrgott und hatte ein freundliches Gesicht dazu", erinnert sich der Dreikirchener an die letzten Stunden. Ihren Lebensabend verbrachte sie in einer caritativen Einrichtung, deren Mitarbeiter sich sehr liebevoll um die betagte Dame gekümmert haben.

Im Rahmen der Beerdigung sammelte Herborn nun 750 Euro, die er privat noch einmal verdoppelte und dem Hospiz St. Thomas so die stolze Summe von 1.500 Euro übergeben konnte. „Ich finde es wichtig, soziale Einrichtungen zu unterstützen", sagt der 74-jährige. „Gerade hier vor Ort wird Hilfe gebraucht. Das gibt mir mehr, als wenn ich selber etwas bekomme", ergänzt er. Ihm sei es sehr wichtig, dass Menschen auch an ihrem Lebensende physisch und psychisch gut betreut sind. „Ich bin sehr froh, dass Sie in dieser Situation an uns gedacht haben", zeigt sich Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen dankbar. Der Betrieb eines Hospizes kann in Deutschland bis heute nicht kostendeckend abgebildet werden. Dies bedeutet, dass die Finanzierung der Einrichtung sowie der Deckungslücken im laufenden Betrieb nur über Spenden gelingt. Der Aufenthalt bleibt für die sterbenskranken Gäste kostenfrei. (PM)


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