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Nachricht vom 12.06.2019 - 11:33 Uhr    

Fit und gesund durch Sport mit dem Hund am Wiesensee

Wer zuschauen möchte, wie Hunde im Training mit dem Rettungshundesport im Wasser vertraut gemacht werden, der kann an den Wochenenden von April bis Oktober nach Stahlhofen an den Wiesensee kommen. Die Hunde sollen im Wasser ihren angeborenen Rettungsinstinkt trainieren. Mit einer Art Rettungsgeschirr versehen, hat der Hund dabei verschiedene Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen im Wasser zu lösen. Dabei können die Zuschauer live dabei sein, wenn ein Neufundländer beispielsweise von einem Boot aus ins Wasser springt und eine leblos im Wasser treibende Person an den Armen ans Boot zieht.

Ein Neufundländer bei der Rettungssportübung (Foto: GRI)

Stahlhofen am Wiesensee. Unter dem Motto "fit und gesund durch Sport mit dem Hund" trainiert die Neufundländer Wasserarbeitsgruppe Westerwald an den Wochenenden von April bis Oktober mit ihren Hunden in der Nähe des Touristikbüros in Stahlhofen am Wiesensee. Wie Walter Wehler, Vorsitzender des Vereins betont, handelt es sich bei den Übungen um Rettungshundesport im Wasser, nicht um Übungen einer Rettungshundestaffel.

Die Hunde sollen ihren angeborenen Rettungsinstinkt auf spielerische Weise trainieren. Hierbei wird mehr Wert auf Hundesport als auf das eigentliche Retten von Menschen aus Gefahrensituationen gelegt. Die Hunde machen beim Rettungshundesport zwar die gleichen Übungen wie die bei einer Rettungshundestaffel, haben aber beim Rettungshundesport ein viel größeres Ausbildungsprogramm zu bewältigen. Obwohl die Rolle des Hundes nur in der Begleitung seines Besitzers besteht und er von diesem seine Befehle erhält, arbeitet der Neufundländer in erster Linie selbsttätig. Mit einer Art Rettungsgeschirr versehen, hat der Hund dabei verschiedene Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen im Wasser zu lösen.

Neufundländer können im Wasser bis zu 800 Kilogramm ziehen

In Schwierigkeitsstufe A lernt der Hund beispielsweise, eine Puppe aus dem Wasser zu holen oder einen Gegenstand aus dem Wasser zu apportieren. Wichtig dabei ist, so Walter Wehler, dass die Übungen vom Boot aus durchgeführt werden. Der Hund muss also vom Boot aus ins Wasser springen, den Gegenstand aufnehmen und diesen ans Boot bringen. Danach steigern sich die Anforderungen bei jeder Schwierigkeitsstufe, die wiederum aus mehreren Einzelübungen bestehen. So muss der Hund einem Ertrinkenden einen Rettungsring bringen, dafür sorgen, dass sich der Ertrinkende an den Rettungsring klammert und den Ertrinkenden an einem Seil ans Ufer ziehen. Da ein Neufundländer im Wasser bis zu 800 Kilogramm ziehen kann, besteht die Schwierigkeit dieser Übung für den Hund nicht im Gewicht des Geretteten, sondern in der Koordination der einzelnen Arbeitsabläufe.

Eine bewusstlose Person, die im Wasser treibt, an den Armen zu packen und diese ans Boot zu ziehen, gehört da schon zu den schwierigen Disziplinen. Ganz schwer wird es, wenn sich zwei Personen im Abstand von etwa 20 Metern nebeneinander im Wasser befinden, eine Person dabei den Bewusstlosen spielt und die andere Person währenddessen als Ertrinkender durch lautes Rufen und Schreien auf sich aufmerksam macht. Dann nämlich muss der Hund zuerst zum Ertrinkenden schwimmen, darauf achten, dass dieser sich am Rettungsgeschirr festklammert, dann mit dem Ertrinkenden zum Bewusstlosen schwimmen, diesen am Arm packen und beide Personen gleichzeitig an Land ziehen. Das Hundetraining der Hunde am Wiesensee scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen, denn nicht selten werden die Hunde morgens schon von hundebegeisterten Zuschauern erwartet, die die Übungen der Wassersportgruppe mit Interesse verfolgen.

Wettkämpfe auch mit ausländischen Hundegruppen

Die Neufundländer Wasserarbeitsgruppe Westerwald e.V. mit Sitz in Westerburg wurde 2003 gegründet und ist Mitglied im Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG). Die Übungen finden jeweils samstags und sonntags ab etwa 10.00 Uhr am Wiesensee statt. Der Verein, der aus 25 Mitgliedern besteht, hat momentan 22 Hunde im Trainingsprogramm. Es werden regelmäßige Wettkämpfe durchgeführt, an denen auch Gruppen aus Holland, Belgien, Norwegen und anderen europäischen Staaten teilnehmen. Obwohl der Verein den Namen Neufundländer in der Vereinsbezeichnung führt, können auch Landseer, Leonberger, Labradore und andere Hunderassen am Training teilnehmen. Informationen zum Verein und zur Mitgliedschaft erteilt der Vereinsvorsitzende Walter Wehler(Vorsitzender), Telefon 0175-8285947 oder per Mail an: walter@wagww.org (GRI)



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