Werbung

Nachricht vom 08.06.2019    

Der Raiffeisenturm: Fachwerkkonstruktion mit Aussichtsplattform

Der Raiffeisenturm auf dem hohen Beulskopf in Heupelzen bei Altenkirchen ist ein etwa 35 Meter hoher Holzfachwerkturm mit Aussichtsplattform. 176 Treppenstufen müssen überwunden werden, um mit einem atemberaubenden Blick über den Westerwald bis zum Siebengebirge belohnt zu werden. Der Turm wurde 1990 erbaut und dient neben der Funktion als Aussichtsturm auch der Übertragung von Fernmeldesignalen und dem Mobilfunk.

Der Raiffeisenturm ist 35 Meter hoch. (Foto: GRI)

Heupelzen/Kreis Altenkirchen. Aus etwa 420 Höhenmetern kann man vom Raiffeisenturm in Heupelzen einen atemberaubenden Blick über den vorderen Westerwald bis zum Siebengebirge genießen. Der 35 Meter hohe Raiffeisenturm, 1990 in Holzfachwerkweise errichtet, befindet sich auf dem Beulskopf in der Ortsgemeinde Heupelzen bei Altenkirchen im Westerwald. 176 Treppenstufen muss man hochsteigen, dann ist man auf der Aussichtsplattform angekommen und wird mit einer sagenhaften Aussicht belohnt. Doch keine Angst, auch ungeübte Wanderer können den Turm besteigen, denn auf jeder Etage befindet sich ein Podest, wo man Kraft zum weiteren Aufstieg tanken kann. Und als zusätzliche Belohnung für die Anstrengung befindet sich ein kleiner Rastplatz mit Tisch und Bänken unterhalb des Turms.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen
Der Turm ist Friedrich Wilhelm Raiffeisen gewidmet, der 1818 nur wenige Kilometer entfernt, in Hamm an der Sieg geboren wurde. Der Sozialreformer, der dem Raiffeisenland seinen Namen gab, gehörte zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung. Raiffeisens Idee der Hilfe zu Selbsthilfe machte weltweit „Karriere“. Arme Leute sollten nicht beschenkt werden, sondern ihre Ziele in Gemeinschaften (Genossenschaften) selbst erreichen. „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“, so seine Überzeugung. Heute sind mehr als eine Milliarde Menschen weltweit in Genossenschaften organisiert.

Turmhistorie
In der Schulchronik von Birkenbeul ist nachzulesen, dass erste Ideen zu einem Turmbau auf dem Beulskopf schon 1922 existierten. Damals wollte man einen Turm zu Ehren von Bismarck, ähnlich dem Bismarckturm in Altenkirchen, errichten. Es dauerte bis zum Jahr 1967, als der Heimatdichter Albert Hammer zusammen mit 15 Gründungsmitgliedern den Beulskopf-Turmbauverein gründete. Doch kam es trotz reger Vereinsaktivitäten nie zu einem Turmbau, der wahrscheinlich an der Finanzierung scheiterte, bis 1981 der Westerwaldverein als Träger für das Turmbauprojekt gewonnen werden konnte. Inspiriert durch ein großes Heimatfest im Jahr 1986 nahmen die Planungen für den Turm Gestalt an. Nach erfolgreicher Finanzierung des Projektes wurde 1990 der Grundstein für den heutigen Turm gelegt. Der Turm ist das ganze Jahr bei freiem Eintritt begehbar. Leider sind die Ausschilderungen, die auf den Turm hinweisen, etwas dürftig. Deshalb geben wir hier die Koordinaten des Parkplatzes zum Raiffeisenturm an: 50°43'53.8"N 7°37'33.7"E. (GRI)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen-Flammersfeld auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
     


Kommentare zu: Der Raiffeisenturm: Fachwerkkonstruktion mit Aussichtsplattform

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Inzidenzwert im Westerwaldkreis aktuell auf 48,5 gestiegen

Am 23. Oktober meldet der Westerwaldkreis 790 bestätigte Corona-Fälle im Kreis, davon inzwischen 595 wieder genesen. 853 Westerwälder befinden sich in angeordneter Quarantäne. Der Westerwaldkreis steht mittlerweile kurz vor der Warnstufe „rot“. Landrat Schwickert kündigt für die kommende Woche einschneidende Maßnahmen an.


Region, Artikel vom 23.10.2020

„Umsonst-Lädchen“ Nistertal überrascht

„Umsonst-Lädchen“ Nistertal überrascht

Von einer guten Idee ist eine Hilfsaktion gestartet, die im Westerwald gut angenommen wird. „Umsonst-Lädchen“ steht auf einem Schild an der Brückenstraße 30 in Nistertal. Für zahlreiche Dauerkunden eine eingeführte und willkommene Hilfseinrichtung, aber noch nicht bekannt genug.


Gesellige Marienkäfer, buntes Laub und Zeitumstellung

Der Herbst als Vorbote des nahenden Winters sendet eindeutige Umwelt-Signale. Morgens wabert Nebel durch die Täler, abends steht die Sonne schon früh tief über dem Horizont, buntes Herbstlaub fällt zur Erde und das Gras ist dauernass. In den letzten Tagen saßen Horden vielfarbiger Marienkäfer an den Häusersüdwänden und Fenstern auf der Suche nach einem Winterquartier.


Bebauungsplan für „Kölner Straße“ in Kroppach

Der Gemeinderat hat beschlossen, im Bereich „Kölner Straße“ einen Bebauungsplan aufzustellen und den Entwurf öffentlich auszulegen. Der Geltungsbereich ist aus dem nachstehend abgedruckten Übersichtsplan ersichtlich. Nach Paragraph 3 Abs. 1 Baugesetzbuch ist die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung öffentlich zu unterrichten; ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben.


Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Oberes Wiedtal

Der Abend der Mitgliederversammlung im Gemeindehaus Wahlrod wird vielen Mitgliedern des Ortsvereins in sehr guter Erinnerung bleiben. So trafen sich etwa 20 engagierte Mitglieder um 19 Uhr im Gemeindehaus Wahlrod, nicht nur um die neue Vorsitzende Simone Conrad in ihrer ersten Veranstaltung zu unterstützen, sondern vor allem, um sieben Jubilare für viele Jahre Parteiarbeit zu ehren.




Aktuelle Artikel aus der Region


Gut sichtbar durch Herbst und Winter

Region. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz anlässlich des Schulbeginns nach den Herbstferien hin. Sehr effektiv ...

Gesellige Marienkäfer, buntes Laub und Zeitumstellung

Dierdorf. Die Glücksbringer überwintern in großen Gruppen, um Schutz vor der Kälte und einen Geschlechtspartner für den Frühling ...

Hochmoderner Spezialarbeitsplatz für die Urologie

Limburg. „Unser neues Uroskop ermöglicht uns besonders schonende Untersuchungen und Therapien bei sehr geringer Strahlenbelastung“, ...

Wärmegewinne möglich machen

Montabaur. Die optimale Zahl, Größe und Ausrichtung von Fenstern wird meist rechnerisch ermittelt, um das beste Verhältnis ...

„Umsonst-Lädchen“ Nistertal überrascht

Nistertal. „Was ist das für ein Laden, wie kann es sein, dass man dort kostenlos einkaufen kann ohne Nachweis auf Bedürftigkeit“? ...

Inzidenzwert im Westerwaldkreis aktuell auf 48,5 gestiegen

Montabaur. Wie inzwischen Deutschland-weit, in Rheinland-Pfalz und auch in den Nachbarkreisen erkennbar, werden die Infektionszahlen ...

Weitere Artikel


Großübung der Rettungskräfte im Westerwaldkreis

Westerburg. Am Pfingstsamstag um 13.30 Uhr schrillten die Sirenen in Westerburg und den Stadtteilen. Es war der Beginn einer ...

Energieeffizienz: Unternehmen sparen Strom für 30.000 Menschen

Koblenz/Region. Weniger ist mehr: Die drei Energieeffizienz-Netzwerke der IHK Koblenz haben in den vergangenen drei Jahren ...

Drei Fahrer unter Drogeneinfluss aus Verkehr gezogen

Montabaur. In der Zeit vom 7. Juni bis 9. Juni konnten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Montabaur auf ...

Rücksichtsloses Überholen und Nötigung im Straßenverkehr

Hachenburg. Am Samstag, den 8. Juni, in der Zeit von 10:10 bis circa 10:30 Uhr kam es zu einer Straßenverkehrsgefährdung ...

100-jähriger Geburtstag des MGV Hübingen wird groß gefeiert

Hübingen. Sie sehen aus wie „Zwölf kleine und hochmotivierte Italiener“, tatsächlich handelt es sich um den Festausschuss ...

Bilden sich auf gedämmten Wänden vermehrt Algen?

Montabaur. Algen lieben Feuchtigkeit, daher wachsen Sie auch vermehrt auf den Wetterseiten der Häuser. Auf gedämmten Fassaden ...

Werbung