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Nachricht vom 28.05.2019    

Was tun beim Jungvogelfund?

Viele Jungvögel verlassen in diesen Tagen ihre mittlerweile eng gewordenen Nester und Nistkästen. Beim Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald häufen sich währenddessen die Meldungen über vermeintlich hilflose Tiere. Doch vergleichsweise selten benötigen diese tatsächlich Hilfe, so der NABU. Die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest beziehungsweise ihre Bruthöhle bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Damit natürliche Feinde nicht alle der noch flugunfähigen Vögel auf einmal entdecken, verteilen sich diese häufig an verschiedene Stellen zum Beispiel des Gartens oder Wäldchens. Die Jungvögel stehen durch Bettelrufe in der Regel noch mit ihren Eltern in Verbindung.

Jungvogel auf Ausflug. Foto: Hartmut Mletzko

Holler. Als sogenannte Ästlinge werden sie weiterhin versorgt, während sie das Fliegen üben. Scheinbar hilflose Tiere sollten zunächst an Ort und Stelle belassen und aus einem weit genug entfernten Versteck circa zwei Stunden lang beobachtet werden. Dies ermöglicht den Eltern die Kontaktaufnahme. Nur, wenn in dieser Zeit kein Elternvogel entdeckt wird oder wenn die Jungtiere offensichtlich verletzt oder nahezu unbefiedert sind, sollte eingegriffen werden. Denn die Chance, dass ein Jungvogel in Freiheit überlebt, ist um ein Vielfaches größer als bei einem Aufzuchtversuch, selbst bei fachgerechter Pflege, erklärt der NABU.

Bei akuter Gefahr durch Katzen oder wenn Jungvögel am Rand einer vielbefahrenen Straße sitzen, sollten die Tiere in einen nahegelegenen Busch gesetzt werden. Die Eltern hören die Rufe der Jungen und nehmen diese selbst nach einer Berührung durch den Menschen wieder an, denn der Geruchssinn ist bei Vögeln kaum ausgeprägt. Säugetiere hingegen sollten laut NABU nicht berührt werden, damit die Elterntiere sie noch als ihre Jungen erkennen.


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