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Nachricht vom 16.05.2019 - 16:07 Uhr    

Fenster der Laurentiuskirche in Nentershausen müssen restauriert werden

Fast zwei Jahre ist es gerade einmal her, dass die rund 740.000 Euro teure, einjährige Innenrenovierung der Laurentiuskirche in Nentershausen abgeschlossen wurde und die Gerüste im Inneren des Gotteshauses abgebaut wurden. In den nächsten Monaten muss der Sakralbau nunmehr teilweise im Inneren und Äußeren wieder eingerüstet werden. Grund dafür ist die Instandsetzung der Kirchenfenster im Langhaus, der Empore und dem Treppenaufgang zur Empore der Pfarrkirche.

Ein Großteil der Fenster in der Laurentiuskirche in Nentershausen muss in den nächsten Monaten restauriert werden, da bei Unwetter unter anderem Wasser durch undichte Stellen der Verglasung ins Kircheninnere gelangt. Foto: Kirchengemeinde St. Laurentius Nentershausen

Nentershausen. Die Kirchenfenster der Laurentiuskirche haben bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Im Chorraum und den Seitenaltären stammt die Verglasung noch aus der Erbauungszeit der Laurentiuskirche in den 1860er-Jahre. 2006 wurde diese umfassend restauriert. Die zwölf seitlichen und zwei westlichen Fenster im Langhaus wurden unterdessen bereits 1945 durch die Druckwelle eines Bombenangriffs auf Limburg teilweise zerstört und mussten seinerzeit erneuert werden. 1967 wurde hier zudem eine neue Rautenverglasung installiert. Kurz vor dem Jahr 2005 wurden die Fenster im Langhaus gereinigt und in Teilen repariert, auf eine entsprechende Zusatzuntersuchung wurde jedoch seinerzeit verzichtet.

Nach der Innenrenovierung der Kirche in den Jahren 2016 und 2017 fiel dann auf, dass bei Unwettern mit starken Winden trotz geschlossener Fenster Wasser in das Kircheninnere gedrückt wird. Das Sachverständigenbüro Dr. Ivo Rauch aus Koblenz begutachtete daraufhin im Mai 2018 die 14 Langhausfenster, die zwei unteren Turmfenster am Aufgang zur Empore sowie die Westrose hinter der alten Orgel. Das Urteil der Experten: Vor allen Dingen die Langhausfenster befinden sich einem „nicht sehr befriedigenden Zustand, da sie augenscheinlich nicht mehr witterungsdicht sind“, wie es im Gutachten heißt. Neben einer Verfärbung der Gläser, haben vor allen Dingen die Bleinetze der Verglasung über die Jahre ihre Dichtungseigenschaft verloren, sodass Regenwasser in das Innere der Laurentiuskirche eindringen kann. An den Turmfenstern gibt es unterdessen starke Korrosionsschäden, in der Westrose ist die Verglasung teilweise zerstört.

Die Schäden an den Fenstern der Seitenschiffe, dem Emporenaufgang sowie der Westrose müssen daher in den kommenden Monaten behoben werden. Die Maßnahme kostet nach Angaben der Pfarrgemeinde St. Laurentius Nentershausen rund 383.500 Euro. 90 Prozent der Summe übernimmt das Bistum Limburg. Der zehnprozentige Eigenanteil der örtlichen Kirchengemeinde von rund 38.350 Euro wird durch den Freundes- und Förderkreis St. Laurentiuskirche Nentershausen (20.000 Euro), Eigenleistung (rund 11.050 Euro) sowie noch vorhandenen Rücklagen aus der Innenrenovierung der Pfarrkirche (rund 7.300 Euro) finanziert.

Ab Montag, 27. Mai, soll in der 22. Kalenderwoche zunächst die Nordseite in Richtung Montabaur Innen wie Außen eingerüstet werden. Die Fenster werden im Anschluss ausgebaut und von der erfahrenen Bleiglaserei Kutzner in Leipzig restauriert und neu verdichtet. In der Laurentiuskirche wird zudem ein Schutzglas installiert. Ende August sollen die restaurierten Fenster der Nordseite wieder komplett eingebaut sein, sodass im Anschluss die Südseite in Richtung Görgeshausen eingerüstet werden kann und auch hier die Restaurierung der Fenster vorgenommen wird. Ende November soll schließlich die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein.

Pfarrer Marc Stenger und der Ortskirchenausschuss Nentershausen werben nun um Unterstützung der Nentershäuser beim Ausräumen der Pfarrkirche. Am Samstag, 25. Mai, sollen in Eigenleistung ab 9 Uhr im Seitenschiff der Nordseite die Kirchenbänke in die Pfarrhausgarage und den zweiten Jugendraum ausgeräumt werden, zudem soll der Kreuzweg auf dieser Seite abgenommen werden, damit das Gerüst aufgestellt werden kann. Im Anschluss an die Ausräumaktion ist laut Kirchengemeinde für Essen und Trinken gesorgt.

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