Werbung

Nachricht vom 14.05.2019 - 19:02 Uhr    

Armbrustdrama: Ergebnis der Obduktion der Toten aus Hachenburg liegt vor

Am Montag (13. Mai) erfolgte die Obduktion der Leichname, die durch Pfeile aus einer Armbrust ums Leben kamen. Zwei der Toten kommen aus Borod bei Hachenburg. Der Mann hatte in Hachenburg einen Mittelalterladen. Die dritte tote Frau soll ursprünglich aus Neuwied kommen. Bei der Untersuchung ergaben sich keine Hinweise auf eine mögliche Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten. Bei den Leichen in Wittingen wurden bislang keine Spuren von Gewalteinwirkung gefunden. Die Motivlage ist weiterhin unklar.

Symbolfoto

Hachenburg/Neuwied. Die Polizei in Passau berichtet, dass bei den aufgefundenen Leichen in Passau Testamente sichergestellt werden konnten. Ebenso wurde der PKW der 33-Jährigen, ein weißer Pickup, sichergestellt. Die Inhalte der Dokumente sowie die Untersuchung des Fahrzeugs sind aktuell Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Die Situation im Zimmer der Pension stellte sich laut Polizei so dar, dass der Mann und die 33-Jährige Hand in Hand in dem Bett lagen. Diese beiden Leichen waren abgedeckt. Die 30-Jährige wurde am Boden des Zimmers tot aufgefunden.

Am Montag erfolgte die Obduktion der Leichname. Dabei ergaben sich keine Anhaltspunkte, dass zwischen den Beteiligten eine Auseinandersetzung stattgefunden hätte. Die Untersuchungen ergaben, dass bei allen Beteiligten abgefeuerte Pfeile in den Oberkörper- beziehungsweise Kopf-/ Halsbereich todesursächlich waren. Untersuchungen auf die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln wurden in die Wege geleitet.

Eine Beteiligung von möglichen weiteren Personen kann bislang weiterhin ausgeschlossen werden. Nach unseren Informationen soll die 30-Jährige ursprünglich aus Neuwied stammen.

Polizei in Gifhorn fand zwei weitere Leichen
Im Rahmen der Ermittlungen wurden in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen zwei tote Frauen aufgefunden. Im Zuge von Ermittlungen im Zusammenhang mit drei bis dato ungeklärten Todesfällen am vergangenen Wochenende in Passau/Niederbayern fanden Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn am Montag zwei weibliche Leichen in einer Wohnung in Wittingen vor.

Zur Ermittlung der Todesursache ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim eine Obduktion an, die am Dienstagvormittag in der Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule in Hannover durchgeführt wurde.

Als Ergebnis steht nunmehr fest, dass es keinerlei Hinweise auf äußere Gewaltanwendung gegen die vorgefundenen Frauen gibt. Der Todeszeitpunkt liegt nach ersten Erkenntnissen einige Tage zurück. Zur Identität der Toten geben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt, dass es sich bei der einen Frau um eine 35-jährige aus Wittingen handelt, die dort als Lehrerin tätig war bei der anderen Frau um eine 19-jährige, die an derselben Adresse in Wittingen wohnhaft war. (woti)

Bisherige Berichte:
Zwei der drei Toten aus Passau sollen aus Westerwald stammen

Nun fünf Tote im Armbrustdrama - Zwei stammen aus der VG Hachenburg


Hier gibt es Hilfe
Haben Sie dunkle Gedanken? Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie sich melden können.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen finden Sie unter: www.telefonseelsorge.de



Interessante Artikel



Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Kommentare zu: Armbrustdrama: Ergebnis der Obduktion der Toten aus Hachenburg liegt vor

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Tradition und Moderne beim großen Schustermarkt in Montabaur

Montabaur. Wieland verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass viele Menschen das schöne Wochenende für einen Besuch des Schustermarkts ...

Neubau: Heizen mit Holz

Montabaur. Holz als Rohstoff ist - bei richtiger Verwendung in einer modernen Feuerstätte - ein umweltgerechter Brennstoff, ...

Von Frauen für Frauen: Sisterhood ist ein besonderer Gottesdienst

Herschbach. Jede Frau wird schon an der Tür persönlich begrüßt. In einem halbstündigen Vorlauf zu dem eigentlichen Gottesdienst ...

Oktoberfest für Senioren

Montabaur. Am 21. September findet das erste „Oktoberfest“ für die ältere Generation in der Stadthalle in Montabaur statt. ...

Große Schöpfungsfeier auf dem Klostergelände der Abtei Marienstatt

Marienstatt. Den Abschluss der Gebetswochen bildet eine Schöpfungsfeier am 29. September von 11 bis 18 Uhr auf dem Gelände ...

Rekord beim Westerwälder Firmenlauf: 1.500 Starter in Betzdorf

Betzdorf. Das war ein tolles Event am Freitagabend (13. September) in Betzdorf: Die neunte Auflage des Westerwälder Firmenlaufs ...

Weitere Artikel


Ehemals längste Seilhängebrücke des Landes führt bei Helmeroth über die Nister

Helmeroth/Wisserland. Imposant und etwas ungewöhnlich sieht sie aus, die zweitgrößte Hängebrücke in Rheinland Pfalz. Mit ...

Krabbeln, spielen, kennenlernen – für Kinder und Eltern

Höhr-Grenzhausen. Mama und Papa bekommen wertvolle Tipps und neue Spielideen, und nebenbei finden sie während der Kurse ...

Sparkassenstiftung vergibt Stipendien an besonders begabte Schüler

Bad Marienberg. Um die Schule bei dieser Aufgabe zu unterstützen, stellt die Stiftung der Sparkasse Westerwald-Sieg dem Gymnasium ...

„Das-Vier-Farben-Land“ begeistert Publikum

Montabaur. In einer gemischten Gruppe von Menschen mit und ohne Handicap wurden zunächst Theatermasken gebastelt und das ...

Rückblick auf die Amtszeit des Bürgermeisters Wilfried Seide

Hachenburg. Vor kurzem konnte Stadtbürgermeister Stefan Leukel die Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Seide, Waltraud ...

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Hachenburg

Hachenburg. Inzwischen sind in etwa 90 Prozent der Straßenleuchten umgestellt. Durch die Effizienzsteigerung wird so jährlich ...

Werbung