Werbung

Nachricht vom 14.05.2019    

Rückblick auf die Amtszeit des Bürgermeisters Wilfried Seide

Ende August 1973 wurde in einem Festakt auf Schloss Hachenburg nach achtjähriger Dienstzeit Bürgermeister Wilfried Seide verabschiedet. In der 2011 von Stefan Grathoff vorgelegten Stadtgeschichte von Hachenburg finden sich an zahlreichen Stellen Hinweise auf das Wirken des Hachenburger Stadtoberhaupts. Artikel in der Westerwälder Zeitung dokumentieren eindrucksvoll das Engagement Wilfried Seides, das offenbar von so mancher kontroversen Diskussion innerhalb des Stadtrats begleitet wurde.

Bürgermeister Stefan Leukel mit Witwe und Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Seide. Foto: privat

Hachenburg. Vor kurzem konnte Stadtbürgermeister Stefan Leukel die Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Seide, Waltraud Seide und ihren Sohn Peter, der noch in Hachenburg zur Schule ging, im Rathaus begrüßen.

Diesen Besuch nahm Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff zum Anlass, die Spuren in der Stadt, die sich mit dem Namen Seides in Verbindung bringen lassen, noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Vor dem Hintergrund städtebaulicher Planungen der Nachkriegszeit sei hier unter anerem auf die Erschließung der Baugebiete Rothenberg, Taubhaus und Gerberweg sowie auf Diskussionen bezüglich der Stadtkernsanierung verwiesen.

Oberhalb der Stadt entstand zwischen 1970 und 1972 der Hochbehälter „Helenenruhe“ und 1972 wurden drei Tiefbrunnen in der „Lutherschneide“ erschlossen. Am 17. April 1972 erfolgte in Anwesenheit des Bürgermeisters Seide die Grundsteinlegung zur Hauptschule, die am 9. August 1973 ihre Pforten öffnete. Zu den kostenintensiven Projekten, die zu Beginn der 1970er Jahre realisiert wurden, gehört ferner der Bau der Rundsporthalle, die Anfang November 1972 nach einjähriger Bauzeit vollendet wurde. Ein Jahr zuvor, am 22. Oktober 1971, übergab Wilfried Seide die neu errichtete Kleinschwimmhalle ihrer Bestimmung und eineinhalb Jahrzehnte später sollte dort Mitte der 1980er Jahre ein modernes Freizeitbad (Löwenbad) entstehen.



Gelegentlich griff Wilfried Seide offenbar auch auf Konzepte aus seiner Zeit als Kurdirektor von Bad Nendorf zurück. So zum Beispiel bei der Einführung der „Lichterfeste“, die Anfang der 1970er Jahre im Burggarten stattfanden. Abschließend sei noch an die Anlage des Sportplatzes sowie des Sportheims an der Alpenroder Straße (Einweihung am 30. August 1970) sowie die drei Jahre zuvor erfolgte Übergabe der neuen Tennisplätze im Burggarten erinnert. Im Kontext der Umgestaltung des Burggartens für die bevorstehende 650-Jahrfeier der Stadt Hachenburg mussten 1963 die bereits 1899 entstandenen öffentlichen Tennisplätze im Burggarten weichen. 1966 begannen die Bauarbeiten zu neuen Sportanlagen auf dem Platz des heutigen „unteren Parkdecks“ oberhalb der Minigolfanlage und am 1. Mai 1967 übergab Bürgermeister Wilfried Seide die drei neuen Spielstätten des traditionsreichen Tennisvereins Hachenburg der Öffentlichkeit. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Kommentare zu: Rückblick auf die Amtszeit des Bürgermeisters Wilfried Seide

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Kultur


Filmreif-Kino im Februar: Plötzlich aufs Land - Tierärztin im Burgund

Hachenburg. Eine tragikomische Culture Clash Komödie, mit rauem Charme und viel Liebe erzählt. Alexandra hat ihr Medizinstudium ...

Kabarett im Bürgerhaus Wirges: "BlöZinger" aus Österreich zu Gast

Wirges. Am Samstag, dem 29. Januar, kommen hochkarätige Kabarettisten aus Österreich auf die Bühne im Bürgerhaus Wirges. ...

H.G. Butzko las der Politik die Leviten - Hachenburg staunte

Hachenburg. Der Mix aus Ironie, Zynismus und Satire ist im Endeffekt nicht jedermanns Sache, doch Kabarett steht nicht dafür, ...

Buchtipp: „Freiheit meiner Daseinsfreude“ von Tina Hüsch

Dierdorf/Bad Marienberg. Für die Poetin ist klar, dass in jedem Menschen der Traum von der großen Freiheit lebt, der „der ...

Einladung zum Jazzbrunch im Stöffel-Park

Enspel. Der Jazzbrunch ist etwas für Liebhaber unterhaltsamer Jazzmusik, guten Essens und außergewöhnlicher Locations. Und ...

Kunst trotz Corona: Kunstschaufenster geht ins dritte Jahr

Altenkirchen. Das Kunstforum Westerwald betreibt das “Kunstfenster Bahnhofstraße 20“, welches sich in die beachtliche Kulturszene ...

Weitere Artikel


„Das-Vier-Farben-Land“ begeistert Publikum

Montabaur. In einer gemischten Gruppe von Menschen mit und ohne Handicap wurden zunächst Theatermasken gebastelt und das ...

Armbrustdrama: Ergebnis der Obduktion der Toten aus Hachenburg liegt vor

Hachenburg/Neuwied. Die Polizei in Passau berichtet, dass bei den aufgefundenen Leichen in Passau Testamente sichergestellt ...

Westerwald-Tipps: Längste Hängebrücke des Westerwalds bei der Helmerother Mühle

Helmeroth. Imposant und etwas ungewöhnlich sieht sie aus, die zweitgrößte Hängebrücke in Rheinland Pfalz. Mit 37 Metern Länge ...

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Hachenburg

Hachenburg. Inzwischen sind in etwa 90 Prozent der Straßenleuchten umgestellt. Durch die Effizienzsteigerung wird so jährlich ...

Hillscheid feiert 1025-jähriges Jubiläum

Hillscheid. Der smarte Ortsbürgermeister Andreas Rath hatte die Erklärung für den „bärenstarken“ Ort am Fuße der Montabaurer ...

Kindertag des Jugendzentrums Hachenburg mit Feuerwehr

Hachenburg. Natürlich hatten die Kinder auch selbst sehr viele Fragen zum Thema Feuerwehr, so zum Beispiel: „Hat die Feuerwehr ...

Werbung