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Nachricht vom 20.04.2019 - 14:19 Uhr    

Optimale Diagnostik am Standort Limburg konzentriert

Zahlreiche Verbesserungen haben mit dem neuen Talbau am St. Vincenz-Krankenhaus Einzug gehalten. Davon profitieren auch die medizinisch Fachbereiche, die ihren Standort im Haupthaus behalten haben - sehr entscheidend auch die Kardiologie. Denn mit der Inbetriebnahme des neuen Klinikgebäudes und der dort neu etablierten radiologischen Diagnostik konnte auch das kardiologische Spektrum weiter ausgebaut werden.

Die im neuen Talbau der Klinik neu etablierte radiologische Diagnostik kommt nicht nur den in diesem Gebäude beheimateten Abteilungen, sondern auch der Kardiologie zugute. Foto: St. Vincenz-Klinik

Limburg. Chefarzt Prof. Dr. Stephan Steiner: „Durch die gute Kooperation mit dem Team der Radiologie können wir jetzt optimale Diagnostik nutzen!“ Die kardiovasculäre Bildgebung sei noch weiter differenziert worden und könne nun in höchster Qualität angeboten werden. „Hier ist alles vorhanden, was an unterstützender radiologischer Diagnostik für eine Kardiologie mit modernsten medizinischen Standards notwendig ist“, ergänzen Chefarzt Dr. Thomas Heß und sein Leitender Oberarzt, Dr. Kay Becker, unisono.

Neben der radiologisch-nuklearmedizinischen Bildgebung ist für spezielle Problemstellungen nun auch das 3-dimensionale Echographie der linken und rechten Herzkammer möglich: „Das ist das I-Tüpfelchen unseres diagnostischen Rüstzeugs und vor allem bei speziellen, schwereren kardiologischen Indikationen hilfreich“, erläutern die Mediziner.

Dass dieses breite Spektrum an einem Standort konzentriert abrufbar ist, werten die Experten als bemerkenswert: „Ein solches Equipment ist nicht selbstverständlich für eine Klinik unserer Größenordnung“, so Dr. Kay Becker. Insgesamt stehen am St. Vincenz nun folgende Verfahren für die kardiologische Diagnostik zur Verfügung:

· Echokardiographie (Herzultraschall, mit dem sich die Herzgröße, die Bewegung des Herzmuskels und die Pumpfunktion sowie eventuelle Herzklappenprobleme darstellen lassen)

· Belastungs-Echokardiographie

· Transösophageales Echokardiographie (Ultraschall-Untersuchung des Herzens, bei der die Ultraschallsonde über die Speiseröhre (Ösophagus) bis auf Herzhöhe vorgeschoben wird. Die Untersuchung wird auch Schluckecho genannt. Verschiedene Herzerkrankungen lassen sich damit besser erkennen als mit einer normalen Echokardiographie, bei welcher der Schall durch den Brustkorb gedämpft wird.

· Nuklearmedizinische Szintigraphie (eine schwach radioaktive Markersubstanz wird in die Vene injiziert, reichert sich u.a. in den Herzkranzgefäßen an und gibt Auskunft über eventuelle Gefäßverengungen (Stenosen) in den Herzkranzgefäßen.

· Kardiale Computertomographie-Untersuchungen zur Beurteilung der herzkranzgefäße und der koronaren „Kalklast“

· Kardiale Magnetresonanzttherapie (MRT-Untersuchungen beispielsweise bei Herzmuskelentzündungen oder Speicherkrankheiten

· Herzkatheter-Untersuchungen (arterielle Untersuchungen des Herzens mit Röntgenkontrastmittel).

· Elektrophysiologie unter Leitung von Dr. Andreas Klisch: moderne Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen unter Nutzung 3- D- Technik.

„Bei einer solchen Bandbreite diagnostischer Möglichkeiten können wir Kardiologen wirklich aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Chefarzt Prof. Dr. Steiner. „So sind wir in der komfortablen Lage, alle Verfahren gezielt, individuell und abgewogen einzusetzen.“

Darauf kann und will man sich auf dem Schafsberg allerdings keineswegs ausruhen: Durch die nach wie vor rasanten Fortschritte in der Medizintechnik muss immer wieder und regelhaft nachjustiert und vorausschauend investiert werden. So ist beispielsweise in diesem Jahr geplant, die Möglichkeit der Katheter-Untersuchungen weiter auszubauen und eine weitere und hochmoderne Anlage zu implementieren.

Dann, so die Planung, werden noch in 2019 auch die intravaskuläre Ultraschalluntersuchungen am St. Vincenz möglich sein. „Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen schließlich für jeden Betroffenen einen tiefen, lebensbedrohlichen Einschnitt in sein Leben dar“, so der Kardiologe. Dem wolle man mit einem an neuesten Standards orientierten Angebot und breit gefächerten Spezialisierungen Rechnung tragen.


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