Werbung

Nachricht vom 17.04.2019    

Kinder lernen „Stopp!“ sagen

Die Füße fest am Boden, die Knie leicht angewinkelt, ein ernstes Gesicht – dann die Handfläche nach vorne und klar und deutlich sagen: „Stopp!“ Damit hält das kleine Kindergartenmädchen auch die „Großen“ aus der ersten Klasse auf Abstand. So soll es sein am Ende des Präventionsprojekts, an dem in Höhr-Grenzhausen über 120 Kinder teilgenommen haben.

Übung zur Gewaltprävention. Foto: privat

Höhr-Grenzhausen. Schon zum fünften Mal haben die angehenden Erstklässler aller Kindergärten in Höhr-Grenzhausen den großen Schritt in die Goethe-Schule zusammen mit dem Kinderschutzbund vorweg genommen. Aber vorher lernten sie schon in ihrer Kita vom Elefanten, wie sinnvoll ein dickes Fell ist – oder besser: eine dicke Haut. Und sie besuchten etliche Planeten im Weltall der Gefühle, bevor sie sich auf den Weg machten in ihre Grundschule.

Dort warteten schon die Erstklässler, die ja nach den Ferien nicht mehr die Kleinsten in der Schule sind, sobald die Kita-Kinder eingeschult werden. Zusammen ging es darum, spielerisch zu lernen, wie Konflikte ohne Gewalt zu lösen sind. Zum Beispiel durch deutliche, mutige Signale und Worte. Denn manchmal wird ein großes NEIN! verstanden, während das zaghafte, kleine nein ungehört verklingt.

Geschichten, Tänzchen, Lieder und Spiele hatten Diplom-Pädagogin Kerstin Magee und Diplom-Sozialpädagogin (FH) Lisa Klein vom Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen mitgebracht. Und sie übten gemeinsam mit Erzieherinnen und Lehrerinnen mit den großen und kleineren Kindern ein, wie auch Kleine ganz groß „STOPP! sagen“ können. Stopp-Stand, Stopp-Hand, Stopp-Gesicht. Und wie man sich verhält, wenn plötzlich vor einem die Stopp-Hand auftaucht. Es geht aber auch darum zu klären, an wen sich die Kinder wenden, wenn sie Hilfe brauchen – etwa nach einer Gewalterfahrung.

Das Projekt zur Gewaltprävention ist schon ein fester Programmpunkt vor dem Wechsel vom Kita in die Schule. Bisher haben bereits mehr als 600 Kinder teilgenommen; ermöglicht wird es durch Mittel, die der Westerwaldkreis zur Verfügung stellt. Der katholische Kindergarten „St. Paul“, die katholische Kita „St. Peter“, die evangelische „Kinderarche“ und die Kindergärten „Pusteblume“ und „Sonnenschein“ bauen das Gelernte ebenso in ihre Arbeit ein wie die Goethe-Schule. Gewaltprävention als Dauerthema wurzelt so auf einem gemeinsamen Fundament. Und die Kita-Kinder können sich jetzt schon darauf freuen, wenn im nächsten Jahr irgendwann die „Kleinen“ auftauchen und sie die Großen sind, die längst schon laut „STOPP!“ sagen.

Weitere Infos unter: Deutscher Kinderschutzbund e.V. KV Westerwald / OV Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Telefon: 02624-4488, info@kinderschutzbund-westerwald.de.


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Höhr-Grenzhausen auf Facebook werden!


Kommentare zu: Kinder lernen „Stopp!“ sagen

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Coronafälle in der VG Ransbach-Baumbach stark steigend

In der Abschlussmeldung vom 8. April werden 261 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis genannt. Die Zahl "Getestete Personen Gesamt" beinhaltet neben den Testungen beim Kreisgesundheitsamt auch die durchgeführten Abstriche in der Corona-Praxis in Hachenburg. Der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb schränkt Leistungen weiterhin ein.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Coronasituation: 18 Kranke mehr

Coronasituation: 18 Kranke mehr

In der Abschlussmeldung vom 7. April werden 245 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis genannt. Die Zahl "Getestete Personen Gesamt" beinhaltet neben den Testungen beim Kreisgesundheitsamt auch die durchgeführten Abstriche in der Corona-Praxis in Hachenburg. Die Corona-Praxis wird in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten aus dem Westerwaldkreis betrieben.


Region, Artikel vom 08.04.2020

A 48: Kleintransporter total überladen

A 48: Kleintransporter total überladen

Am Mittwoch, 8. April wurde der Polizeiautobahnstation Montabaur gegen 7:40 Uhr ein Kleintransporter auf der Autobahn A 48 gemeldet, welcher stark schaukeln und teilweise in Schlangenlinien geführt würde. Eine Streife konnte den Transporter in Höhe der Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen feststellen und einer Kontrolle unterziehen.


Region, Artikel vom 07.04.2020

In der Nacht zu Mittwoch in den Supermond schauen

In der Nacht zu Mittwoch in den Supermond schauen

In der Nacht von Dienstag, 7. auf Mittwoch, 8. April, können Sie ein besonderes Himmelsspektakel bestaunen: den sogenannten Supermond. Ein Supermond ist der Vollmond am erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Er erscheint dadurch besonders groß und hell. Der hellste Supermond des Jahres 2020 ist in der kommenden Nacht vom 7. auf den 8. April zu beobachten.


Kein Anspruch eines Lehrers auf Beseitigung von Fotos aus Schuljahrbuch

Ein Lehrer, der sich bei einem Fototermin in der Schule freiwillig mit Schulklassen hat ablichten lassen, hat keinen Anspruch auf Entfernung der im Jahrbuch der Schule veröffentlichten Bilder. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Hilfe für Krebspatienten und Angehörige in Zeiten von Corona

Koblenz. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz hat ihre Unterstützung für Krebspatienten und deren Angehörige an die aktuellen ...

Ein bunter Frühlingsgruß vom Bürgerverein Montabaur

Montabaur. „Naturtag“ und Osterbrunnen müssen in diesem Jahr leider ausfallen. Das tut auch den vielen Aktiven von NABU, ...

Naturschützer aktiv für Wildkatzen

Region. Die Europäische Wildkatze lebt versteckt und zurückgezogen in unseren Wäldern. Sie sieht grau-braun-getigerten Hauskatzen ...

Gartenschläfer werden munter – Spurensuche startet

Mainz/Region. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de ...

FC Mündersbach dankt allen Helfern in der Corona Krise

Mündersbach. Bitte melden Sie sich schon jetzt, in welchem Bewegungs-Bereich sie gerne etwas für Ihre Gesundheit tun möchten. ...

Schwalben ein Zuhause bieten

Holler. Im Rahmen des NABU-Projektes „Schwalbenfreundliches Haus“ setzen die NABU-Gruppen in der Region Rhein-Westerwald ...

Weitere Artikel


Niedrige Arbeitslosigkeit und mobile Menschen prägen Region

Montabaur. 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wohnen im Agenturbezirk, und 100.700 Männer und Frauen haben ...

Erneut desolaten Kleinbus aus Südosteuropa stillgelegt

Heiligenroth. Die Kontrolleure stellten fest, dass der Kleinbus im aktuellen Fall eigentlich als 9-Sitzer zugelassen war. ...

Eine musikalische Matinée organisiert vom Lions Club

Nistertal. 2019 hält es die Gäste der Matinée des Lions Clubs Bad Marienberg in Atem. Zu dem unvergleichlichen Hörgenuss ...

Mehr Personal und mehr Qualität in den Kitas

Westerwaldkreis. Tanja Machalet sagt weiter: „Keine Kita in Rheinland-Pfalz wird sich personell verschlechtern müssen. Im ...

Senioren und Behinderte sind in eigener Sache die besten Ratgeber

Montabaur. Ziel der Initiative war es, die vielen guten Ansätze in der VG und den Ortsgemeinden zur Bewältigung des Demographischen ...

Höhr-Grenzhäuser Protestanten bekommen neues Gemeindehaus

Höhr-Grenzhausen. Der Kirchenvorstand beschloss daher, nicht in eine Sanierung, sondern in einen Neubau in Kirchennähe zu ...

Werbung