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Nachricht vom 10.04.2019    

Vom Wandern im Wald, Bänken aus Holz und sagenhafter Kunst

Ein Sarg zum Sitzen. Nicht für die Ewigkeit, aber für ein Weilchen oder die Dauer einer Brotzeit. Diese neue Holzbank und drei weitere künstlerisch gestaltete Sitzmöbel wird es ab Mai beim Themenweg „Montabäurer Mären“ geben, der am Wegesrand Mythen und Sagen aus dem südlichen Westerwald erzählt. Diese Mären liefern die Motive für die neuen Ruhebänke und die Holzskulpturen, die bereits seit 2017 neben der Wanderstrecke stehen und die alten Geschichten zum Leben erwecken. Das Künstlertrio Wolfgang Dillenkofer, Simone Carole Levy und Oliver Schulz hat im Auftrag der Tourist-Information Montabaur die neuen Bänke und zwei weitere Skulpturen gestaltet und sein Atelier dafür auf dem Gelände des Kunst- und Kulturzentrums b05 aufgeschlagen.

Das besondere Ambiente des b05 im Stadtwald inspirierte die Holzkünstler (vorne v.l.) Wolfgang Dillenkofer, Simone Carole Levy und Olli Schulz. Über die neuen Holzbänke für den Wanderweg „Montabäurer Mären“ freuen sich die beiden Initiatorinnen (hinten v.l.) Carolin Nebgen und Karin Maas. Foto: privat

Montabaur. Das Kreischen der Motorsägen dröhnt in der Stille, Sägespäne wirbeln durch die Luft, abgeschnittene Baumrinde liegt überall herum. Vor den Bunkern des b05 wird nicht etwa Brennholz gemacht, sondern es entstehen besondere Holzkunstwerke. Aus je einem Stück Eichenstamm fertigen die drei Holzbildhauer die neuen Ruhebänke für den Wanderweg “Montabäurer Mären“. Simone Carole Levy hat bereits den Sarg der alten „Mine“ nachgebaut, aus dem an der Seite zwei verschmitzte Gesichter herausschauen, ganz wie in der Erzählung „Der Sarg im Zingelsloch“. Daneben arbeitet Levy noch an einer Art Chaiselongue, die die Geschichte vom „Bergwerksmönch“ aufgreift und den Diebstahl der Goldklumpen zeigt.

Wolfgang Dillenkofers Bank wird getragen von zwei armen Bergwerkskindern mit krummen Rücken und einem Erzklumpen in der Hand, gerade so wie die Figuren aus „Die Wüstung Oberisselbach“. Gekonnt hat Oliver Schulz den berittenen Boten, die zu Fuß fliehenden Menschen und die zu ihrem Schutz errichteten Wallburgen aus der keltische Sage über „Die Wallburgen vom Westerwald“ auf seiner Bank abgebildet. Zwei weitere Skulpturen von Dillenkofer und Schulz entstehen zu den Geschichten vom „Sarg im Zingelsloch“ und „Die Schatzgräber von Nentershausen“. Wie ein aufgeschlagenes Märchenbuch wirkt die Szenerie und lädt ein zum Hingucken, Hinsetzen und Drüberstreicheln.



Mittendrin stehen die Initiatorinnen der „Montabäurer Mären“ Karin Maas und Carolin Nebgen. Als Studentin hatte die Designerin Carolin Nebgen 2015 den Wanderweg „Montabäurer Mären“ entworfen, Texttafeln, Wegweiser, Broschüren und die Homepage www.sagenhafter-westerwald.de gestaltet. Karin Maas ist Leiterin der Tourist-Info „Südlicher Westerwald“ in Montabaur und hatte seinerzeit die Umsetzung des Projektes übernommen. „Die Montabäurer Mären zählen zu den Wander-Highlights in unserer Region. Deshalb bin ich froh, dass wir den Weg mit den neuen Bänken und Skulpturen weiter aufwerten können.“ Sie bedankt sich bei allen Beteiligten: Bei den Holzkünstlern, bei Revierförster Steffen Koch, der Eichenstämme aus dem Stadtwald zur Verfügung stellte, beim Bauhof der Stadt Montabaur, der den Bänken einen Schutzanstrich geben und sie am Wegesrand aufstellen wird, sowie dem Team vom b05 für die Gastfreundschaft. (PM)


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