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Nachricht vom 09.04.2019    

Ideen zur Plastikmüllvermeidung gesammelt

Von vier Hachenburgern ging die Initiative zu „Hachenburg plastikfrei“ aus und stieß auf große Resonanz. „Es ist doch nur ein Strohhalm, sagen 80 Millionen“, und so vermehrt sich der Plastikmüll auf unserer Erde exponentiell und weitgehend irreversibel. Exponentiell vermehrten sich auch die Ideen im World Cafe im Vogtshof. In einer Art „Speed-Brainstorming“ wurden mannigfaltige Ideen ohne Wertung zusammengetragen. Der Fokus lag auf Eigeninitiative. „Es ist doch nur eine kleine Aktion“, sagen wie viele?

Symbolfoto

Hachenburg. Die Ergebnisse der World-Cafe-Gruppen werden in Stichworten nach und nach vorgestellt. Hier Teil 1 zu der Frage „Was können wir in den Vereinen, als Stadt und als Gewerbetreibende tun, um Plastik in Hachenburg und Umgebung zu reduzieren?“

• Hachenburg soll auch an Aktion „Saubere Landschaft“ teilnehmen
• könnte dem Hit öffentlichkeitswirksam vier Edelstahltabletts schenken, damit Verbraucher ihre Dosen mitbringen können
• soll Läden, die auf Plastikverpackungen verzichten, unterstützen oder belohnen
• soll Müllsammel-Events in der/für die Gemeinschaft anbieten mit anschließendem Fest oder ähnliches
• Müllstrafe einführen (wie in Singapur)
• soll Bürger belohnen, die privat Plastik am Straßenrand sammeln (zum Beispiel auf Spaziergängen), indem diese den Müll bei der Stadt gegen Gutscheine (Kaffee, Brötchen, Eis,) eintauschen können
• soll Verbot von Plastikgeschirr auf allen Veranstaltungen (Katharinenmarkt, Kirmes, Weihnachtsmarkt…) durch Beschluss im Stadtrat durchsetzen
• Verbot von Einweggeschirr bei Festen und Angebot eines zentralen Spülmobiles für alle
• Mülleimer aus Edelstahl aufstellen
• Mülleimer mit Trennsystem aufstellen
• Rent a Bag - die Hachenburg-Tüte
• Möglichkeit anbieten, saubere gebrauchte Tüten zurückzugeben und diese kostenfrei für andere Nutzer zur Verfügung stellen
• Anreiz für Tütenverzicht schaffen (zum Beispiel ein Brötchen kostenlos dazu,… oder wie Hehlinger Hof: 10 Cent pro eingesparte Tüte spenden)
• Supermärkte auffordern, nur noch Mehrwegtaschen zu verkaufen
• Nur noch Stofftaschen (kein Papier und Plastik) anbieten
• Notwendiges Plastik auf Bio-Plastik umstellen
• Keine Coffee-to-go-Becher bei Lidl und Co anbieten; stattdessen das • Mitbringen eigener Becher unterstützen
• könnte sich über sinnvolle Alternativen zu Plastik Gedanken machen
• Supermärkte sollten wenigstens bei Bioprodukten auf Plastikverpackungen verzichten
• Obst unverpackt
• erlauben, dass Verbraucher ihre eigenen Dosen mitbringen für Fleisch, Käse, Obst,…
• Verbraucher könnten alle ihre Verpackungen im Markt lassen, um Druck auszuüben und um zu zeigen, was alles nicht benötigt wird
• Burger King soll im Umkreis von einem Kilometer Müll selbst aufsammeln
• Imbisse/Gastronomen könnten Anreiz schaffen, dass Kunden ihr Mehrweggeschirr für zum Beispiel die Currywurst mitbringen (etwa 50 Cent günstiger)
• plastikfreie „Kamelle“ werfen
• Vereine könnten Geschirrmobil nutzen und könnten Veranstaltungen zum Müllsammeln anbieten (zum Beispiel beim Walken)
• Es sollte ein Siegel/Auszeichnung geben, für alle, die an „Plastikfrei-Initiative“ mitmachen
• T-Shirts „Hachenburg-plastikfrei“ allen Unterstützern anbieten
• Stoffbezogene Buttons, oder aus Keramik für alle, die Aktion „Plastikfrei“ unterstützen
• Werbegeschenke könnten überdacht werden
• Unverpackt-Laden.
(PM)


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Kommentare zu: Ideen zur Plastikmüllvermeidung gesammelt

1 Kommentar

Der "Strohhalm" ist nicht das Problem. Es geht um die Millionen Tonnen Plastik in die unsere Lebensmittel mittlerweile verpackt werden. Wurst, Käse oder auch "nur Süßigkeiten" werden mittlerweile in Mini-Packs verkauft (Plastik +++). Ich habe vor kurzem beim Einkaufen gesehen: Scheibe Brot mit Schinken + einem Spiegelei drauf. Früher hieß das "strammer Max". Heute kostet dieser Spaß 3,80 € + unsere Oma würde sich darüber kaputt lachen. 3-fach in Plastik verpackt. Dabei ist diese Speise in max. 5 min. leicht selber zubereitet.
#1 von Dieter Schmidt, am 09.04.2019 um 23:15 Uhr

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