Werbung

Nachricht vom 06.04.2019    

Hauskauf: Energieschleuder oder Schnäppchen?

INFORMATION | Der Verlust von Heizenergie durch schlechte Wände, ein undichtes Dach oder ein ineffizientes Heizsystem kostet dauerhaft Geld. So kann manches „Schnäppchen“ über die Jahre gesehen in ungünstigem Licht dastehen. Hausverkäufer sind verpflichtet, spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorzulegen. Kaufinteressenten scheuen sich jedoch oft, dies einzufordern – manchmal aus Furcht, den Zuschlag für das Haus nicht zu bekommen.

Montabaur. Und auch wenn der Energieausweis vorliegt, ist die Interpretation der Daten nicht immer leicht: Verbrauchsausweise mitteln den Verbrauch der letzten drei Jahre – und der hängt von den Gewohnheiten der Bewohner ab. Bedarfsausweise zeigen den nutzerunabhängigen Heizenergiebedarf des Hauses. Der errechnete Bedarf fällt jedoch häufig zu hoch aus.

Energieausweise sind nach Ausstellung zehn Jahre gültig, daher kursieren Energieausweise nebeneinander, die hinsichtlich des Energieverbrauchs alte und neue Bewertungsmaßstäbe anlegen. In älteren Energieausweisen werden Werte von 150 bis 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr im Ausweis noch im grünen Bereich angesiedelt - obwohl das nicht einem zukunftsfähigen energetischen Standard entspricht. Seit Mitte 2014 ausgestellte Ausweise geben dem Gebäude eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H. Werte von 100 bis 200 Kilowattstunden erreichen nur Effizienzklasse D oder E.

In einem Mehrfamilienhaus gibt es nur einen Ausweis fürs gesamte Haus nicht jedoch für die einzelne Wohnung. Für den Energieverbrauch einer Wohnung spielt aber auch deren Lage eine wichtige Rolle, vor allem in schlechter gedämmten Häusern. Dach – und Erdgeschosswohnungen in Hausrandlage verbrauchen dann in der Regel 50 Prozent mehr Heizwärme als Wohnungen in der Hausmitte.

Der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale hilft nach Terminvereinbarung bei der Interpretation von Energieausweisen und bietet Hauskäufern eine persönliche Erstberatung zur Einschätzung des Modernisierungsbedarfs.



Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Die nächsten Sprechstunden der Energieberater finden wie folgt statt:
• in Montabaur am Donnerstag, den 25. April von 15 – 18.45 Uhr in der
Verbandsgemeindeverwaltung, Konrad-Adenauer-Platz 8. Voranmeldung unter 02602/126-
199 oder –0.
• In Höhr-Grenzhausen am Mittwoch, den 17. April von 15 – 18 Uhr im CeraTechCenter in
der Rheinstraße 60A. Voranmeldung unter 02624/104 215.
• in Hachenburg am Donnerstag, den 9. Mai von 10 – 18.15 Uhr in der
Verbandsgemeindeverwaltung, Gartenstraße 11, Voranmeldung unter 02662/801-102.
• In Rennerod am Donnerstag, den 18. April von 16.15 bis 19.15 Uhr in der
Verbandsgemeindeverwaltung, Hauptstraße 55. Voranmeldung unter 02664/506 744.
• in Westerburg am Donnerstag, den 25. April von 16 – 18.15 Uhr in der
Verbandsgemeindeverwaltung, Zimmer 217, Neumarkt 1, Voranmeldung unter 02663/2910.

Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei) montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: Hauskauf: Energieschleuder oder Schnäppchen?

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Steinebacherin sammelt mit Filzarbeiten 2.000 Euro für stationäres Hospiz St. Thomas

Dernbach / Steinebach. „Meine Filzarbeiten bereiten so vielen Menschen Freude, da war die Entscheidung schnell getroffen, ...

Rehe fragte nach dem "Warum?" des Kahlschlags am Rad- und Wanderweg

Rehe. Das Thema des radikalen Kahlschlags des Rad- und Wanderwegs bei Rehe beherrscht und beschäftigt Bürger aus Rehe, aber ...

Impfbus im Westerwald unterwegs

Region. „Die Impfbusse waren diese Woche wieder erfolgreich im Einsatz. Allein am Standort der TSG Kaiserslautern haben rund ...

Zeugen gesucht: gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr auf der L 300 bei Seck

Seck. Am Freitag, dem 22. Oktober zwischen vermutlich 22 und 23 Uhr wurden durch einen unbekannten Täter absichtlich zwei ...

Brennende Mülltonne im Stadtgebiet Hachenburg: Polizei sucht Zeugen

Hachenburg. Am 22. Oktober wurde gegen 15 Uhr ein brennendes Abfallbehältnis im Stadtgebiet Hachenburg, vor der Westerwaldbank, ...

Kloster und Burg Ehrenstein: ganz viel Geschichte im Tal der Wied

Ehrenstein. Eine Burg gleich neben einem Kloster, nicht oft findet man diese Gebäude so eng nebeneinander. In der Gemeinde ...

Weitere Artikel


Diskussion über Zukunft der Altenpflege und Seniorenpolitik

Westerwaldkreis. Zunächst wird Hausleiter Sascha Königshoven das gastgebende Seniorenzentrum vorstellen und MdL Dr. Tanja ...

"Früh im Jahr" Markt lockt nach Hachenburg

Hachenburg. Vor allem die Essensauswahl ist gewaltig an den Markttagen: Neben mehreren Imbisswagen mit den üblichen Metzgereiprodukten ...

Westerwaldverein Bad Marienberg zu Gast in Marienstatt

Bad Marienberg. Die erhabene Einrichtung und die überwiegend alten aber dennoch mit viel Liebe aufbewahrten Bücher hinterließen ...

Lesung: „Über tausend Hügel wandere ich mit dir“

Hachenburg. In „Über tausend Hügel wandere ich mit dir“ erzählt Hanna Jansen die Geschichte ihrer Adoptivtochter Jeanne, ...

Die Welt der Digiskopie kennenlernen

Steinen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Technik der Digiskopie haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ...

CDU will „Juniorwahl“ auch bei Kommunalwahl ermöglichen

Westerwaldkreis. Die Kommunalwahl stelle für viele Bürgerinnen und Bürger, aufgrund ihrer vielfachen Wahlverfahren und des ...

Werbung