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Nachricht vom 24.03.2019    

Barocktrio konzertierte bravourös in Montabaur

Rasante Spielfreude, virtuoses Musizieren, musikalische Dialogfähigkeit – das sind nur drei von vielen weiteren möglichen Schlagworten, die das auserlesene Konzertprogramm des Frankfurter Barocktrios mit Isabel Müller-Hornbach (Viola da Gamba), Flora Fabri (Cembalo und Orgel) und Martin Jantzen (Viola da Gamba) in der Evangelischen Pauluskirche Montabaur charakterisieren.

Barocktrio. Foto: privat

Montabaur. Das übergeordnete Thema des lebendigen Programmes in der 45. Geistlichen Abendmusik waren Werke von Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel: zwei typisch deutsche Barockkomponisten, die sich schon zu ihren Lebzeiten besonderen und überregionalen, ja sogar internationalen Ruhm erarbeiteten. Nicht ohne Grund, wie die Konzertgäste durch ihre Bravorufe am Ende des Abends bestätigen – in den beiden Triosonaten von Telemann und Händel fühlte man sich an Goethes Bonmot erinnert, dass bei einem Streichquartett vier vernünftige Leute miteinander parlieren.

So aber eben auch bei einer Triobesetzung, die höchste Ansprüche an die Musikalität der Ausführenden stellt: in der Durchsichtigkeit der Sätze sind alle Beteiligten gleichberechtigt und aussagegefordert. Delikat und gekonnt musiziert wurden auch die beiden erst kürzlich entdeckten Telemann´schen Fantasien für Gambe solo, die an diesem Konzertabend aufgeführt wurden: eine echte Rarität und Bereicherung in den Wäller Kirchen unsrer Region!

Einen klanglichen und strukturellen Kontrast hierzu bildeten eine Händel´sche Solosuite für Cembalo sowie eine Telemann´sche Gambensonate. Isabel Müller-Hornbach stammt aus Montabaur und hat nach ihrem Abitur am Landesmusikgymnasium sowohl die Fächer Violoncello, Barockvioloncello als auch Viola da Gamba studiert und abgeschlossen; mit Flora Fabri und Martin Jantzen verbindet sie eine enge überregionale und internationale künstlerische Zusammenarbeit. Darüber hinaus kooperiert sie seit Jahren mit der Dekanatskantorei Montabaur und der Cappella Taboris.




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„Mit dem Barocktrio musiziert ein hochrangiges und spielfreudiges Ensemble, das mit seiner Leidenschaft für historische Interpretationspraxis und möglichst authentische Spielweise die Musik der Barockzeit auf virtuose Weise lebendig werden lässt“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, der als Gastgeber das Barocktrio empfing. Die Gäste bedankten sich mit donnerndem Applaus bei den drei Ausführenden, den die drei jungen Menschen mit einer Zugabe beantworten mussten. (PM)


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