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Nachricht vom 22.03.2019    

Kriminalstatistik Westerwaldkreis: Fälle rückläufig - Aufklärungsquote hoch

Die Polizeidirektion Montabaur hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgelegt. Im Westerwaldkreis gab es 2018 9.114 Fälle (Vorjahr 9418 Fälle zu bearbeiten. Die Aufklärungsquote liegt bei 65 Prozent. Die sicherste Verbandsgemeinde ist Wallmerod.

Symbolfoto

Montabaur. Erfreulich ist, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in 2018 wiederum zurückgegangen ist. Zu kämpfen hat die Polizei nach wie vor mit Tätern aus dem Kölner Raum und aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sie fallen über die Autobahn ein, machen den schnellen Bruch und verschwinden wieder. Die Zahl für die Direktion Montabaur, die den Rhein-Lahn-Kreis und den Westerwaldkreis umfasst, fiel auf 269 Einbrüche. Wie Andreas Bode erläuterte sind bei der Hälfte der Zahlen es nur Einbruchsversuche, die in der Statistik mitzählen. Insgesamt haben die Präventionsmaßnahmen der Polizei und verbesserter Einbruchsschutz der Hausbesitzer Wirkung gezeigt.

Steigend sind dagegen die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Hierunter fällt auch die Kinderpornografie, die ein Großteil der Fälle von 215 ausmacht. Vergewaltigungen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Hier stehen Opfer und Täter fast immer in einer wie auch immer gearteten Beziehung.

Auf dem Rückzug sind dagegen die reinen Körperverletzungen. Der Hauptanteil kommt bei Veranstaltungen in Kombination mit Alkohol zustande. Den Rückgang von rund 150 Fällen sieht Bode in den Vorsichtsmaßnahmen der Veranstalter, die bemüht sind, dass ihre Feste ruhig bleiben.

Einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen gab es bei den Rauschgiftdelikten. In 2018 waren es 1.458 (2017 1.109) Fälle. Diese Zahl kann jedoch nicht isoliert gesehen werden, erläuterte der Leiter der PD Montabaur, Volker Schmidt. Dieses Delikt wird ausschließlich durch Polizeiarbeit aufgedeckt. Erst wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, werden die Fälle statistisch erfasst. Insofern gibt es bei diesen Zahlen regelmäßig stärkere Schwankungen.

Sorge bereitet aktuell die Zahl von Anrufen von falschen Polizisten. Sie hat in letzter Zeit stark zugenommen. Ein weiteres Thema mit dem sich die Polizei zunehmend beschäftigen muss, ist die Internetkriminalität. Noch ein Sorgenkind ist der Widerstand gegen Polizeibeamte. Hier scheint die Hemmschwelle weiter zu sinken. In 2018 hatte die Polizeidirektion Montabaur insgesamt 165 Fälle zu verzeichnen.

Die Häufigkeitszahl zeigt, dass die Gefährdung der Bevölkerung im Westerwaldkreis nicht hoch ist. Die Kriminalfälle werden hier auf 100.000 Einwohner hochgerechnet. Im Landesdurchschnitt Rheinland-Pfalz liegt die Zahl bei 5.958, im Westerwaldkreis mit 4.533 deutlich niedriger. Die niedrigste Zahl bei den Verbandsgemeinden hat Wallmerod mit 3.076, die höchste Zahl Montabaur mit 5.382. (woti)


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