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Nachricht vom 18.03.2019    

Passionskonzert mit „Frechblech“ in Ransbach-Baumbach

Mit Johann Sebastian Bachs höchstpolyphonen „Contrapunctus IV“ aus dessen Schwanengesang „Die Kunst der Fuge“ eröffnete Frechblech als das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald das diesjährige Passionskonzert im schönen Klangraum der Evangelischen Kirche von Ransbach-Baumbach.

Frechblech. Foto: privat

Ransbach-Baumbach. Im Bewusstsein der siebenwöchigen Bußzeit und der Karwoche sowie in Anlehnung an Martin Luthers legendäre Invokavitpredigten standen sich moderne Choralbearbeitungen über „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Christian Sprenger den romantischen Motetten „Psalm 100“ und „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ von Felix Mendelssohn Bartholdy kontrastierend gegenüber.

Martin Löw, erfahrener Organist aus Goddert, meditierte in großen und phantasievollen Choralvorspielen die Choräle „Du großer Schmerzensmann“, „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ und „Stimme, die Stein zerbricht“ und spielte sowohl mit der Disposition der Orgel aus der Werkstatt von Förster und Nicolaus als auch mit dem Raum, in dem das charmante Instrument seinen obertonreichen Klang entwickelte. Gekonnt nahm Martin Löw bei den Chorälen die anwesenden Gäste ganz in seine musikalische Welt mit hinein und führte den Gemeindegesang und das Orgelspiel höchst delikat zusammen.

Frechblech zeigte sich mit Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Ben Bereznai (Basstrompete) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon und Leitung) von seiner gewohnt intonationssicheren, rhythmisch-präzisen, polyphon-geschulten und stilistisch differenzierten Seite; die Lesungen übernahm Ben Bereznai, der auch die Auswahl der geistlichen Texte übernahm. Pfarrer Wolfgang Weik begrüßte und verabschiedete als Gastgeber das bekannte Dekanatsensemble und dankte allen Aktiven und allen Gästen für den Besuch in der Evangelischen Kirche in Ransbach.

Mit einer Komposition des ein paar Generationen nach Johann Sebastian Bach wirkenden Thomaskantors Albert Becker über den Lutherchoral „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ und Johann Sebastian Bachs Werk „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ klang das diesjährige Passionskonzert aus, die Anwesenden bedankten sich mit langanhaltendem Applaus. (PM)



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Kommentare zu: Passionskonzert mit „Frechblech“ in Ransbach-Baumbach

1 Kommentar

Egal, wann und wo "Frechblech" musiziert, sogar eine längere Fahrt lohnt sich, um dieses Quintett zu hören.
Leider wurde das zunächst auch optisch ansprechende Erscheinungsbild der Gruppe mit schwarzen Anzügen und schwarzen Fliegen, dadurch getrübt, dass zwei Männer in hellgrauen und roten Socken auf dem Präsentierteller saßen.
Bei allem Verständnis für die Hornistin (ich spiele selbst Horn in einem Orchester), die Noten möglichst in Augenhöhe zu plazieren, bei einem Auftritt sollten die Zuhörer, die gleichzeitig Zu-Schauer sind, auch das Gesicht der Musiker sehen und nicht nur Bauch und Haaransatz (Leider war es nicht möglich, ein Foto anzuhängen.)
Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass der Vorleser zwar eine angenehme, sonore Stimme hat, jedoch einen osteuropäischen Akzent. Es ist nicht schlimm, wenn er manche Worte falsch ausspricht, aber warum muss das Publikum das dreimal ertragen, wenn außerdem fünf andere Musiker, davon zwei Frauen, mit Deutsch als Muttersprache zur Verfügung stehen?






#1 von Marcus Maut, am 26.03.2019 um 07:36 Uhr

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