Werbung

Nachricht vom 13.03.2019 - 17:27 Uhr    

„Kein junger Mensch darf verloren gehen“

Der Übergang von der Schule ins Erwachsenen- und Erwerbsleben ist eine ein-schneidende Lebensphase: Junge Menschen müssen sich aus verlässlichen Strukturen verabschieden, neu orientieren und grundsätzliche Entscheidungen treffen. Im besten Fall sind Eltern, Familie und Freunde die wichtigsten Begleiter auf diesem Weg. Darüber hinaus gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Im Rhein-Lahn-Kreis sollen sie künftig noch besser koordiniert und eingesetzt werden: die Kreisverwaltung, die Agentur für Arbeit Montabaur und das Jobcenter Rhein-Lahn vernetzen sich über eine Jugendberufsagentur (JBA).

Montabaur. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten jetzt Landrat Frank Puchtler, Elmar Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Montabaur und Jochen Geißel, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Lahn. Hintergrund des gemeinsamen Engagements ist, dass für Beratung und Integration Jugendlicher drei Sozialleistungsträger verantwortlich sind: Grundsicherung (Jobcenter), Arbeitsförderung (Agentur für Arbeit) und Jugendhilfe (Landkreis).

„Die Begleitung der jungen Menschen hat einen hohen Stellenwert“, so Landrat Puchtler. „Auf dem Weg in die Gesellschaft und den Beruf liegen jedoch oft Stolpersteine“, ergänzt Elmar Wagner. „Die größte Gefahr besteht darin, den Anschluss zu verlieren oder nicht ins Spiel zu kommen. Umso wichtiger ist es, alle Angebote miteinander zu verzahnen. Das oberste Ziel heißt: Kein Jugendlicher darf verloren gehen! Die regionale Kooperation leistet dazu einen wichtigen Betrag - mit frühzeitiger und qualifizierter Berufsberatung, der Vermittlung passender Ausbildungsstellen und der Förderung schwächerer Bewerber beziehungsweise Azubis.“

Wie erfolgreich die Leitmotive umgesetzt werden, beweist das Projekt Juwel, das im Jobcenter Rhein-Lahn entwickelt und später auf den Nachbarkreis ausgeweitet wurde. Aufgeschlüsselt bedeutet die Abkürzung: Jugendliche und junge Alleinerziehende auf dem Weg zur Integration in den Landkreisen Rhein-Lahn und Westerwald. „Juwel richtet sich an diejenigen, die besondere Hilfe brauchen, zum Beispiel, weil sie ein schwieriges soziales Umfeld oder massive Probleme in der Schule haben“ erklärt Jochen Geißel. „Diese jungen Leute werden ganzheitlich betreut und individuell begleitet. So können viele Integrationen gelingen.“

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass die Initiativen Früchte tragen. Bei guter Konjunktur und hoher Nachfrage nach Fach- und Nachwuchskräften hat der Rhein-Lahn-Kreis derzeit eine historisch niedrige Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. In der Personengruppe der 15- bis 25-Jährigen wird sie noch unterboten; hier beträgt sie glatte zwei Prozent. (PM)

---
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: „Kein junger Mensch darf verloren gehen“

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Marktplatz Westerwald präsentiert digitales Konzept

Bad Marienberg. In den nächsten Tagen findet eine Veranstaltungsreihe statt, zu denen die örtlichen Gewerbevereine, deren ...

Neue und alte Photovoltaik-Anlagen müssen eingetragen werden

Koblenz. Eine Neuanlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme online im Marktstammdatenregister eingetragen werden. ...

Nahwärme Hachenburg - eine Erfolgsgeschichte

Hachenburg. In der ersten Ausbaustufe wurden das DRK-Krankenhaus einschließlich Personalwohnheim, die Realschule Plus in ...

70 Baustellen: Koblenzer Zoll kontrollierte Baugewerbe

Koblenz/Region. Am 9. Mai haben rund 90 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Koblenz an den Standorten ...

Gelungener Auftakt am neuen POCO-Standort

Görgeshausen. Nach dem so genannten Kaltstart, auf den zwei Tage zum Test aller Systeme unter Echtbedingungen folgten, sowie ...

„Hüter Happy Family Day“ und Frühlingsfest lockten nach Wirges

Wirges. Hüter hatte diesen Familientag zum 31. Mal ausgerichtet, es gab aber noch einen weiteren Grund zum Feiern, das 100-jährige ...

Weitere Artikel


Westerburger Frauen feierten Weltgebetstag

Westerburg. Westerburger Frauen aus der evangelischen und katholischen Kirche und den freien Gemeinden setzten die Vorgaben ...

Bündnis 90/Die GRÜNEN Wallmerod: Kandidaten für VG-Rat

Wallmerod. Hervorzuheben war die erfolgreiche Umsetzung der Schulsozialarbeit an den sechs Grundschulen der Verbandsgemeinde ...

Ehrenamtliche Köpfe stecken im und hinter dem Wochenmarkt in Höhr-Grenzhausen

Höhr-Grenzhausen. Doch hinter dem Erfolgsrezept in Höhr-Grenzhausen steckt, wie auch in vielen anderen Gemeinden, ein tatkräftiges, ...

ISB fördert im Westerwaldkreis mit 27,2 Millionen

Mainz/Westerwaldkreis. Insgesamt hat die ISB im vergangenen Jahr ihr Neugeschäftsvolumen um 66 Prozent auf 1,6 Milliarden ...

Starke Rockets scheiden im Halbfinale aus

Diez-Limburg. Es war nicht viel, was am Ende fehlte - aber es fehlte eben ein bisschen etwas. Hier mal einen Schritt zu kurz, ...

Verkehrsteilnehmer hinderten betrunkenen Autofahrer an der Weiterfahrt

Langenhahn. Am Dienstag, dem 13. März, gegen 7:50 Uhr, wurde durch einen Verkehrsteilnehmer der Hinweis auf einen PKW gegeben, ...

Werbung