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Nachricht vom 18.02.2019    

Betzdorfer Radsportclub ist gerüstet für die neue Saison

Bestens für die neue Saison aufgestellt und motiviert ist das Radrennteam „Schäfer Shop“: Zwei Rennfahrerinnen und 18 Rennfahrer bilden das Team, das im Verwaltungsgebäude der SSI Schäfer Shop GmbH in Betzdorf-Bruche offiziell vorgestellt wurde – und seit nunmehr 20 Jahren ist das Unternehmen der Sponsor des Teams vom Radsportclub (RSC) „Peter Günther“ Betzdorf , wie der stellvertretende Geschäftsführer Andreas Dietz bei der Pressekonferenz herausstellte.

Markus Grigat (rechts) überreichte ein vom gesamten Team unterzeichnetes Schäfer-Shop-Trikot an Andreas Dietz. (Foto: tt)

Betzdorf-Bruche. Amateure und Elite, Straßen- Mountainbike- und Crossrennen, aber auch Spezialisten für das Zeitfahren deckt das 2019er-Rennteam ab, das im Schäfer-Shop-Trikot startet und gebührend vorgestellt wurde. In den Räumen des Sponsors Schäfer-Shop in Bruche hatte sich das 20-köpfige Team am Freitag (15. Februar) eingefunden – darunter zwei Fahrerinnen: Francis Cerny (Essen), die Elite Frauen fährt, und Heike Matuschak (Koblenz), die bei Mountainbike/Cross Country Frauen startet. Auch ihr Ehemann Nico Matuschak (Masters 2 - Amateure) und ihr zwölfjähriger Sohn Louis Matuschak (Straße/MTB U15) gehören zum Team. Die Familie ist seit diesem Jahr neu im RSC.

Schäfer Shop unterstützt seit 20 Jahren - RSC 35 Jahre alt
Zur Teampräsentation begrüßte Andreas Dietz, stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens. Neben Bürgermeister Bernd Brato war unter anderem Johannes Kaspers (Sparkasse Westerwald-Sieg) erschienen. Als großem Arbeitgeber im Raum Betzdorf – 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – „ist uns sehr daran gelegen“, sagte Dietz, die Region über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Dies würden zum Beispiel die 30 Außendienstmitarbeiter und auch der eine oder andere gelbe Lastkraftwagen machen, sagte Dietz. Bedeutend sei es auch, Botschafter, „sowohl für unsere Firma als auch unsere Region“, hinaus zu schicken in die Welt: „Es ist toll, wie der RSC unseren Namen in die Welt hinaus trägt.“ Diese Kooperation hat eine Tradition. Seit 1999, also seit 20 Jahren, unterstützt Schäfer-Shop das Team des RSC. Dieser ist mit seinen 115 Mitgliedern, davon 20 Rennfahrerinnen und -fahrer sowie 20 ambitionierten Radfahrerinnen und -fahrer, nun 35 Jahre alt, erinnerte Dietz. Das sei auch ein Stück Geschichte.

Mehr als 60 Platzierungen bei mehr als 200 Starts
Der stellvertretende Geschäftsführer erinnerte weiter, dass der RSC zwei Jahre mit einem erfolgreichen Team Bundesliga gefahren und als eines der schlagkräftigsten Amateurrennteams auf den Rennstrecken gefürchtet gewesen sei. Dietz blickte auf die abgelaufene Saison zurück. Es wurden Titel bei Landesmeisterschaften eingefahren, und bei mehr als 200 Starts platzierten sich die RSCler mehr als 60 Mal. Höhepunkt: Das eigene Radrennen, die „Sparkassen City Night“, die ein erfolgreiches Jahr mit einem Heimsieg abrundete. Dietz freute sich, das 2019er-Schäfer-Shop-Team vorstellen zu können. Eine gute Mischung aus langjährigen und erfahrenen sowie jungen und neuen Radfahrerinnen beziehungsweise Radfahrern mache den Erfolg aus.

Rennsprecher Henning Tonn moderierte Teampräsentation
Mit neuem Mut, alten Hasen und neuen Leuten starte man in die Saison, sagte RSC-Vorsitzender Markus Grigat. Die Trikots sehe man überall, und die Erfolge würden für sich sprechen. An seiner Seite: Rennsprecher Henning Tonn (Detmold), der die „Sparkassen City Night“ moderierte. Er führte launige Interviews mit allen aus dem Team. Für Francis Cerny seien die vergangenen drei Jahre die besten gewesen, meinte Tonn mit Blick auf die Erfolge. Die Elite-Frauen-Fahrerin, die vorher international unterwegs war, ist seit 2016 im RSC aktiv. Im Vorjahr war sie bei den Landesmeisterschaften im Straßenrennen schwer gestürzt – und in der Pressemappe zur Vorstellung heißt es: „Großes Comeback nach langer Verletzungspause.“ Die zweite Fahrerin ist Heike Matuschak (Koblenz).

Jüngster im Radrennteam ist zwölf Jahre alt
Ihr zwölfjähriger Sohn Louis ist der Jüngste und fährt im ersten Jahr U15, Straße/MTB, und in der Bundesliga Mountainbike, „wahrscheinlich nicht ganz vorne“, antwortete er souverän auf Tonns Frage. Ein Ziel für 2019: Beim Cross-Deutschland-Cup in die Top Ten zu fahren. Die Speerspitze beim Straßenrennen des Teams bilden die Elite-Lizenz-Amateure Christian Noll (Wölferlingen) – Sieger bei der „Sparkassen City Night“ – Jeremias Schramm (Neunkirchen) und Julius Butenschön (Eitelborn). Butenschön ist neu dabei. Als Eliteamateur werde er mit „Fast-Profis zusammen fahren, sagte Tonn mit Blick auf den veränderten Amateurrennsport zu dem 20-Jährigen und zollte ihm Respekt, dass er demnächst auf Mallorca in zehn Tagen 38 Trainingsstunden absolvieren will: „Das werden über 1000 Kilometer“, meinte Tonn.

23.000 Kilometer in einem Jahr im Sattel
Schramm hatte zunächst acht Jahre bis 2016 in die Pedalen beim RSC getreten – und ist bei diesem 2019 Wiedereinsteiger. Im Vorjahr war er in die B-Klasse aufgestiegen – und war in der Gesamtwertung Bundesliga auf den 28. Platz. Im Jahr fährt er 23.000 Kilometer mit dem Rad. Teamkollege Noll war 2006 im Team des LV Rheinland-Pfalz Bundesliga gefahren. Auch für all seine sportlichen Platzierungen muss in der Pressemappe mehrmals umschlagen werden. Hierzu gehören der Turniersieg beim Rad-Klassiker „Rund um Köln“ (Amateure, 2017) – und nicht zuletzt der Heimsieg in Betzdorf 2018. Seit 2013 ist er im RSC aktiv.

„Offensiv mit offenem Visier“
Bei den Lizenz-Amateuren ist Marco Svenska (Betzdorf) dabei. Ab diesem Jahr fährt er Senioren, so Tonn: „Die wurden vor zehn Jahren belächelt, aber heute ist es das Hauptrennen.“ Die Teilnehmer würden eine Stunde Vollgas fahren, „offensiv mit offenem Visier“. Der Burbacher Jan-Peter Will ist seit 2018 beim RSC mit von der Partie. Er nahm unter anderem bei „Rund um Köln“ teil und kann gute Platzierungen bei Bergzeitfahren vorweisen. Christoph Ambroziak (Bad Marienberg) ist seit 1995 aktiv, und wechselte 2002 zum RSC. Er kann auf mehrere Siege und Rheinland-Pfalz-Meistertitel verweisen. 2013 nahm er am gesamten Cyclocross Worldcup teil, und war unter den Top Ten bei den deutschen Cross-Meisterschaften. „2014, Erkrankung mit anschließendem Sportverbot, acht Wochen vor der deutschen Meisterschaft“, heißt es in der Mappe Teampräsentations – und: Comeback 2018, mit dem Start „Rund um das Stadttheater Gießen“. 50 oder mehr Rennen möchte er nicht bestreiten, sagte Ambroziak, aber zehn peilt er an.

In den 1980er-Jahren Radamateur – 2019 „Masters 4- Amateure“
Lizenz-Amateur Till Neschen (Düsseldorf), seit 19 Jahren aktiv, fährt bereits im sechsten Jahr für den RSC. Seit 2014 im RSC, war Mario Scheel (Friedewald) in den 1990er-Jahren ein aktiver Mountainbiker. Bereits seit den 1980er-Jahren aktiv ist Michael Eckhard (Neunkirchen), damals als junger Radamateur. Er ist viele bundesoffene Rennen gefahren. Nun will der 59-Jährige (Master 4 – Amateure) wieder Rennluft schnuppern. In der Masters 2 – Amateure ist der RSC-Neuling Nico Matuschak am Start. 2016 und 2017 war er Deutscher Meister MTB-Marathon in der Branche „Versicherung und Finanzen“. Im Vorjahr sicherte er sich den ersten Platz AK beim Rheins Canyon MTB sowie Schinderhannes MTB – und bei der Cross-Saison 2019 verbuchte er bislang sechs Top-Ten-Platzierungen.

In 30 Jahren knapp 1.000 Rennen gefahren
Ohne Pause 30 Jahre aktiv und knapp 1.000 Rennen gefahren: Damit wartete Masters-2-Amateur Frank Stühn (Mommenheim) auf, der 1988 beim RSC begann und seit 2006 wieder für Betzdorf fährt. 2018 ist der 46-Jährige 12000 Kilometer und 45 Rennen gefahren. Das Zeitfahren ist etwas für Tüftler, hieß es bei dem Pressegespräch – und „unser Spezialist für den Kampf gegen die Uhr“ ist Michael Graben (Fluterschen). Auf Schnelligkeit fahren, aber nie am Limit, gab Graben (Masters 3 – Amateure) einen Einblick. Der mehrfache Rheinland-Pfalz-Meister im Einzelzeitfahren war 2017 Siebter beim Zeitfahren der Masters-Weltmeisterschaft der „World Masters Cycling Foundation“ in Österreich – und sein Ziel für 2019: „Gerne wieder Landesmeister werden.“

Teilnahme an „Hamburger Cyclassics“
Auch die Amateurfahrer standen im Mittelpunkt. Der 47-jährige Sascha Jarusaen (Betzdorf) war hobbymäßig unterwegs, bevor er 2017 beim RSC Betzdorf aktiv wurde. Im Vorjahr legte er eine erfolgreiche Teilnahme bei den „Hamburger Cyclassics“ hin. Mit 21000 Menschen Europas größtes Jedermann-Rennen, so Tonn. Mit über 30 Jahren kam Sven Brucherseifer (Kirchen) dazu, seit 2018 beim RSC: erfolgreiche Teilnahme am Ironman, 6. Platz im Mountainbike-Viererteam beim 24-Stunden-Stöffelpark-Rennen, Teilnahme am Grafschafter-Mountainbike-Marathon. Vor zehn Jahren startete Götz Schumacher (Fluterschen). Seit 2018 beim RSC, verbuchte er unter anderem eine erfolgreiche Teilnahme beim Zeitfahrcup Panzerstraße Köln – und ihm liegt schnelles Kurzstreckenfahren. Neu beim RSC ist Sascha Vergin (Essen). Tonn lenkte den Blick auf das Karitative von Vergin: 2016 Spendentour für herzkranke Kinder nach England und Wales, und 2018: Teilnahme am Bergzeitfahren in Homburg. Bei den Amateuren mischt im Team auch Markus Hoffmann (Gebhardshain) mit.

„Ein schlagkräftiges Team“
„Ein schlagkräftiges Team, das uns auf vielen Ebenen Spaß machen wird“, sagte Vorsitzender Markus Grigat, der an die vielen Facetten des Rennradsports erinnerte. Er freute sich, dass man nun die Top-Fahrer an den Start bringe und wünschte allen eine unfallfreie Fahrt. Man habe auch einen Top-Werbepartner an seiner Seite, unterstrich der RSC-Chef und überreichte Dietz ein Schäfer-Shop-Trikot – vom kompletten Team unterschrieben.

Im August Bergzeitfahren im Imhäusertälchen
Unter der Überschrift „...auf Abwegen“ ist Tobias Lautwein (Altenhofen bei Wenden) in der Teampräsentation im Schäfer-ShopTrikot zu finden. Der ehemalige Top-Fahrer, der seit 2003 aktiv ist und seinen sportlichen Werdegang im RSC meisterte, fuhr zwei Jahre Bundesliga – 2007 im U23-Bundesliga-Team „Schäfer-Shop-pack-zu“. Momentan liege sein Fokus Extremhindernisläufen. Er habe das Niveau nicht mehr halten können, erläuterte der Familienvater. Acht Jahre war er A-Fahrer. Er habe eine andere Herausforderung gesucht – und die fand er im Duathlon. Auf Anhieb holte er bei der Deutsche Meisterschaft 2017 (Amateure) den Titel – und: „Das Radfahren macht immer noch Spaß.“ Im Extremhindernislauf wurde er 2018 bei der Europameisterschaft 28., bei der Weltmeisterschaft 54.

Nach einer Pause von sechs Jahren wird der RSC 2019 wieder ein Bergzeitfahren veranstalten – am Samstag, 3. August, im Imhäusertälchen. (tt)


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