Werbung

Nachricht vom 13.02.2019    

Praxisdialog bei der IHK Koblenz: Digitale Trends in der Berufsausbildung

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt – und macht auch vor der dualen Berufsausbildung nicht Halt. Zum ersten Mal kamen Ausbildungsunternehmen, Schulen, Institutionen und Verwaltung aus der Region bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zusammen, um sich über die neuesten Trends, Erfahrungen und Visionen für die Zukunft der dualen Ausbildung auszutauschen. Neben den Ausbildungsunternehmen stellen sich auch die Berufsschulen der Umgebung auf neue Lernformate und Lehrinhalte ein. Freies WLAN, Projekte zum Thema Industrie 4.0, Förderung der Expertise der Lehrkräfte – vielfach bieten die Schulen bereits ein breites Portfolio.

Um digitale Trends in der Berufsausbildung ging es beim Praxisdialog bei der IHK Koblenz. (Foto: IHK Koblenz/Thomas Frey)

Koblenz/Region. Maschinenwartung per VR-Brille, gefühlsechte Schweißsimulatoren, onlinebasierte Projektplanung: Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt – und macht auch vor der dualen Berufsausbildung nicht Halt. Zum ersten Mal kamen Ausbildungsunternehmen, Schulen, Institutionen und Verwaltung aus der Region in den Räumen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zusammen, um sich über die neuesten Trends, Erfahrungen und Visionen für die Zukunft der dualen Ausbildung auszutauschen. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) markiert den Auftakt einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe, welche die Potenziale der Digitalisierung für die Berufsausbildung in den Regionen beleuchtet.

Duale Ausbildung sichert Fachkräftenachwuchs
„Die duale Ausbildung ist unersetzlich für unsere Wirtschaft, denn sie sichert unseren Fachkräftenachwuchs und das Know-how, das wir brauchen. Wir Unternehmen sind gefordert, die Berufsausbildung zukunftsweisend aufzustellen und den Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung entstehen, Rechnung zu tragen“, betonte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz. Sabine Hepperle, Abteilungsleiterin Mittelstandspolitik im BMWi, ergänzte: „Die digitale Transformation und Veränderungen der Arbeitswelt gehen Hand in Hand. Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den Einsatz digitaler Technologien zu qualifizieren. Wir unterstützen die Unternehmen dabei mit zahlreichen Informations- und Beratungsangeboten. Außerdem modernisieren wir gemeinsam mit der Praxis bestehende Ausbildungsordnungen und entwickeln bei Bedarf neue Berufe.“

Digitale Lernformen im Alltag
Welche Potenziale bieten digitale Lehr- und Lernformate für die duale Ausbildung? Welche Technologien können Lernen tatsächlich wirksam unterstützen? Welche Innovationen der digitalen Bildung gibt es schon in der Praxis? Wie kann die Rolle von Ausbildern in der digitalen Berufsausbildung gestaltet werden? Mit diesen Fragen setzten sich die über 100 Teilnehmer intensiv auseinander. Dass digitale Lernformen bereits vielfach ihren Weg in den Ausbildungsalltag gefunden haben, machten fünf Unternehmensbeispiele deutlich. „Digitale Technologien sind längst in unserer Ausbildung angekommen“, so Dietmar Held, Ausbildungsleiter bei der Tubetec GmbH in Nistertal. „Mit unserem Schweißsimulator haben wir beispielsweise für unsere Nachwuchsfachkräfte intensive Trainingsmöglichkeiten geschaffen, mit denen wir sowohl die Praxis als auch theoretische Inhalte sehr gut miteinander verknüpfen können.“



Wichtig: Digitale Infrastruktur
Neben den Ausbildungsunternehmen stellen sich auch die Berufsschulen der Umgebung auf neue Lernformate und Lehrinhalte ein. Freies WLAN, Projekte zum Thema Industrie 4.0, Förderung der Expertise der Lehrkräfte – vielfach bieten die Schulen bereits ein breites Portfolio. „Das nahtlose Zusammenspiel von Berufsschulen und Ausbildungsunternehmen ist entscheidend für den langfristigen Erfolg unseres Ausbildungssystems“, so Susanne Szczesny-Oßing. „Dafür muss jedoch dringend in die Lehrerausbildung investiert werden, denn die Berufsschullehrer sind Schlüsselfiguren in der Vermittlung aktueller Berufsbilder. Zugleich benötigen wir eine deutlich bessere und flächendeckendere digitale Infrastruktur an den Schulen.“ Das bestätigt auch Dirk Oswald, Schulleiter der David-Roentgen-Schule in Neuwied: „An Ideen mangelt es uns nicht, allein die technische Ausstattung stellt uns an einigen Stellen noch vor Herausforderungen.“ (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Gewerkschaften in Koblenz: Widerstand gegen Sozialabbau

In Koblenz versammelten sich über 100 Gewerkschaftsmitglieder, um gegen die geplanten Reformen der Bundesregierung ...

Wirtschaft und Politik im Dialog: IHK-Sommerabend in Koblenz

Am 27. August 2026 versammelten sich rund 700 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum ...

Azubimesse in Bendorf: Chancen für die berufliche Zukunft

Am 3. September 2026 haben junge Menschen in Bendorf die Möglichkeit, sich über Ausbildungsplätze in ...

2. Nacht der Technik: TraForce öffnet Standort in Wissen für Technikfans

ANZEIGE | Am Freitag, 18. September 2026, von 18 bis 24 Uhr verwandelt sich das ehemalige DALEX-Gelände ...

Westerwald Bank informiert beim KapitalmarktFORUM über Vermögenssicherung

Beim KapitalmarktFORUM 2026 der Westerwald Bank in Höhr-Grenzhausen diskutierten Finanzexperten über ...

ISB unterstützt Wohnraum und Wirtschaft im Westerwald mit Millionenförderung

Im Jahr 2025 hat die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) erhebliche finanzielle Mittel ...

Weitere Artikel


Rollstuhlfahrer in letzter Sekunde aus brennendem PKW gerettet

Die zufällig verbeikommende Besatzung eines Rettungswagens, die einen Patienten an Bord hatte, und ein ...

Konjunktur: Stimmungsbild für Westerwaldkreis hellt auf

Hatte sich die konjunkturelle Dynamik im Westerwaldkreis zum Herbst 2018 noch eingetrübt, hellt sich ...

Waldbegehung im Gemeindewald Caan

Am 9. Februar wurde die Wald- und Revierbegehung 2019 in der Gemarkung Caan durchgeführt. Ortsbürgermeister ...

Westerwald-Brauerei: Zwischen Heimat, Tradition und Innovation

Zur Fortsetzung seiner Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ („HudL“) lädt der örtliche Kultur- und Verkehrsverein ...

Ralf Tries zum Direktor des Amtsgerichts Montabaur ernannt

Auf Vorschlag des Ministers der Justiz Herbert Mertin ist Ralf Tries zum Direktor des Amtsgerichts Montabaur ...

Schwerer LKW-Auffahrunfall auf Rastanlage Heiligenroth

AKTUALISIERT. Am Dienstagmittag, den 12. Februar kam es auf der Tank- und Rastanlage Heiligenroth an ...

Werbung