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Nachricht vom 08.02.2019 - 18:09 Uhr    

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler sprach mit Via-Salus-Mitarbeitern

Wir berichteten von der Krisensitzung in großer Runde nach der Bekanntgabe des Insolvenzantrages und der Zustimmung des Amtsgerichts Montabaur, dieses zunächst in Eigenverantwortung durchzuführen. Es geht um rund 3.200 Arbeitsplätze insgesamt, 615 Arbeitsplätze davon sind alleine im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach betroffen.

Dernbach. Nach der ausführlichen Pressekonferenz in Koblenz, gab es heute Gespräche der Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit dem Vorsitzenden der Gesamtmitarbeitervertretung der Katharina Kasper Via-Salus GmbH, Markus Lütz, sowie Mitgliedern der Mitarbeitervertretungen liegt dem Kurier das folgende Statement von Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vor:

„Ich habe heute die Mitarbeitervertretungen aller Standorte der Katharina Kasper Via-Salus GmbH zu einem Gespräch eingeladen und mich darüber informieren lassen, wie die Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten aussieht. In dem Gespräch wurden die Sorgen und Ängste der Beschäftigten deutlich, aber auch die große Motivation und Identifikation mit den Einrichtungen und Standorten.

Ich nehme die Anliegen der Beschäftigten sehr ernst. Ich erwarte von der Unternehmensleitung schnelle und klare Aussagen zu den Perspektiven der Einrichtungen. Zudem ist eine direkte und ständige Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unerlässlich! Wichtig ist es jetzt möglichst Ruhe zu bewahren und mit Transparenz an den Prozess heranzugehen. Ich weiß, dass das schwer ist. Die Landesregierung wird alles ihr Mögliche dazu beitragen, dass schnellstens Klarheit darüber besteht, wie es mit den Standorten und den Arbeitsplätzen weitergeht. Wir setzen uns für ein zügiges Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung ein.

Meine obersten Prämissen sind: Standortsicherung, Versorgungssicherheit und Arbeitsplatzerhalt. Ich will, dass das Unternehmen wieder wirtschaftlich fit gemacht wird und die gute Arbeit der Fachkräfte in den Einrichtungen fortgeführt werden kann.

Die Landesregierung steht an der Seite der Beschäftigten. Wir wollen helfen, wo wir können. Ich werde daher bald die Krankenhäuser in Zell und Dernbach besuchen und das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortführen.“

Erklärung der Geschäftsführung der Katharina Kasper Via-Salus GmbH zum heutigen Treffen der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit Mitarbeitervertretern der Via-Salus-Einrichtungen:
„Wir begrüßen ausdrücklich die Unterstützung der Ministerin für die Neuaufstellung der Katharina Kasper Via-Salus GmbH. Wie wir bereits betont haben, sind Standorterhalt und Arbeitsplatzsicherung auch für die Eigenverwaltung wesentliche Ziele des laufenden Sanierungsprozesses. Ebenso selbstverständlich ist die Fortsetzung des Dialogs mit Belegschaft und Mitarbeitervertretungen. Die Erarbeitung des Sanierungskonzeptes ist bereits in vollem Gange. Bei der Ausgestaltung der Maßnahmen spielt die Unterstützung durch die Politik eine wesentliche Rolle.“



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