Werbung

Nachricht vom 26.01.2019    

Wenn der Kinderwunsch versagt bleibt

Viele Paare versuchen jahrelang vergeblich, ein Baby zu bekommen. Ursachen, warum der Kinderwunsch versagt bleibt, gibt es viele: Fünf bis acht Prozent aller europäischen Frauen sind vom polyzystischen Ovarial- oder Ovarsyndrom – kurz PCO Syndrom - betroffen. Dabei kommt es zu einer Eierstockvergrößerung aufgrund von Zystenbildung. Darum ging es in der Fortbildungsreihe „Gyn aktuell“ im Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen.

In der Reihe „Gyn aktuell“ begrüßten Dr. Osama Shamia (rechts), Dr. Dieter Hofmann (2. von rechts), Dr. Volker Müller (links), und Dr. Volker Jung (2. von links) den Referenten Professor Dr. Christoph Keck (Mitte) vom Kinderwunschzentrum Hamburg. (Foto: Diakonie in Südwestfalen gGmbH)

Siegen. Viele Paare versuchen jahrelang vergeblich, ein Baby zu bekommen. Ursachen, warum der Kinderwunsch versagt bleibt, gibt es viele. Ein Auslöser ist das so genannte PCO-Syndrom. Dieses fokussierte Professor Dr. Christoph Keck, ärztlicher Leiter des Endokrinologikums (Kinderwunschzentrum Hamburg), in der Fortbildungsreihe „Gyn aktuell“ im Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Desweiteren stellte Dr. Jörg Sauer, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am Klinikum Hochsauerland Arnsberg, moderne Therapiemethoden für Patienten vor, bei denen Metastasen am Bauchfell, wie etwa an Blase, Eierstock oder im Darm, diagnostiziert wurden. Rund 30 Klinik- und Praxisärzte besuchten die Veranstaltung, die von den Gynäkologen und Initiatoren Dr. Volker Jung und Dr. Osama Shamia geleitet wurde.

Fünf bis acht Prozent aller europäischen Frauen sind laut Professor Keck vom polyzystischen Ovarial- oder Ovarsyndrom – kurz PCO Syndrom - betroffen. Dabei kommt es zu einer Eierstockvergrößerung aufgrund von Zystenbildung. Die Folge ist unter anderem ein Überschuss des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Wird zu viel davon im Körper produziert, erkranken die Frauen außerdem häufig an Akne oder leiden unter dem Wuchs eines Damenbartes. Zudem beeinträchtigt die Stoffwechselstörung die Fruchtbarkeit, da die Menstruation nur unregelmäßig oder auch gar nicht einsetzt. Das PCO-Syndrom wird häufig auch im Zusammenhang mit Adipositas diagnostiziert. In der Praxis rät Keck dann zu einer moderaten Gewichtsabnahme, denn: „Schon fünf Prozent Reduktion zum Ausgangsgewicht beeinträchtigen die Fruchtbarkeit positiv“, so der Reproduktionsmediziner. Er halte nichts von zu strengen Diätplänen: „Jede Patientin muss selbst wissen, wie sie andere Essensgewohnheiten in ihren Alltag integrieren kann. Am Ende geht es einfach nur darum, mehr Energie zu verbrennen, als aufzunehmen.“ Schlussendlich lasse sich das PCO-Syndrom gut medikamentös behandeln: „Wichtig ist, im Vorfeld abzuklären, ob die Nebenniere normal arbeitet“, so Keck. Denn dort wird das Hormon Testosteron gebildet. Besteht eine Fehlfunktion des Organs, muss eine andere Therapie greifen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Aushilfe im Gruppendienst auf geringfügiger Basis (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mitarbeiter/-in (m/w/d) für die Essensausgabe an Außenstellen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

pädagogische Fachkraft (m/w/d) in Vollzeit

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57518 Alsdorf

Arbeitstrainer/-in (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Ein ganz anderes Fachgebiet beleuchtete Dr. Jörg Sauer aus Arnsberg. Ausführlich ging er auf „Radikale und palliative chirurgische Therapie bei Peritonealkarzinose“, also bei Bauchfelltumoren, ein. Mit der hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie, dem „HIPEC-Prinzip“, ist es ihm zufolge heutzutage möglich, Patienten zu helfen, deren Krebserkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wurde. „Dabei werden alle sichtbaren Tumore im Bauchraum entfernt. Im Anschluss folgt eine Spülung mittels Chemotherapeutika. Diese werden vorab auf 41 Grad erwärmt“, so der Experte. Die Methode ist aufwändig, nicht selten stehen er und sein Team über acht Stunden im OP. Dass sich der Einsatz lohnt, zeigten erste Studien: „Die Überlebenschance nach Behandlung mit ‚HIPAC‘ ist, unter anderem bei Eierstockkrebs, deutlich besser als allein beim Einsatz von klassischer Chemotherapie“, informierte Sauer. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Musikvereine in Rheinland-Pfalz setzen Zeichen für Demokratie

Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz unterstützt die Initiative "Demokratie sowieso!" des Deutschen ...

Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz begrüßt neue Schüler

Am 11. August starteten 58 neue Fünftklässler ihre Schullaufbahn am Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz. ...

Brotdosen: So bleiben Lebensmittel im Schulalltag frisch und beliebt

Viele Eltern kennen das Problem: Die Brotdose kommt oft unberührt aus der Schule zurück, und wertvolle ...

Queer-Jugendtreff in Montabaur: Ein sicherer Ort für Austausch und Freizeit

Im Haus der Jugend in Montabaur hat sich ein neuer Treffpunkt für Jugendliche der LGBTQIA+-Community ...

25 Jahre Engagement für die Verbandsgemeinde Hachenburg

Julia Schäfer feiert ein besonderes Jubiläum: Seit 25 Jahren ist sie eine feste Größe in der Verwaltung ...

Straßensanierung in Nistertal: Vollsperrung der K 61 geplant

Der Landesbetrieb Mobilität Diez plant eine umfassende Sanierung der Kreisstraße K 61 in Nistertal. Die ...

Weitere Artikel


Rockets verlieren in Herford

Auch im vierten Vergleich gab es für die EG Diez-Limburg gegen den amtierenden Meister nichts zu holen: ...

Mit dem Fahrrad zur Arbeit und zum Einkaufen

„Radverkehrskonzept als Chance für eine bessere Mobilität im Westerwald“ ist das Thema einer Veranstaltung ...

Westerwald-Verein Buchfinkenland trifft sich

Heimatpflege, Wandern, Kultur und Naturschutz! Das werden auch künftig die Schwerpunkte im Zweigverein ...

Handball-Landesliga: SSV95 Wissen startet mit Heimsieg ins Jahr

Mit einem 33:29-Sieg meldeten sich die Handball-Herren des SSV95 Wissen aus der Winterpause zurück. Gegen ...

Wegepaten für den Westerwald-Steig gesucht

Wandern Sie gerne und haben Lust, ehrenamtlich die Pflege des Westerwald-Steigs zu unterstützen? Dann ...

Wegpaten der WTS motivieren zum Westerwald-Steig-Wandern

235 Kilometer schön ist der Westerwald-Steig, der von Herborn (an der Dill) bis Bad Hönningen (am Rhein) ...

Werbung