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Nachricht vom 11.01.2019 - 07:21 Uhr    

2018: Ein Jahr der Besucher-Rekorde für die Hachenburger Kulturzeit

Hochwertig, horizonterweiternd und außergewöhnlich gut besucht – wieder kann die Hachenburger Kulturzeit stolz auf das zurückliegende Veranstaltungsjahr zurückblicken. Über 65 Veranstaltungen hat das Team um Kulturreferentin Beate Macht organisiert, darunter Kleinkunst-Darbietungen, Figurentheater, Konzerte und mehr. Dabei hob das Kulturreferat der Stadt und Verbandsgemeinde Bewährtes auf neue Ebenen und schritt mit Neuerungen mutig voran.

Das Team der Hachenburger Kulturzeit mit Tino Bomelino, einem der kreativsten Künstler der deutschen Kleinkunstbühnen, der momentan auch Erfolge als Schauspieler feiert in der Serie „Macht er eh nicht! - Die Leiden des jungen Zymny“. Fotos: Matthias Ketz

Hachenburg. „Mir ist wichtig, dass unsere Veranstaltungen nicht nur unterhalten, sondern auch zu innerem Wachstum anregen“, bringt die Kulturreferentin ihr Motto auf den Punkt, das sich auch 2018 wieder wie ein roter Faden durch das Hachenburger Kulturangebot zieht, so auch durch das Kleinkunstprogramm. Der prämierte Wissenschaftskabarettist Vince Ebert gewährte einen scharfsinnigen wie humorvollen Blick auf Zukunftsprognosen in der ausverkauften Stadthalle. Einen Abend mit Langzeitwirkung schenkte die Trägerin des Deutschen Kabarettpreises, Sarah Hakenberg, den Besuchern – nachdenklich wie fröhlich-charmant, getränkt in schwarzem Humor.

Mit einem Konzertereignis der besonderen Art eröffneten die Gewinner des Hachenburger Publikumspreises „Sonnenkönig“, „die feisten“, neue Blickwinkel auf die Welt und das Leben an sich, Lachgarantie inklusive. Tina Teubner begeisterte das Publikum mit rasiermesserscharfer Intelligenz, unwiderstehlichem Humor und weltumfassender Herzenswärme.

Insbesondere die Ansprache junger Menschen fand einen neuen Höhepunkt: Mit „Federspiel“ genossen die Besucher ein preisgekröntes Ensemble, das Blasmusik neu definiert. Schier unheimliches Können traf auf jugendliche, charmante Frechheit in Spiel, Arrangements und im Auftreten. Philipp Scharrenberg bewies mit Verstand und respektlosem Spott, wieso er nicht nur den Titel „Poetry Slam Champion“ trägt, sondern auch mehrfach als „Deutscher Kabarettmeister“ ausgezeichnet wurde. Mit Tino Bomelino konnte die Kulturzeit einen der kreativsten Künstler der deutschen Kleinkunstbühnen begrüßen, der momentan auch Erfolge als Schauspieler feiert in der Serie „Macht er eh nicht! - Die Leiden des jungen Zymny“.

Und die dritte Auflage des „Poetry Slams“ sorgte erneut für ein unvergessliches Literaturerlebnis in dem besonderen Ambiente des Lesegartens – unterhaltsam, nachdenklich, überraschend.

Nach dem Erfolg 2016 trug das Spirituelle Festival „Frühlingserwachen“ wieder dem immer größer werdenden Stellenwert Rechnung, den die Spiritualität in unserer Gesellschaft einnimmt. Die Besucher konnten mit allen Sinnen eintauchen in den über Jahrhunderte gewachsenen Alltag des Klosters Marienstatt. Ein weiteres Highlight von vielen: christliche, islamische und jüdische Musik, die eindrucksvoll demonstrierte, wie nah sich die musikalischen Richtungen stünden.

Im Herbst konnte Hachenburg schließlich wieder die besten Puppenspieler Deutschlands begrüßen. In den Stücken des 16. Figurentheater-Festivals war für Groß und Klein alles dabei.

Im Sommer strömten so viele Besucher wie noch in nie in das Herz der Löwenstadt, um herausragende Musik auf dem Alten Markt zu genießen. Unter dem neuen Motto „Feier den Markt“ lockte der Nachwuchsstar „GReeeN“ rund 3000, meist junge, Besucher auf den Alten Markt. Damit konnte die Kulturzeit einen Publikumsrekord innerhalb der Konzertreihe „Treffpunkt Alter Markt“ verzeichnen – der Höhepunkt einer an besonderen Musik-Erlebnissen reichen Open-Air-Saison. Die Rhythmen der Ska-Legende Mark Foggo verströmte pure Lebensfreude; der Folk-Rock von der Gruppe Hanne Kah ging direkt ins Herz; Jona Bird sorgten für den perfekten Sommer-Abend mit ihrem Folk-Pop und Wendja begeisterte mit Rap und Pop.

Und zum dritten Mal setzte der „Treffpunkt der Kulturen“ ein musikalisches Ausrufezeichen für Toleranz und Frieden – dieses Mal mit Adama Dicko und Mama Afrika. Besonders in diesen Zeiten, sei es leider umso wichtiger, sich auf allen Ebenen für Vielfalt einzusetzen und ein klares Signal des Willkommens auszusenden, so Bürgermeister Peter Klöckner.

Zusammen mit Stadtbürgermeister Stefan Leukel spricht er der Kulturzeit großen Dank aus für die stets qualitativ hochwertigen Veranstaltungen, die mit viel Herzblut des Teams realisiert würden. „Hachenburg kann stolz sein auf das Team um Beate Macht. Unsere Kultur-Arbeit strahlt weit über Ortsgrenzen hinaus“, betont Leukel.

Damit auch 2019 wieder ein unvergessliches Kulturjahr für die Löwenstadt werde, arbeite ihr Referat schon auf Hochtouren, sagt Macht. Mehr verrate ab Ende Februar der beliebte Veranstaltungskalender für das erste Halbjahr. Ein Qualitäts-Programm solcher Bandbreite sei nur möglich dank der Unterstützung der Stadt und Verbandsgemeinde, einem engagiertem Team, fleißiger Bauhof-Mitarbeiter und aufgeschlossener Sponsoren. (PM)

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