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Nachricht vom 01.01.2019    

Winterwanderung des NABU Hundsangen durch den Wildpark Weilburg

Mit den Wildpferden, Wisenten, Elchen, Bären, den Wildkatzen, Wölfen und Luchsen sowie den naturnahen alten Buchenmischwäldern und Gewässern gehört der Tierpark Weilburg zu den besonderen Naturerlebnisgebieten unserer Heimat. Grund genug für den NABU Hundsangen zum Jahresende wieder mal den alten Wald und den Tierpark aufzusuchen. Am Bärenbrunnen in Hundsangen starteten die 26 Teilnehmer. Im Verlauf der Rundwanderung konnten bis auf die scheue Wildkatze alle Arten des Wildparks beobachtet oder fotografiert werden. Der gemeinsame Abschluss in der Gaststätte am Park gab Gelegenheit die Beobachtungen zu besprechen.

Impressionen aus dem Wildpark Weilburg von Marcel Weidenfeller

Hundsangen. Der Wildpark in Weilburg, heute Teil des Hessischen Staatswaldes, hat eine lange Geschichte. Über mindestens 500 Jahre wird eine Wildparknutzung durch die Fürsten von Nassau-Weilburg beziehungsweise anschließend durch den Hessischen Staatswald genannt. Aus alter Zeit stammen die vielen solitär wachsenden Hute- oder Alteichen und Altbuchen mit einem Alter von über 300 Jahren und einem Umfang von über 5 Metern. Mosaikartig lückige und angrenzend dichte Bestände sowie viel Naturverjüngung lässt den etwa einen Quadratkilometer großen Wald stellenweise aussehen wie ein Urwald.

Erste Station waren die Wildpferde oder Przewalski-Pferde mit einem dunklen Aalstrich über den Rücken und dichterem und längerem Winterfell. Anschließend ging es zu den posierlichen Fischottern, deren Bestände vor allem in Norddeutschland und auch dank Naturschutzprojekten des NABU gefördert wurden. Vor allem aber waren es die Kläranlagen und geregelten Kontrollen, die zu sauberen Fließgewässern geführt haben.

Den Braunbären im Gehege, die meist Winterschläfer sind, war es offensichtlich doch noch zu warm. Der Weg führte dann zu den Wölfen. Da auch wieder Wölfe als Einzeltiere im Westerwald festgestellt worden sind, eignet sich dieser Park hervorragend, um Wölfe näher kennen zu lernen.

Sika- und Damwild, außerordentlich zutraulich im Park, sind regional jagdbare Arten, wobei das Damwild lokal auch im Westerwald anzutreffen ist. Mittlerweile ist auch die Wildkatze in der Verbandsgemeinde Wallmerod vielerorts wieder zuhause, sie blieb aber diesmal im Park versteckt. Auch den in Siegen-Wittgenstein wieder eingebürgerten Wisent gab es zu sehen, den der NABU bereits auf einer Busfahrt vorgestellt hatte.

Höhepunkt der Wanderung dürfte diesmal eine gerade erst stattgefundene Geburt einer kleinen Zwergziege gewesen sein, die noch unsicher und ängstlich die Zitzen ihrer Mutter suchte. Genauso überrascht wurden die Teilnehmer als sich Wildschweine am Gehegezaun ganz zutraulich niederlegten, um gestreichelt zu werden.

Nach dem leckeren Mittagessen und Austausch der Beobachtungen ging es wieder zurück, jedoch bereichert durch viele neue Beobachtungen und Erlebnisse in der Natur. (PM)


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