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Nachricht vom 14.12.2018    

Innovationspreis 2018 geht an die VG Höhr-Grenzhausen

Schöne Anerkennung der Verbandsgemeinde-Verwaltung Höhr-Grenzhausen: Im Rahmen eines bundesweit durchgeführten Innovationswettbewerbes der Firma Axians Infoma wurden von einer externen, unabhängigen Jury drei Finalisten ermittelt, zu denen auch die VG Höhr-Grenzhausen zählte. Worum ging es in diesem Contest? Durch die EU-Richtlinie 2014/55EU werden die Behörden verpflichtet, bis spätestens November 2020 die elektronische Rechnungslegung, inklusive einer elektronischen Rechnungsworkflow, einzuführen. Im Klartext heißt das, die bis dahin praktizierte Abwicklung von Rechnungen in Papierform, soll vollständig entfallen.

Bürgermeister Thilo Becker erläutert den Weg zum Innovationspreis. Fotos: wear

Höhr-Grenzhausen. Vor der Entgegennahme des Preises begrüßte Verbandsbürgermeister Thilo Becker die Gäste, die Vertreter der Firma Axians Infoma, Martina Saal von der Diakonie des Westerwaldkreises und Mitarbeiter der VG Höhr-Grenzhausen und die Medienvertreter.

Thilo Becker zeigte sich sehr erfreut, dass das Engagement der VG Höhr-Grenzhausen mit der Verleihung des Preises gewürdigt wurde. Schließlich sei Höhr-Grenzhausen die kleinste Verbandsgemeinde im Westerwald mit 13.700 Bewohnern, jedoch die zweitgrößte Stadt im Westerwald mit circa 9.500 Einwohnern. Wahrscheinlich dürfte Höhr-Grenzhausen eine der ersten Gemeinden in ganz Rheinland-Pfalz, und ganz sicher im Westerwald sein, in der seit Anfang November 2018 der Rechnungsworkflow in Echtzeit in Betrieb ist. Das heißt, dass jeder Mitarbeiter in der VG-Verwaltung sowie die Mitarbeiter in den Außenstellen und die ehrenamtlichen Ortsbürgermeister mit dem Rechnungsworkflow in Verbindung stehen.

Thilo Becker, der übrigens von Beginn an das Projekt unterstützt hatte, zeigte sich sehr zufrieden mit der Einführung des Rechnungsworkflows. Dieses System habe zu einer Verschlankung der Abläufe in der VG geführt, einhergehend mit einer effizienten Zeitersparnis. Die Kunden würden schneller bedient, da keine Rechnung irgendwo „verschüttet“ werden kann. Ist sie einmal erfasst, dann muss sie bearbeitet werden. Sollte zum Beispiel ein Sachbearbeiter erkrankt sein, dann bleibt die Rechnung nicht bis zu dessen Rückkehr irgendwo im Postfach liegen, sie wird dann automatisch zum Vertreter weitergeleitet. In Papierform eingereichte Rechnungen werden sofort digitalisiert und in das neue System eingespeist.

Natürlich seien im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Rechnungssystems auch Probleme aufgetreten, dass sei bei einem Lernprozess aber zu erwarten. Die Mitarbeiter der VG seien jedoch sehr motiviert und engagiert gewesen, die gesteckten Ziele zu erreichen. Insbesondere lobte und erwähnte Thilo Becker hier die Herren Philipp Menges und Klaus Specht als IT-Administratoren sowie Joachim Breiden und Sebastian Kilb, Fachbereichsleiter und dessen Stellvertreter im Fachbereich Finanzen der VG. Thilo Becker zeigte sich auch sehr erfreut darüber, dass die Einführung des Rechnungsworkflows innerhalb eines knappen halben Jahres bewerkstelligt werden konnte.

Der Preis der Firma Axians Infoma, der mit einer Geldspende von 2.500 Euro dotiert ist, wird an die Tafel der Stadt Höhr-Grenzhausen weitergeleitet, die aus verschiedenen Gründen dringend auf jede Zuwendung angewiesen ist. Bedingung der Firma Axians Infoma ist die Weitergabe der Preisgelder an soziale Einrichtungen.

Weitere Digitalisierungsprojekte stehen noch an, etwa das Managementsystem von Dokumenten, die elektronische Akte und die elektronische Kommunikation mit den Gerichten.

Im weiteren Verlauf der Preisverleihung kamen auch noch Vertreter von Axians Infoma und dem Fachbereich Finanzen bei der VG Höhr-Grenzhausen zu Wort. Sebastian Kilb, der stellvertretende Fachbereichsleiter Finanzen erläuterte, dass durch die Digitalisierung zu Beginn des Workflows für jeden zuständigen Mitarbeiter jederzeit ersichtlich ist, wo sich die Rechnung befindet und welchen Verfahrensschritt sie gerade durchläuft.

Martina Saal von der Diakonie des Westerwaldkreises bedankte sich vor der Preisübergabe für die Zuwendung über 2.500 Euro, die komplett der Tafel in Höhr-Grenzhausen zur Verfügung gestellt werden. Die Tafel versorgt zurzeit 70 Haushalte, davon viele mit Migrationshintergrund.

Erwähnt werden müssen die anderen Preisträger, es sind dieses als Gewinner die Stadt Wolfenbüttel mit 65.000 Einwohnern, die 5.000 Euro erhält und der Kreis Recklinghausen mit immerhin rund 700.000 Einwohnern. Umso mehr ist das Engagement der VG Höhr-Grenzhausen zu würdigen, die in der Relation mit ihren rund 13.700 Einwohnern eine enorme Leistung vollbracht hat. (wear)


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