Werbung

Nachricht vom 19.11.2018    

Kunstwerk an der Stadtmauer eingeweiht

Seit September schmückt das neue Kunstwerk von Klaus Winter „Griff über die Grenzen“ den Turm der Montabaurer Stadtmauer „Am Walpadayn“ links vom Eingang des Historica-Gewölbes in der Hospitalstraße. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht. Das Objekt wurde der Stadt vom Künstler gestiftet.

Bei der Einweihung dabei waren v.l.n.r.: Josef Schüller (City-Manager), Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, Jörg Klinger (Bauhof), Werner Pehl (Bauhof), Klaus Winter (Künstler), Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier, Markus Kuch (Bauhof) und Monika Decker (Stadtmarketing). Foto: Stadt Montabaur

Montabaur. Das Kunstwerk „Griff über die Grenzen“, gestiftet von Klaus Winter, hat seinen Platz am Turm der Stadtmauer „Am Walpadayn“ gefunden. Die Eisenkonstruktion wurde von Jörg Klinger und Werner Pehl vom städtischen Bauhof aufgehängt. Mit viel Muskelkraft wurde das über 120 Kilogramm schwere Objekt aus Eisen und Edelstahl nach oben gezogen. Zuvor wurden verschiedene Standorte geprüft. Der jetzige Standort erwies sich wegen der Höhe als ideal, weil das Kunstwerk mit genügend Freiraum nach oben am besten wirkt. Es war ein Gemeinschaftsprojekt von der Stadt Montabaur und der katholischen Kirchengemeinde St. Peter in Ketten, da die Kirchengemeinde Eigentümerin des Pfarrgartens ist, an dessen Mauer das Kunstwerk nun befestigt wurde. Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier stimmte der Anbringung des Kunstwerkes zu. Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland bedankte sich ganz herzlich bei Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier und bei Künstler Klaus Winter.

Der Künstler Klaus Winter sagte zu seiner Arbeit: „Das Hängeobjekt schlägt nicht nur durch sein äußeres Erscheinungsbild einen Bogen zum Menschen im Mittelpunkt, es führt uns gleichzeitig bildhaft Grenzen vor Augen. Der Mensch, durch Grenzen gefangen, greift über das Segment hinaus und wird sich gleichzeitig seiner Begrenztheit bewusst. Dem Zentrum entfliehend, riskiert er zugleich durch selbst erwählte Freiheiten die Grenzen zu überschreiten.“

Klaus Winter schenkte das Objekt „Griff über die Grenzen“ der Stadt Montabaur. Der gebürtige Westerwälder drückt damit seine Verbundenheit zu seiner Heimatregion aus. Er lebte von 1943 bis 1964 in Montabaur und ist vor kurzem in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Klaus Winter hat bereits 2016 der Stadt Montabaur eine Stele am Wolfsturm gestiftet. (PM)



Der Turm am „Walpadayn“
Der zur ehemaligen Befestigung im Verlaufe der Stadtmauer an der Kolpingstraße, am Eingang zum Historica-Gewölbe stehende Turmrest wird als „Turm am Walpadayn“ bezeichnet. Woher leitet sich diese doch etwas ungewöhnliche Bezeichnung ab?
Oberhalb des Turms hinter der Stadtmauer, im heute sogenannten Pfarrgarten, hatten die Walpoden von Kobern im Mittelalter einen Hof liegen. Walpode war im Mittelalter ein Amtstitel, der im Laufe der Zeit in den Familiennamen adeliger Familien Eingang gefunden hat. Die adelige Familie der Walpoden findet sich hauptsächlich im Bereich des Mittelrheins/Mosel. Diese Liegenschaft begegnet bereits um 1587 als „Uff der Waltpotteyen“. Der Hof bestand aus Haus, Scheune und Garten. 1423 verkaufen die Walpoden den Hof an den Montabaurer Bürger Paulus Muder. Wenn uns auch die Walpoden seit dieser Zeit nicht mehr in Montabaur begegnen, hat sich im Volksmund diese Bezeichnung bis heute erhalten. (Quelle: Ursula Wittig, „Montabaur: Auf der Walpadyn“, Beitrag im Jahrbuch „Wäller Heimat“ Jg. 1991, S. 81 f.)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Erfolgreiches Debüt des "Bunt & Laut"-Festivals in Höhn

Am 19. September feierte das "Bunt & Laut"-Festival der Initiative M.U.T. für Höhn seine Premiere in ...

Jugendliche auf Kirmes in Heistenbach belästigt: Zeugen gesucht

In Heistenbach kam es am Freitag, den 25. September, zu einem Vorfall auf der Kirmes. Eine 17-jährige ...

Das Wäller Soloquintett "Frechblech" erfreute zahlreiche Besucher

Fröhliche Gäste und spätsommerlich-herbstliche Musik zum fünfjährigen Jubiläum der Musikkirche: Wieder ...

Telefonbetrüger geben sich als Polizisten aus: SWR widmet sich dem Thema

Telefonbetrüger, die sich als Polizeibeamte ausgeben, sind nach wie vor in ganz Deutschland aktiv. Mit ...

Beste Bedingungen für den Nachwuchs: Oberelbert feiert seine neue Kita Zauberwald

Bei strahlendem Sonnenschein und regem Publikumsverkehr hat die Ortsgemeinde Oberelbert die offizielle ...

Bahn-Haltepunkt Hattert: Bahn will Schäden bis Mitte Oktober beseitigen

Zerstörte Scheiben, beschädigtes Wetterschutzhäuschen und seit Monaten keine sichtbare Verbesserung: ...

Weitere Artikel


SPD Wirges wählt Stadtratskandidaten

Auf reges Interesse bei den SPD-Mitgliedern, aber auch bei parteiunabhängigen Bürgern, stieß die Versammlung ...

Spende der kath. Frauengemeinschaft Hillscheid an Dernbacher Palliativstation

Die katholische Frauengemeinschaft aus Hillscheid hatte bei einem Besuch eine Überraschung für die Palliativstation ...

Ehrenfeier für langjährig aktive Feuerwehrleute der VG Wallmerod

In der Verbandsgemeinde Wallmerod werden verdiente Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen am Ende eines ...

SPD-Ortsverein Wirges ehrte langjährige Mitglieder

Mit Ehrennadeln und Ehrenurkunden von der Parteivorsitzenden Andrea Nahles und dem Landesvorsitzenden ...

Penni Jo Blatterman aus Westerburg in den Battles von „The Voice of Germany“

Die „Blind Auditions“ sind geschafft - die erste Hürde ist genommen! Die besten Talente bei „The Voice ...

Die Teams der SG Grenzbachtal hatten Lokalderbys

Erste Mannschaft der SG Grenzbachtal/Marienhausen spielt 1:1 Unentschieden im Lokalderby gegen Puderbach. ...

Werbung