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Nachricht vom 16.11.2018    

Vortragsreihe nimmt Westerwald „unter die Lupe“

„Kennst Du Deine Heimat?“ Auf diese Frage werden die meisten wohl mit einem überzeugten „Na klar!“ antworten. Und auf den ersten Blick mag das ja auch stimmen. Aber im Detail? Alle, die es genauer wissen möchten, sind bei der Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ („HudL“) genau richtig. Die wird vom Limbacher Kultur- und Verkehrsverein (KuV) von November bis März angeboten.

Zum Auftakt von „Kennst Du Deine Heimat?“ am 19. November gibt Pater Dominikus Söhngen O.Cist, unter dem Titel „Alles Kirchensteuer, oder was?“ Auskunft über die Finanzierung des Klosters. (Foto: KuV Limbach/Martin Schüler)

Limbach/Region. „Kennst Du Deine Heimat?“ Auf diese Frage werden die meisten wohl mit einem überzeugten „Na klar!“ antworten. Und auf den ersten Blick mag das ja auch stimmen. Aber im Detail? Alle, die es genauer wissen möchten, sind bei der Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ („HudL“) genau richtig. Der Limbacher Kultur- und Verkehrsverein (KuV) bietet die beliebte Reihe im Winterhalbjahr 2018/2019 bereits zum vierten Mal an. Von November bis einschließlich März, jeweils am dritten Montag im Monat, um 19 Uhr (nur im Dezember um 19.30 Uhr), nehmen namhafte Referenten im Limbacher Haus des Gastes (Hardtweg 3) unterschiedliche Aspekte unserer Westerwälder Heimat ebenso fundiert wie unterhaltsam „unter die Lupe“.

„Alles Kirchensteuer, oder was?“
Zum Auftakt am 19. November gibt Pater Dominikus Söhngen O.Cist, Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Abtei Marienstatt, unter dem Titel „Alles Kirchensteuer, oder was?“ Auskunft über die Finanzierung des Klosters. Nach einigen grundsätzlichen Anmerkungen und einem kurzen Streifzug durch die Jahrhunderte seit der Klostergründung 1212, mit z.T. dramatischen Einschnitten, steht das Heute im Fokus der Betrachtungen. Wie stellt sich die klösterliche Finanzierung heute dar? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Was ist alles zu finanzieren? Wo kommt das Geld dafür her? Und wie passen Mönchtum und Geldverdienen überhaupt zusammen? Freuen Sie sich auf eine Premiere. Denn es dürfte wohl das erste Mal in der über 800-jährigen Geschichte des Klosters sein, dass sein Cellerar öffentlich über dessen Finanzierung berichtet.

Auf den Klerus folgt am 17. Dezember dann der Adel. In seinem Vortrag „Graf Alexander von Hachenburg - auf den Spuren eines Westerwälder Originals“ porträtiert der Hachenburger Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff den letzten adligen Schlossherrn von Hachenburg. Als dieser 1940 hochbetagt in der Marienstatter Abteikirche zu Grabe getragen wurde, fand ein äußerst bewegtes und bisweilen auch gerne abseits aller höfischen Etikette geführtes Leben sein Ende. Ein Leben, dessen Spuren sich auf vielfältige und oft unvermutete Weise bis heute vielerorts im Westerwald zeigen.

„Die Vogelwelt in Rheinland-Pfalz“
Zum Start ins neue Jahr ist am 21. Januar dann Antonius Kunz zu Gast bei „HudL“. Der Co-Autor des Standardwerkes „Die Vogelwelt in Rheinland-Pfalz“ wirft einen Blick auf Veränderungen der heimischen Vogelwelt seit Beginn der systematischen Untersuchungen vor knapp 200 Jahren. Der ebenso provokante wie treffende Vortragstitel „Zwischen Höhenflug und Absturz“ lässt die ausgeprägte Dynamik in der Zusammensetzung der heimischen Vogelwelt erahnen. Es wird an ausgestorbene (z.B. Auerhuhn, Wiedehopf) oder gar ausgerottete (Saatkrähe) Arten erinnert. Aber auch Wieder- (z.B. Uhu, Kolkrabe) und Neuansiedler (z.B. Tannenhäher, Birkenzeisig) sowie durchziehende Vogelarten (z.B. Silberreiher, Kranich) werden reich bebildert vorgestellt. Selbstverständlich sind darüber hinaus auch die jüngst registrierten Bestandseinbrüche ehemaliger „Allerweltsarten“ Thema.

Von den täglichen Herausforderungen eines mittelständischen Unternehmens im harten Wettbewerb mit nationalen und internationalen Konzernen berichtet am 18. Februar Jens Geimer, geschäftsführender Gesellschafter der Westerwald-Brauerei. Die Bekanntheit des Unternehmens und seiner Produkte dürfte im Westerwald von kaum einem anderen Unternehmen übertroffen werden. Das zu erreichen und vor allem zu erhalten war bzw. ist jedoch harte Arbeit, gepaart mit Kreativität, Innovation, Kunden- und Heimatverbundenheit sowie Verpflichtung gegenüber der eigenen Tradition. Unter dem Titel „Zwischen Heimat, Tradition und Innovation“ gewährt Jens Geimer seinem Publikum einen Insiderblick hinter die Kulissen seines Unternehmens und lässt teilhaben am täglichen Kampf als David gegen die Goliaths dieser (Bier)Welt.

Eine Reise in die Wäller Tiefen
Zum Abschluss der Vortragsreihe setzt Gerd Mathes, Geobotschafter des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus, am 18. März mit seinem Vortrag „Tiefer Westerwald – eine Reise ins Erdinnere“ einen letzten Höhepunkt der Veranstaltungsreihe. Der Diplom Geophysiker spannt einen Bogen über die mehr als 400 Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte des Westerwaldes. Wie entstand der Westerwald in seiner heutigen Form? Was war vorher da? Wie sieht es in seinem tiefsten Inneren aus und wo kann man es sich anschauen? Auch über 2.500 Jahre Bergbaugeschichte werden skizziert und dabei u.a. berichtet, was den Westerwald mit dem Empire State Building und Kaiserin Sissi verbindet. Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei. (PM)


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