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Nachricht vom 21.10.2018    

Kneipenfestival in Montabaur begeisterte Nachtschwärmer

„Unsere Stadt – unsere Nacht – 18 Acts – 16 Locations“ so wurde für das Kneipenfestival in Montabaur geworben. Mit diesem Slogan war alles gesagt, traf die Stimmung und das Programm haargenau auf den Kopf. Das Schöne an einem Kneipenfestival ist die Vielfalt der verschiedenen Musikstilrichtungen unter denen sich die Besucher entscheiden können. Viele nutzten aber auch die Gelegenheit, sich mal einen Zug durch mehrere Locations zu unternehmen, um möglichst viele Genres zu genießen, sozusagen als „Kneipen-Hopper“.

Impressionen des Festivals. Fotos: wear

Montabaur. Die Stadt bot die ganze Palette der Musik, von A wie Accoustic bis Z wie Zwo Ampere. Bereits an frühen Abend versammelten sich viele Menschen vor dem Rathaus in Montabaur, um der offiziellen Eröffnung des Kneipenfestivals zu folgen. Die Trommlerformation „Monta Batida“ erzeugte bei den Zuschauern das Gefühl, sie würden sich beim Straßenkarneval in Rio de Janeiro befinden. Mit Begeisterung, Elan und viel Spielfreude wurden die Sambatrommeln der Gruppe „bearbeitet“, dass es eine helle Freude war. Der Auftritt war nichts für überempfindliche Ohren, da schon einige Dezibel erzeugt wurden, doch das störte niemanden. Auf offener Straße wurde getanzt und im südamerikanischen Rhythmus mitgetanzt. Das war ein toller Auftakt für das nun folgende Kneipenfestival.

Wer die Qual hat, hat die Wahl, mit diesem Spruch kann die Auswahl der Musik in den verschiedenen Kneipen, Bars und Restaurants überschrieben werden. Hier ist mal eine Auswahl der Musikrichtungen, unter denen sich die Besucher entscheiden konnten: Samba, Rock’n’Roll, Beat und Evergreens, Gipsy-Swing, Classic- und Coverrock, Unplugged, Poetry Slam und Acoustik.

Bereits am frühen Abend waren die Locations sehr gut gefüllt, bei Temperaturen, die in Richtung Null Grad tendierten, suchten die Gäste gerne heimelige Kneipen auf. Bei einer solchen Veranstaltung treffen sich auch immer wieder Bekannte durch Zufall oder weil sie sich verabredet haben und ziehen dann gemeinsam weiter um die Häuser.

An dieser Stelle können nicht alle 16 Locations beschrieben werden, stellvertretend für alle sollen trotzdem einige erwähnt werden. Wer Ohrstöpsel dabei hatte und zudem sich in einer richtigen Raucherkneipe wohlfühlte, der war „Em Ählchen“ richtig zuhause. Dort spielten „Mudfinger“ von Groove, Stoner und Sludge, die ganze Palette des Hard-Rocks. Wer es in dieser Richtung mag, der wurde nicht enttäuscht.

Im „Hotel Schlemmer“ waren die Damen und Herren im etwas reiferen Alter bestens aufgehoben, die Band „Reunited“ versetzte die Besucher mit spielerischer Leichtigkeit zurück in die 60er Jahre. Rock und Pop vom Feinsten, der an die „gute, alte Zeit“ erinnerte. Wer von diesen Stil noch nicht genug hatte, der zog weiter ins „Mauerwerk“ und in den „Historica Keller“. Dort angekommen ließen die „Peteles“ die Beatles wieder auferstehen und das in einer Location, die stark an den berühmten Cavern-Club in Liverpool erinnerte. Die Hits der Beatles sind auch bei der jüngeren Generation durchaus beliebt, das konnte an dem gemischten Publikum festgemacht werden.



Direkt neben dem Mauerwerk befindet sich der „Historica Keller“, auch dieser Ort bezaubert durch das außergewöhnliche Ambiente, hervorgerufen durch das alte Kellergewölbe. Hier zelebrierten „Bigfoot“ ihre Show. Diese Band interpretiert den Classic Rock auf ihre Art, teilweise in Schlaghosen und Rüschenhemdchen gewandet, wurde gekonnt und stilecht in die Saiten gegriffen. Ein Auftritt, der gefiel und mit viel Beifall bedacht wurde.

Wer es gerne etwas ruhig haben wollte, den zog es in die „Weinbar“. In der gepflegten, gemütlichen Einrichtung hätte ganz einfach eine Rockband nicht gepasst. So hatten „Brunner&Brunner“ die Chance, sich einem gediegenem Publikum zu präsentieren. Sie boten, lediglich von einer Gitarre begleitet, Akustik-Musik, die gefiel. Beide Musiker, Mann und Frau, überzeugten mit ihren Stimmen und der Auswahl ihrer Lieder.

Im Laufe des Abends strömten immer mehr Menschen nach Montabaur, die in den verschiedenen Kneipen ihren Spaß haben wollten. Sie alle sind sicherlich auf ihre Kosten gekommen, zumal es auch die Möglichkeit gab, mit einem Konzert-Bus durch Montabaur kutschiert zu werden, wo „Zwo Ampere“ die Mitfahrer mit ihrem zweistimmigen Gesang bestens unterhielten. Es ist anzunehmen, dass die Veranstalter des Kneipenfestivals beim Kassensturz und beim Resümee des Abends, diesen als Erfolg verbuchen können, als eine Bereicherung für die Kulturstadt Montabaur. (wear)




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