Werbung

Nachricht vom 07.10.2018    

34. Europäischer Töpfermarkt zog die Massen an

Wenn die Töpferstadt Ransbach-Baumbach zum legendären Töpfermarkt ruft, dann kommen die Menschen in Scharen, um sich an der einmaligen Vielfalt der Töpferkunst zu erfreuen. Am ersten Oktoberwochenende war es wieder so weit, der gesamte Marktplatz sowie die Hasel- und Hauptstraße verwandelten sich in eine einzige Marktzone. Rund 110 Töpferwerkstätten und Ateliers aus dem In- und Ausland präsentierten ihre Kunstwerke.

Fotos: wear

Ransbach-Baumbach. Die einzigartigen Verwendungsmöglichkeiten des Rohstoffs Ton konnten in allen Facetten bewundert werden. Wer bei dem riesigen Angebot von Töpferwaren nicht fündig wurde, dem war nicht mehr zu helfen. Die Arbeit mit Ton kann durchaus mit der Malerei verglichen werden, da dieser zunächst weiche Stoff bei der Herstellung von Figuren, Skulpturen, Töpfen und jeden nur erdenklichen Spielraum lässt, die künstlerische Freiheit in Verbindung mit Fantasie umzusetzen.

Der Töpfermarkt übt auf die Besucher eine ungeheure Anziehungskraft aus, denn nicht nur die Aussteller waren international, auch die Besucher kamen teilweise von sehr weit her nach Ransbach-Baumbach. Den Zulassungskennzeichen nach zu urteilen, die an den Autos auf den Parkplätzen zu sehen waren, kamen auch Gäste aus dem angrenzenden Ausland, aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich. Damit ist zu der überregionalen Bedeutung und als wirtschaftlicher Faktor des Töpfermarktes alles gesagt.

Bei der Auswahl und Zulassung der Aussteller wurde seitens der Jury großer Wert auf abwechslungsreiche Töpferei gelegt. Die aus Steinzeug, blau-grau glasiert, Porzellan und Glaskeramik hergestellten Teller, Töpfe, Vasen, Krüge und Figuren, fanden viele Interessenten und Abnehmer. An den Ständen fanden sich immer wieder Menschen ein, die sich von den Töpfern fachmännisch beraten ließen. Wenn nicht auf einem solchen Markt, wo soll man dann die passende Ergänzung für eine bestimmte Einrichtung finden? Es war erfreulich, dass beim Töpfermarkt auch wieder vermehrt blau-graues Steinzeug zu sehen war. Früher hatte das jeder in seinem Haushalt, zur Dekoration und als Ess- und Trinkgeschirr, es ist dann durch die moderne Art der Porzellangestaltung etwas aus der Mode gekommen.

Die Fachschule für Keramikgestaltung und Technik war mit einem Infostand vertreten, an dem sich Interessenten über die beruflichen Möglichkeiten in der Keramikbranche informieren konnten. Sowohl Kinder, als auch Erwachsene hatten auf dem Marktplatz die Gelegenheit, unter fachmännischer Anleitung, beim Schautöpfern ein eigenes „Töpfchen“ herzustellen. Ein nostalgisches Kinder-Karussell drehte sich ununterbrochen und brachte auch den Kleinsten große Freude.



Der Töpfermarkt hatte noch eine weitere Attraktion zu bieten, nämlich das 5. Old- & Youngtimertreffen auf dem Parkplatz an der Stadthalle. Zwischen den „Schätzchen“ aus längst vergangenen Zeiten und den etwas aufgemotzten „Raketen“ aus neuerer Zeit, tummelten sich ebenfalls viele begeisterte Fans von schönen „Karren“ herum. Hier waren Modelle zu bewundern, die fein herausgeputzt, die Besucher begeisterten. Manch einer hatte Glück, dass der Besitzer einer dieser Luxus-Karossen bereit war, ihn zu einer kleinen Stadtrundfahrt durch Ransbach-Baumbach zu chauffieren.

Zwischen dem Töpfermarkt und der Autoausstellung pendelten die meisten Besucher hin und her, denn ein solches Angebot bekommt man nicht alle Tage geboten. Beide Veranstaltungen haben sich also nicht gegenseitig Konkurrenz gemacht, ganz im Gegenteil. Wer zum Töpfermarkt gekommen war, der hat bestimmt auch die Auto-Show besucht und umgekehrt.

Ein Garant für den großen Erfolg des Töpfermarktes war auch das beständige Wetter, denn am Samstag herrschte schönstes Herbstfeeling, bei strahlendem Sonnenschein, während sonntags die Wolken zwar grau über Ransbach lagen, jedoch keine feuchten Grüße zur Erde sandten.

Auch die 34. Auflage des Töpfermarktes hat wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Tradition des Töpferhandwerkes fortgeführt wird, jedoch bereit ist, sich den Anforderungen an die Moderne nicht zu verschließen. (wear)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Ransbach-Baumbach auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
       
       
     


Kommentare zu: 34. Europäischer Töpfermarkt zog die Massen an

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Region, Artikel vom 14.05.2021

Schlägerei auf dem Köppelweg - Zeugenaufruf

Schlägerei auf dem Köppelweg - Zeugenaufruf

Die Polizei sucht Zeugen einer Auseinandersetzung auf dem Weg vom Köppel zum PKW-Waldparkplatz zwischen Jugendlichen, die Schlägerei artete in gefährliche Körperverletzung aus, als Erwachsene streitschlichtend eingriffen.


Corona im Westerwaldkreis: Inzidenzwert fällt unter 100

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am Freitag, den 14. Mai 7.049 (+18) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell laut Gesundheitsamt 432 aktiv Infizierte, davon 312 Mutationen.


Jäger bitten um Mithilfe aller Bürger beim Waldumbau

Nach dem Winter erwacht in diesen Wochen die Natur wieder zum Leben. In den vom Borkenkäfer befallenen Fichtenbeständen bietet sich jedoch ein trostloses Bild. Im Interesse Aller soll auf den entstandenen Kahlflächen auch möglichst schnell wieder Wald entstehen.


Region, Artikel vom 15.05.2021

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Bewährte Kompetenz und neue Expertise - zwei neue Chefärzte und spezielle Kinderorthopädie: Zentrum für Orthopädie und Traumatologie setzt auf breit gefächertes chirurgisches Profil.


Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Eine besonders beeindruckende Burgruine ist die Sporkenburg. Rund ein Kilometer südlich von Eitelborn ragen die Überreste der spätmittelalterlichen Burg hoch aus dem Wald hinaus. Ein Besuch lohnt sich definitiv, denn es gibt auch heute noch sehr viel in den alten Gemäuern zu entdecken.




Aktuelle Artikel aus der Region


Verankerung an Gedenktafel für Senfmühle beschädigt

Höhr-Grenzhausen. Eine Gedenktafel die auf die ehemalige Senfmühle in Höhr-Grenzhausen hinweist, wurde durch bisher unbekannte ...

Die Sporkenburg: Eine spätmittelalterliche Burgruine im Westerwald

Eitelborn. Nur einen Kilometer südlich des kleinen Ortes Eitelborn im Westerwald liegt die Ruine der Sporkenburg. Oberhalb ...

Jäger bitten um Mithilfe aller Bürger beim Waldumbau

Bad Marienberg. Die Kreisgruppe Westerwald im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz erläutert den Stand des Waldumbaus: „Waldbesitzer ...

Vincenz-Orthopädie im Aufbruch

Limburg. Drei Buchstaben stehen für eine Zeitenwende: ZOT, Zentrum für Orthopädie und Traumatologie, heißt der neue medizinische ...

Digitale Familienbildung in online-Kursen

Limburg. Familienbildungsstätte Limburg

Bewusst handeln, Schätze finden: Eveningtalk für Mamas und Papas

In der online ...

Westerwaldwetter: Wochenende wird feucht und kühl

Region. In der Nacht zum Samstag klingen die Schauer ab. Es ist teils stärker bewölkt. Die Nachttemperaturen kühlen auf bis ...

Weitere Artikel


Ergebnisse der SG Grenzbachtal vom Wochenende

Marienhausen. Es gab während des Spiels Torchancen für beide Mannschaften, bei einer leichten Überlegenheit der Heimmannschaft. ...

Maria Massini ist die beste Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk

Koblenz/Montabaur. Maria Massini aus Montabaur ist die beste rheinland-pfälzische Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, ...

Zur Wiedquelle: Radtour-Zweierlei zum Saisonabschluss

Limbach/Westerwald. Sie ist Namensgeberin eines hochadligen Fürstengeschlechts, mit 102 Kilometern der längste den Westerwald ...

Hinter verzauberten Fenstern – eine Geschichte für Klein und Groß

Rothenbach. Abends beim Einschlafen dachte man voller Vorfreude an das morgendliche Ritual und fragte sich insgeheim, was ...

Selbstverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte

Siershahn. Da sich der Beschuldigte gegen eine ärztlichen Versorgung vehement zur Wehr setzte und den Aufforderungen der ...

Wahre Verbrechen: Gerhard Starke erzeugt Gänsehaut bei Krimilesung

Höhr-Grenzhausen. Im Burg-Hotel in Grenzau fand eine denkwürdige Veranstaltung statt, ausgerichtet und veranstaltet vom Kannenbäckerland-Touristik-Service ...

Werbung