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Nachricht vom 31.08.2018    

“REdUSE“ – der Kampf um Ressourcen

Multivision e.V. ist ein bundesweit agierender gemeinnütziger Verein aus Hamburg, der es sich zur Aufgabe gemacht hat bei Schulveranstaltungen an gesellschaftlich wichtigen Themen wie Menschenrechte, Demokratie und Ökologie aufklärend mitzuwirken. Zu den Schulveranstaltungen werden ganze Schulen mit allen Jahrgängen eingeladen, um auch schon den Jüngsten den verantwortungsvollen Umgang mit den immer knapper werdenden Ressourcen nahe zu bringen.

Fotos: wear

Wirges. Ressource stammt aus dem Englischen und bedeutet Rohstoff. Multivision trägt in der gesamten BRD bei rund 2.000 Veranstaltungen circa 500.000 Schülern die Problematik vor, versucht aber auch gleichzeitig, ein verstärktes Umweltbewusstsein zu erzeugen, denn es ist noch nicht zu spät. Vorrausetzung ist jedoch ein striktes Umdenken im Bezug auch auf die eigene Zukunft.

In dieser Woche besuchte Multivision Wirges, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung der Theodor-Heuss-Realschule plus in Wirges, diese vertreten durch den Ansprechpartner, Konrektor Andreas Walther, hatten knapp 500 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, im Bürgerhaus der Veranstaltung zu folgen. Die Schüler wurden in drei Gruppen aufgeteilt, jeweils im Alter von zehn bis zwölf Jahren, von 13 bis 14 Jahren und von 15 bis 17 Jahren. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hatte Landrat Achim Schwickert übernommen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Stadt Selters, dem Bundesverband der Abfallwirtschaft, dem Verband der kommunalen Unternehmen, dem Bundesverband der Entsorgungsindustrie, der Wirtschaftsförderung des Westerwaldes, sowie diverse im Westerwald ansässige Firmen.

Spannende Informationen durch Max Menkenhagen
Sie alle lauschten gebannt dem Vortrag des Moderators Max Menkenhagen, der den Schülern die ökologische Seite des Umgangs mit Rohstoffen erklärte, ohne dabei belehrend oder überheblich zu wirken. Er fand den richtigen Ton, um die Schüler für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, manchmal erklang sogar Zwischenbeifall. Der Moderator schaffte es, die Schüler bei bestimmten Themen miteinzubinden. Das war der Garant dafür, dass sie auch während des Referats um Meinungen gebeten und so das Interesse hochgehalten wurde. Weil das Thema so komplex ist, kann an dieser Stelle nur eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen von Max Menkenhagen erfolgen.

„Zirka drei Viertel der Rohstoffvorkommen auf der ganzen Welt werden von nur ein Viertel der Weltbevölkerung verbraucht. Wir verhalten uns so, als wenn es immer alles geben würde. Dem Grunde nach müsste es drei Erden geben, um alle Bedürfnisse zu befriedigen“, das war die Kernbotschaft von Max Menkenhagen. Dabei muss zwischen nachwachsenden und nichtnachwachsenden Rohstoffen unterschieden werden. Nachwachsende Ressourcen sind zum Beispiel Holz, Getreide, Baumwolle und Fische. Nichtnachwachsende Rohstoffe sind Gold, Zinn, Kupfer, Eisen, Kobalt Palladium und Coltan.



Mit vielen dieser nichtnachwachsenden Rohstoffe sind unsere Elektrogeräte, Handys, Smartphones, Laptops und Computer bestückt. Die meisten dieser Geräte sind so konzipiert, dass sie entweder nicht selbst repariert werden können, oder aber nach Ablauf der Garantiezeit von zwei Jahren Defekte aufweisen. Dann überlegt sich der Kunde, ob es nicht zweckmäßiger ist, ein neues Gerät zu kaufen, als das alte reparieren zu lassen. Das hat die traurige Folge, dass Millionen und aber Millionen Handys auf dem Schrott landen und so wertvolle Ressourcen vernichtet werden.

Um die anfallenden Abfallmengen zu reduzieren, gibt es drei Ansätze: reUSE – wiederverwenden; reDUCE – reduzieren und reCYCLE – zurück in den Kreislauf. Alle drei Ansätze sind wichtig, beim Recyclen zum Beispiel stammen etwa 50 Prozent der Stahlproduktionen in Europa aus dem Metallschrott.

Interessant waren die Reaktionen der Schüler zu beobachten, die teils ungläubig dem Vortrag folgten. Auch bei der anschließenden Diskussion gab es erstaunliche Einblicke, warum man zum Beispiel regelmäßig ein neues Handy oder Smartphone benötige: Der Speicher sei voll oder es gäbe nicht genügend Spiele auf dem Handy waren zwei Antworten. Zwei ganz positive Entscheidungen wurden mit den Schülern getroffen: Sie richten an der Realschule plus eine Handy-Sammelbox ein, in die nicht mehr gebrauchte Handys gelegt werden können, damit diese sinnvoll entsorgt werden. Zudem wollen die Schüler sich bei der Schulleitung dafür einsetzen, dass an der Theodor-Heuss-Realschule plus in Zukunft recyceltes Schreib- und Kopierpapier verwandt wird.

Dem Anschein nach wurden durch diese Veranstaltung die Teilnehmer zum Nachdenken angeregt, sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob es immer notwendig ist, sich immer die allerneuesten Geräte anzuschaffen. Zudem sollten alle darauf achten, den anfallenden Müll zu reduzieren und beim Kauf auf unnötige Verpackungen zu verzichten. wear




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