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Nachricht vom 30.06.2018    

Großes Schmiedetreffen am Technikmuseum Freudenberg

Die lodernde Esse, deren Flamme die wunderlichsten Schatten an die Wände malt, das glühende Metall, die rußigen Gesellen: So stimmungsvoll und sagenhaft die Worte klingen, so sehr regte das Handwerk des Schmiedes die Phantasie der Menschen an. Das Technikmuseum Freudenberg holt die Historie in die Gegenwart und lädt zum Schmiedetreffen am Sonntag, den 8. Juli.

Das Technikmuseum Freudenberg lädt zum Schmiedetreffen am 8. Juli. (Foto: Technikmuseum Freudenberg)

Freudenberg. Das Siegerland: Eine der ältesten Montanregionen Europas. Hier wurden vor über 2000 Jahren von den Kelten die ersten Eisenerze zu Tage gefördert und mit Hilfe von Rennöfen das Eisen erschmolzen. Doch das aus dem Erzgestein zu einem Klumpen erschmolzene Roheisen war ohne weitere Bearbeitung nutzlos. Der Beruf des Schmiedes wurde geboren. In immer neuen Durchgängen zwingt er das glühende Eisen in immer neue Formen. Er entzieht auf diesen Weise dem Roheisen nicht nur den Kohlenstoff, der es spröde und zerbrechlich macht, er ermöglicht auch die Verarbeitung zu jedem erdenklichen Gegenstand. Und wie fast immer in der Menschheitsgeschichte benötigten auch die Kelten das Eisen in erster Linie zur Herstellung von Waffen.

Die lodernde Esse, deren Flamme die wunderlichsten Schatten an die Wände malt, das glühende Metall, die rußigen Gesellen: So stimmungsvoll und sagenhaft die Worte klingen, so sehr regte das Handwerk des Schmiedes die Phantasie der Menschen an. Die Sage von Wieland dem Schmied, die sich zum Teil im Siegerland zugetragen haben soll zeugt noch bis heute davon. Die prächtigsten Schmiedekunst und besten Waffen soll er geschaffen haben.

Das Technikmuseum Freudenberg widmet am Sonntag, den 8. Juli, von 10 bis 17 Uhr einen ganzen Tag lang dem Thema und veranstaltet ein großes Schmiedetreffen rund um das Museum. Vom Anfänger, der sich für die Arbeit mit Hammer und Amboss interessiert, über Messerschmiede, welche die Kunst der Herstellung des berühmten Damaszenerstahls beherrschen, bis hin zum Berufsschmied mit langjähriger Berufserfahrung gibt sich das gesamte Spektrum der Schmiedeszene am und im Technikmuseum Freudenberg ein Stelldichein. Rund 25 Schmiede präsentieren ihr Können. Ein besonderes Highlight dürfte Maria Arians-Kronenberg für die Besucher bereithalten: Sie wird mithilfe eines nachgebauten Rennofens live vor Ort Eisen schmelzen, so wie es die Kelten bereits vor über 2000 Jahren im Siegerland taten. Für die Besucher bietet sich die einmalige Gelegenheit, nah dran am Geschehen Fragen zu stellen oder auch einmal selbst den Schmiedehammer zu schwingen.



Hobby- oder Berufsschmiede, die Interesse haben, können gerne mitmachen: Anmeldung unter Tel. 02734-3248 oder info@technikmuseum-freudenberg.de. Für die Verpflegung ist gesorgt. Im Schrauberstübchen bietet sich die Gelegenheit, bei Kaffee und frischen Waffeln zu verschnaufen. (PM)


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