Werbung

Nachricht vom 27.06.2018    

Höfken startet Projekt zum Wiesenbrüterschutz im Westerwald

Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: „Wir alle müssen die Natur schützen und sorgsam mit ihr umgehen - als Gesellschaft, als Landschaftsnutzer, als Naturschützer und als Politiker, die die Rahmenbedingungen gestalten und verantwortungsvoll Entscheidungen treffen“, betonte Umweltministerin Ulrike Höfken heute (27. Juni) in Waigandshain.

Ernährungsministerin Ulrike Höfken. Foto: MUEEF

Waigandshain. Dort gab sie im Rahmen ihrer „Aktion Grün“ Sommertour den Startschuss für das Pilotprojekt zum Wiesenbrüterschutz im Westerwald. Vertreter des Naturschutzes und der Landwirtschaft haben in den vergangenen Monaten erfolgversprechende Strategien entwickelt, wie neue Lebensräume für die Wiesenvögel gestaltet werden können. Dazu zählen unter anderem eine Bewirtschaftungsruhe bis zum Ende der Brutzeit oder das Belassen von Brachestrukturen als Ansitzwarten für die Partnerfindung und die Revierbeobachtung. Die Maßnahmen sollen in den nächsten drei Jahren in einem Pilotprojekt gemeinsam vom Land und den Bewirtschaftern der Wiesen erprobt und zur Umsetzungsreife gebracht werden.

„Anfang 2016 haben uns die Naturschutzverbände in einer gemeinsamen Initiative nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass es in den explizit für den Vogelschutz ausgewiesenen Gebieten des Westerwalds um viele Arten schlecht bestellt ist. Gerade bei Arten wie Bekassine, Raubwürger, Wiesenpieper und dem Braunkehlchen, die im Westerwald bis in die jüngste Vergangenheit bundesweit bedeutsame Vorkommen hatten, seien erhebliche Rückgänge zu verzeichnen. Für diese Arten tragen wir in Rheinland-Pfalz eine besondere Verantwortung!“ so die Ministerin. Wie dramatisch diese Entwicklung sei, lasse sich schon daran ablesen, dass die Zahl der Braunkehlchen-Reviere im Vogelschutzgebiet Westerwald seit 2009 um 70 Prozent zurückgegangen sei, mahnte Höfken.

Allein in Rheinland-Pfalz seien rund 50 Prozent der Brutvogelarten gefährdet, ihr Bestand in den letzten 25 Jahren – trotz zahlreicher Bemühungen - um die Hälfte zurückgegangen, so die Umweltministerin. „Um diesen Entwicklungen wirksam begegnen zu können, haben wir vor zweieinhalb Jahren die Biodiversitätsstrategie des Landes verabschiedet und uns darin verpflichtet, in den kommenden Jahren die biologische Vielfalt im Land zu schützen und zu stärken. Seither bildet diese Strategie die Grundlage unseres Handelns für mehr biologische Vielfalt im Land. Im aktuellen Koalitionsvertrag für die laufende Legislaturperiode wurde dazu die “Aktion Grün“ als Leuchtturmvorhaben des Naturschutzes verankert. Ihr Kern ist es, Lebensräume zu erhalten und zu verbinden und dem Artensterben entgegenzuwirken. Dabei starten wir neue Projekte oder knüpfen an gestartete Projekte an und setzen diese fort.“




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Kita - Assistenz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
51598 Friesenhagen

Mitarbeiter/-in (m/w/d) für die Essensausgabe an Außenstellen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Auslieferungsfahrer/-in (m/w/d) für Mittagessen

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Arbeitstrainer/-in (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Besonders deutlich, so Höfken, werde die Bedeutung des Artenschutzes im Programmteil „Rheinland-Pfalz – artenreich, vielfältig, bunt“. Dazu sei die Erstellung eines „Leitarten-Konzepts“ zum prioritären Schutz besonders wichtiger Arten verabredet worden, das in den nächsten Jahren nach und nach umgesetzt werden solle. Dazu gehörten Artenhilfsprogramme, aber auch die Aktualisierung der Roten Listen bedrohter Arten und das Wildschutzprogramm Wald und Wiese. „Das Braunkehlchen ist mit gutem Grund ebenfalls auf der Liste der Arten, die wir mit unserem Leitartenkonzept schützen wollen. Den Weckruf der Natur haben wir vernommen!“

Abschließend bat Höfken die Landwirte der Region, sich in möglichst großer Zahl an dem Pilotprojekt zu beteiligen. „Wir setzen auf Ihre Zusammenarbeit in den vor uns liegenden Projektjahren. Ich wünsche mir und der Natur, dass Sie uns zahlreich dabei helfen werden, wieder bessere Lebensbedingungen für unsere Braunkehlchen, Wiesenpieper und Co. zu schaffen. Ich danke allen beteiligten Landwirten, Verbänden und der SGD Nord für die gute Zusammenarbeit. Wenn wir uns gemeinsam dieser Aufgabe stellen, bin ich mir sicher, dass in den nächsten drei Jahren gemeinsam Gutes gelingen wird.“ (PM)


Lokales: Rennerod & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Landtagsabgeordnete besuchen Vorzeigemodell der Notfallversorgung in Montabaur

Am 18. August 2026 besuchte eine Delegation des rheinland-pfälzischen Landtags die Integrierte Leitstelle ...

Gewaltandrohung gegen Landratskandidatin Line Bratenstein führte zu polizeilichen Schutzmaßnahmen

Kurz vor der Landratswahl im Westerwaldkreis sah sich die Kandidatin der Linken, Line Bratenstein, mit ...

SPD-Ortsverein Montabaur Land startet neues Unternehmensbesuchsformat

Der SPD-Ortsverein Montabaur Land initiiert eine neue Veranstaltungsreihe, um die regionale Wirtschaft ...

Erste Wäller Seniorenkonferenz in Siershahn beleuchtet Zukunft der Seniorenpolitik

Der demografische Wandel stellt den Westerwaldkreis vor neue Herausforderungen. Um diesem zu begegnen, ...

Förderung für Ganztagsschule in Dernbach: 50.000 Euro für bessere Ausstattung

Die Pfarrer-Giesendorf-Grundschule in Dernbach erhält finanzielle Unterstützung vom Land Rheinland-Pfalz. ...

Landratswahl Westerwaldkreis: Stichwahl am 30. August

Es sind alle 231 Gebiete ausgezählt. Nach Auszählung aller Stimmen liegt Klaus Lütkefedder mit 43,3 Prozent ...

Weitere Artikel


Fertigstellung und Widmung der Verkehrsfläche „Ahornweg“

Der Stadtrat Ransbach-Baumbach hat in seiner Sitzung am 21. Juni gemäß den Vorschriften des Baugesetzbuches ...

Gut besuchter Seniorennachmittag in Hellenhahn-Schellenberg

Rund 100 Senioren waren der Einladung von Ortsbürgermeisterin Birgit Schmidt zum Seniorennachmittag in ...

Vier Tage „Wasser & Wandern“ mit Westerwald-Verein

Eine Entdeckungsreise auf dem Wasser-Erlebnis-Pfad bei Alpenrod, eine Entdeckungsreise auf dem Wasser-Erlebnis-Pfad ...

Giroder Grundschule: Schulleiter Franz-Bernhard Zeis nahm Abschied

Es sind nur noch wenige Tage, die ihn von einem neuen Lebensabschnitt trennen, von offizieller Seite ...

Nach Unfall: Erst eingeschlafen, dann Polizei angegriffen

Ein Mann aus der Verbandsgemeinde Selters ist am Dienstagvormittag sehr unangenehm aufgefallen. Erst ...

Je dunkler die Tönung, desto besser der Schutz?

Sonnenbrillen sind mehr als modische Accessoires. Sie schützen im besten Fall vor schädlichen Einflüssen ...

Werbung