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Nachricht vom 21.06.2018    

DRK-Krankenhaus: „Bauchzentrum“ entsteht in Altenkirchen

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert das DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg über eine neue medizinische Schwerpunktbildung am Standort Altenkirchen. Ab Juli wird die Patienten-Behandlungen der Allgemein- und Viszeralchirurgie demnach am Standort Altenkirchen konzentriert. Gemeinsam mit dem dort bereits vorhandenen Bereich der Gastroenterologie soll ein „Bauchzentrum“ entstehen, in dem die Fachärzte beider Kliniken eng zusammenarbeiten. Im neuen „Bauchzentrum“ können alle Erkrankungen des Bauchraumes diagnostiziert und behandelt werden

Das DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg wird ab Juli die Patienten-Behandlungen der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Altenkirchen konzentrieren.(Foto: Archivfoto AK-Kurier)

Altenkirchen/Hachenburg. Das DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg wird ab Juli die Patienten-Behandlungen der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Altenkirchen konzentrieren. Gemeinsam mit dem dort bereits vorhandenen Bereich der Gastroenterologie soll ein „Bauchzentrum“ entstehen, in dem die Fachärzte beider Kliniken eng zusammenarbeiten. Die personellen Ressourcen sind durch den Viszeralchirurgen Dr. Hans-Walter Müller gegeben, der über eine Weiterbildungsermächtigung in diesem Bereich verfügt. Damit folgt nach dem Zentrum für Gelenkchirurgie, das in Hachenburg entstanden ist, nun ein weiterer Schwerpunkt - dieses Mal für Altenkirchen. An beiden Standorten bleibt allerdings die Unfallchirurgie erhalten. Darüber informiert das Krankenhaus in einer Pressemitteilung.

Vorteile für Patienten
„Damit sind beide Häusern gut für die Zukunft aufgestellt“, macht Geschäftsführer Bernd Decker deutlich. „Nun sind die strukturellen Veränderungen abgeschlossen.“ Die Bildungen der Schwerpunkte sind in Abstimmung mit den Kuratorien beider Häuser entstanden. „In der heutigen Zeit ist eine Schwerpunktbildung sinnvoll, damit erkrankte Patienten von allen Spezialisten dieses Fachbereichs behandelt werden können“, betont Dr. Peter Henn, Ärztlicher Direktor des Altenkirchener Hauses, die Vorteile für die Patienten. „Durch die Bündelung kommt das breite fachärztliche Wissen in der Versorgung zum Einsatz“, sind sich die Ärztlichen Direktoren beider Häuser einig. Die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie bleibt bei Chefarzt Robert Hanisch, den Gastroenterologie-Bereich der Klinik für Innere Medizin leitet weiterhin Dirk Werner. Dr. Hans-Walter Müller, der bisher den Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie in Hachenburg leitet, wechselt nun nach Altenkirchen.

Schwerpunkt Altenkirchen - Erkrankungen des Bauchraumes
Im neuen „Bauchzentrum“, das nun in Altenkirchen entstehen soll, können alle Erkrankungen des Bauchraumes diagnostiziert und behandelt werden. Das geht in der Bauchchirurgie von Operationen am Magen, Reflux-Behandlungen – per Bauchspiegelung – über Blinddarm-Entfernung, Behandlung von Bauchwand- und Leistenbrüchen bis zur Gallenblasen-Operation. Natürlich operieren Robert Hanisch und sein Team auch alle Krebs-Erkrankungen im Bauchbereich.

Nahezu alle Operationen werden laparoskopisch, also mit kleinen Einschnitten im Bauchbereich, durchgeführt. „Operationen, bei denen wir die Bauchdecke ganz öffnen müssen, sind sehr, sehr selten geworden“, berichtet Robert Hanisch. „Der Vorteil für den Patienten bei einer laparoskopischen, auch Schlüsselloch-Chirurgie genannten, Operation: durch die kleinen Schnitte heilt die Wunde schneller, der Patient hat weniger Schmerzen, ist schneller mobil und es bilden sich weniger Verwachsungen“, erläutert Hans-Walter Müller. Zusätzlich werden in Altenkirchen im Bereich der Allgemein-Chirurgie auch Operationen wie beispielsweise an der Schilddrüse seit Jahren erfolgreich durchgeführt.

Bündelung der Kompetenzen im Altenkirchener Bauchzentrum
Der Bereich der Inneren Medizin mit Chefarzt Dirk Werner steuert zum neuen Zentrum alle gastroenterologischen Behandlungsarten bei, die sich um den Bauch drehen: Das geht von Magenspiegelungen (ÖGD) über Darmspiegelungen (Coloskopien) bis hin zu Gallengangspiegelungen (ERCP). Auch Funktionsdiagnostik bei Nahrungsmittel-Allergien oder ‑Unverträglichkeiten sowie Ultraschall-Untersuchungen im Inneren des Körpers (Endosonographien) können durchgeführt werden. Neu hinzugekommen ist bei den Gastroenterologen die Dünndarm-Kapsel-Diagnostik.



„Wir bieten mit der Bündelung der Kompetenzen im Altenkirchener Bauchzentrum eine umfassende Versorgung nach dem aktuellsten medizinischen Wissenstand“, macht Dirk Werner deutlich. Wobei er größten Wert darauf legt, nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen. „Wir nennen das system-immanente Diagnostik.“

Bereits heute hat die Allgemeine Chirurgie das „Gütesiegel der Deutschen Herniengesellschaft“ und die Gastroenterologie ist „zertifiziert für Sedierungen und Notfall-Management“ auf Basis der DGVS (Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten).

Umfassende Zusammenarbeit
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit geht nun von Diagnose und Therapie der internistischen Magen-Darm-Abteilung bis hin zur chirurgischen Versorgung. Durch die Verlagerung der orthopädischen Kompetenzen nach Hachenburg kann das neue Bauchzentrum die freigewordenen Betten im stationären Bereich nutzen, so dass auch ausreichend Platz vorhanden ist.

Für onkologische Fälle gibt es regelmäßige Tumorkonferenzen, an denen neben den beiden Chefärzten auch der niedergelassene Hämato-Onkologe und ein Radiologe teilnehmen. Hier werden die Erkrankungen besprochen und die bestmögliche Therapie ausgewählt. Für die Fälle, in denen eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, sondern nur noch die Schmerzen zu lindern sind, kommt auch ein Palliativ-Mediziner zur Tumorkonferenz dazu.

„Ein weiterer Vorteil der Schwerpunktbildung liegt auch in den kurzen Wegen innerhalb eines Hauses, die wir nun haben“, betont Dirk Werner. „Alle Spezialisten können eng zusammenarbeiten.“ Mittelfristiges Ziel ist, ein „Darmzentrum“ entstehen zu lassen.

Unfallchirurgie in Altenkirchen
In Altenkirchen ist Dr. Frank Hostmann weiterhin als Chefarzt für das „Zentrum der Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungs-Chirurgie“ verantwortlich. Hier gibt es ein zertifiziertes Traumazentrum mit Schockraum sowie die Möglichkeit, Schwerverletzte bei Arbeitsunfällen zu behandeln.

„Wir bieten bewusst an beiden Standorten unsere unfallchirurgische Expertise an, damit die Bevölkerung im Notfall sehr kurze Wege hat“, betont Jürgen Ecker, Kaufmännischer Direktor.

Das Ausscheiden der Altenkirchener Orthopäden hatte zum ersten medizinischen Schwerpunkt, dem „Zentrum für Gelenkchirurgie“ geführt. Es war bewusst in Hachenburg platziert und wird von Dr. Patrick Löhr als Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sport-Traumatologie geleitet.

Durch die Entstehung der Schwerpunkte verfügen beide Häuser über ein ausgewogenes Behandlungs-Spektrum. „Natürlich bleibt es weiter bei der bereits seit vielen Jahren gelebten hausübergreifenden Zusammenarbeit“, betont Jürgen Ecker. „Denn die Schwerpunkte werden von beiden Häusern genutzt. Es sind zwar zwei Standorte – aber nur ein Krankenhaus.“ Also wird sowohl in Altenkirchen als auch in Hachenburg lokal behandelt, aber übergreifend gedacht. (PM)


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