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Nachricht vom 18.06.2018    

Hochwasserschutzkonzepte für Selters und Asbach gefördert

„Die dramatischen Starkregenereignisse in den vergangenen letzten Wochen haben uns alle verdeutlicht, dass der Klimawandel vor unserer Haustür angekommen ist. Hochwasser und Starkregen können fast jeden Hausbesitzer empfindlich treffen. Mehr denn je kommt es auf Vorsorge an. Darum ist es eine gute Entwicklung, dass wir weitere 92 Hochwasserschutzkonzepte fördern“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken am 18. Juni in Mainz.

Symbolfoto

Asbach/Selters. Antragssteller für die Erstellung von Hochwasserschutzkonzepten sind entweder Verbandsgemeinden, die eine Förderung für die Konzepte einzelner Ortsgemeinden erhalten oder eine einzelne Ortsgemeinde. Aktuell wurden wieder 24 Anträge positiv beschieden. Aus unserer Region sind die VG Selters und Asbach dabei. Sie werden mit 90 Prozent der förderfähigen Kosten vom Umweltministerium gefördert.

„Die Anträge sind in den vergangenen Monaten eingereicht werden - und es werden immer mehr. Das ist ein gutes Zeichen: Die Kommunen übernehmen hier in enger Zusammenarbeit mit dem Land, mit Ingenieuren, dem örtlichen Gewerbe und der Industrie, mit der Landwirtschaft, den Feuerwehren, Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den örtlichen Strom- und Wasserversorgern eine wichtige Verantwortung, um mögliche Schäden durch heftige Unwetter in der Zukunft deutlich zu verringern. Damit solche Konzepte möglichst unbürokratisch gefördert werden können, wurden die Anmeldefristen aufgehoben, so dass die Kommunen ganzjährig eine Förderung beantragen können“, sagte Höfken.

Darüber hinaus fördert das Umweltministerium die Beseitigung von Unwetterschäden an oder im Gewässern mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen kosten

Hintergrund: Hochwasserschutzkonzepte

Bei Starkregenereignissen sind auch Retentionsflächen, Gewässer und Rückhaltebecken mit den Wassermassen überfordert und laufen über. Wenn die natürlichen Speicher gefüllt sind, kommt es unweigerlich zum Oberflächenabfluss. Dabei reißen die Wassermassen alles mit, was ihnen in den Weg kommt – Treibgut wie Äste, umgestürzte Bäume, Brennholzstapel, Strohballen, aber auch technische Gegenstände wie Heizöltanks, Autos, technisches Gerät aus Garagen und Privatwerkstätten. Diese verstopfen die Einläufe der Straßenentwässerung oder Verrohrungen, bleiben an Pfeilern und Geländern der Brücken hängen. Dadurch treten die Gewässer über die Ufer und das Wasser läuft in die Siedlung. Eine dauerhafte Bepflanzung zum Beispiel mit Gehölzen oder Grünland kann helfen, den Boden vor Abspülung und damit unterhalb liegende Bebauungen vor Schlammmassen zu schützen.




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Das Land fördert daher Hochwasserschutzkonzepte der Kommunen. Sie werden von Ingenieuren in Zusammenarbeit mit der Kommune, den Bürgerinnen und Bürgern erstellt. Aktuell (Juni 2018) erarbeiten 434 Kommunen ein solches Hochwasserschutzkonzept. Außerdem stellt das Land die notwendigen Daten bereit, um mögliche Fließwege des Wassers im Falle eines Extremwetterereignisses zu berechnen.

Bei Interesse an einem eigenen Hochwasserschutzkonzept können sich Kommunen an das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge beim Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz wenden: www.ibh.rlp.de


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