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Nachricht vom 31.05.2018    

Weibsbilder erobern Niedersayn mit ihrem „Charme“

Doppel D und Doppel K, das waren die treffenden Attribute für den Auftritt der „Weibsbilder“ in Niedersayn. Doppel D für derb und deftig, Doppel K für Komik und Klamauk. Ein wahres Dauerfeuerwerk an Gags, Zoten, Kalauern und Palaver prasselte auf die Besucher im prall gefüllten Dorfgemeinschaftshaus von Niedersayn hernieder.

Fotos: wear

Niedersayn. Das zweieinhalbstündige Programm war wahrscheinlich für die meisten der Besucher anstrengender, als der Auftritt für die zwei „Weibsbilder“. Man kam nicht dazu, sich mal zu erholen, während die Leute sich noch vor Lachen bogen, landete das Duo schon den nächsten Volltreffer. Die ganze Show lebte von dem prolligen Humor von Claudia Thiel und Anke Brausch, von dem Mut, sich auch durch das äußere Erscheinungsbild erbarmungslos der Lächerlichkeit preiszugeben.

Das Programm heißt „Malle – Diven, ausgebrannt am Sonnenstrand“. Beide buchen eine Single-Kreuzfahrt, um endlich den Mann fürs Leben zu finden. Dabei schlüpfen sie in verschiedene Rollen: Britta, die bereits morgens auf Malle dem Alkohol zuspricht. Ihr Motto lautet: „Das Flüssige muss in das Durstige“. Man kann auch sagen, Frust-Saufen ist angesagt, da es mit dem Männern nicht so richtig klappt. Sie hat zwar einen enormen Verschleiß, aber wenn der Kerl morgens sieht, wer neben ihm liegt, ist er schnell verschwunden. Obwohl Britta zufrieden feststellte, das Wetter auf Malle sei so wie sie, über dreißig und sehr heiß, wollte es einfach nicht mit dem Mann fürs Leben klappen.

Oder Tineke, die pubertierende, dauernd chillende, Smartphone abhängige Schulanfängerin, die dringend Urlaub benötigt, weil sie mit dem Kontakt in den sozialen Netzwerken überbelastet ist. Zudem war sie im Dauerstress wegen ihrem Selfie-Wahn. Von Tineke stammt auch der geniale Spruch in der Schule, als die Kinder gefragt wurden, wo sie denn ihre Ferien verbringen würden: „ Der Marvin fährt zu seiner Oma auf die Bermudas, ich fahre in Bermudas zu meiner Oma“.

Dann war da noch die Eifeler Bauersfrau Christel Müller aus Kalenborn-Scheuern, die ihre ganze Weiblichkeit daran setzte, endlich einen richtigen Kerl „aufzureißen“. Da das nicht so richtig gelingen wollte, mussten drei Männer aus dem Saal herhalten, die der Christel wegen ihrer karierten Hemden auffielen. Die drei Ahnungslosen wurden Opfer von Christel, sie versuchte sie von der Bühne aus zu becircen, geizte dabei nicht mit ihren, übrigens massenhaft vorhandenen Reizen. Der Saal grölte ohne Pause, als Christel ihr Anmach-Lied sang: „Wenn ich mit den Hüften schwing, dann vergisst du den Ehering“.

Gundula, die stressfreie Yoga-Lehrerin, versuchte mit ihrem Karma, die Besucher in einen anderen Kosmos zu führen. Ihre Lehrstunde war nur so gespickt mit Lebensweisheiten. Hier einige Kostproben: Wenn du dein Ohr auf eine heiße Herdplatte legst, dann kannst du hören, wie doof du bist. Oder, wie kann man sich in einen nackten Mann verlieben, da kann man ja keine Konto-Auszüge sehen? Oder, wenn ein Veganer Durchfall hat, dann produziert er Smoothies.

Die Dialoge der beiden in Hochform agierenden „Weibsbilder“ erzeugten einen Brüller nach dem anderen. Sie überhäuften sich gegenseitig mit „Komplimenten“ im Hinblick auf ihre Figuren. Ein Volltreffer war die Bemerkung „Was dir an IQ fehlt, machst du mit deinem BMI wieder wett“. Sie gaben sich auch gegenseitig echt wirksame Tipps, wie man aus Liebes-Frust wieder Liebes-Lust machen kann. Eine wortgetreue Übersetzung des Ausdrucks Brunch vom Englischen ins Deutsche erführen ebenfalls die begeisterten Zuschauer: Brunch ist die Kurzform aus breakfast und lunch. Auf Deutsch heißt das Fressen, gebildet aus Frühstück und Mittagessen. Wenn man jeden Gag mitschreiben würde, könnte das Papier knapp werden.

Als nach zweieinhalb Stunden der Vorhang fiel, wurde das Duo frenetisch gefeiert, Standing Ovation, jubelnder Beifall, rhythmisches Geklatsche, die Freude des Publikums über das Erlebte entlud sich in einem wahren Orkan. Wer die „Weibsbilder“ in Niedersayn erstmalig gesehen hat, der wird unweigerlich versuchen, Karten für einen weiteren Auftritt zu ergattern. (wear)



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