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Nachricht vom 28.05.2018    

CDU-Fraktionen wollen Kooperation statt Konkurrenz

Die CDU-Kreistagsfraktionen aus dem Westerwaldkreis und aus dem Landkreis Limburg-Weilburg haben in einer gemeinsamen Tagung über stärkere Möglichkeiten der Zusammenarbeit beider Kreise diskutiert. Darüber berichtet die Westerwälder CDU-Fraktion per Pressemitteilung. Insbesondere ging es demnach um Kooperationen in den Bereichen Verkehr, Tourismus und Bildung. Weitere Treffen sind vorgesehen.

Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktionen aus dem Kreis Limburg-Weilburg und dem Westerwaldkreis bei der Besichtigung der Trockenstabilatanlage in Rennerod. (Foto: CDU-Kreistagsfraktion)

Rennerod. Die Landkreise Westerwald und Limburg-Weilburg sollen in Zukunft enger kooperieren und gemeinsame Interessen im Schulterschluss vertreten. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Fraktionssitzung der CDU-Kreistagsmitglieder der benachbarten Landkreise. In einer gemeinsamen „Westerwälder Erklärung“ haben die Mehrheitsfraktionen bereits mehrere Bereiche angesprochen, in denen zukünftig eine engere Zusammenarbeit möglich wäre. Zu Beginn der Tagung stand die Besichtigung der Trockenstabilatanlage des Westerwaldkreises in Rennerod. Hier arbeiten die Kreise bereits seit längerer Zeit eng zusammen. Rennerods Bürgermeister Gerrit Müller und Werkleiter Matthias Baldus begrüßten diese Zusammenarbeit, die eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Abfallbeseitigung auch für die Zukunft sicherstelle.

Viele gemeinsame Themen
Die Fraktionsvorsitzenden Christian Wendel und Dr. Stephan Krempel stellten dann in einleitenden Bemerkungen dar, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es darüber hinaus gebe. Dabei wurden insbesondere die Themen Verkehr, Tourismus und Bildung angesprochen. Auch die Landräte Manfred Michel und Achim Schwickert machten deutlich, dass so viele gemeinsame Interessen und gleiche Herausforderungen dafür sprechen würden, sich gemeinsam und nicht in Konkurrenz diesen Aufgaben zu stellen. Beispielhaft wurde in den beiden ländlich geprägten Kreisen die ärztliche Versorgung und die dörfliche Lebensmittelversorgung angesprochen. Dazu diskutierten die CDU-Kreistagsmitglieder die bereits laufenden oder in der Entwicklung befindlichen Projekte auf hessischer und rheinland-pfälzischer Seite.




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Einig waren sich die CDU-Vertreter aus den Kreisen auch, dass ein funktionierendes Straßennetz und die Erhaltung der ICE-Haltepunkte Montabaur und Limburg für die Entwicklung der Region sehr wichtig sei. Insofern will man zukünftig auch die gemeinsamen Verkehrsachsen in den Blick nehmen und sich für eine bessere Vernetzung auch über Landesgrenzen hinweg einsetzen. Das gilt beispielsweise für die B 54 im oberen Westerwälder Kreisteil und die L 300 in Fortführung in Richtung Limburg.

Konkrete Bildungs-Kooperationen denkbar
Konkret wurde auch über eine Zusammenarbeit im Bereich Bildung gesprochen. Schon heute gehen viele Westerwälder Schüler auf Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg. Gerade im Bereich der beruflichen Bildung sollte aber über eine stärkere Zusammenarbeit nachgedacht werden, um ortsnahe Ausbildungsklassen an allen Standorten zu sichern. Auch eine Zusammenarbeit der Hochschulstandorte Limburg und Montabaur scheint denkbar und könnte beiden Hochschulen nützen.

Am Ende einer intensiven Diskussion, an der auch die Landtagsabgeordneten Gaby Wieland (Westerwaldkreis) sowie Joachim Veyhelmann und Andreas Hofmeister (Limburg-Weilburg) teilnahmen, stand die Erkenntnis, dass man sich zukünftig bei vergleichbaren Problemstellungen zum Nutzen der Kreise stärker austauschen will. Auch gemeinsame Projekte sollen verstärkt in den Blick genommen werden, so dass die CDU-Fraktionen aus den Kreistagen Westerwald und Limburg-Weilburg weitere Treffen vereinbart haben. (PM)



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