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Nachricht vom 22.05.2018    

Wanderung zu den Tenören in Feld und Wald

Über 30 Teilnehmer verzeichnete der NABU Hundsangen bei seiner jüngsten Vogelwanderung. Der Rundgang mit den Naturkundlern Georg Fahl und Leander Hoffmann führte durchs Dorf, entlang des bewaldeten Steinbruches, dann durch 200 Jahre alte Naturwälder am Thalheimer Weg und zurück durch die Getreidefelder in den Ort. Knapp 40 Vogelarten, darunter auch seltene Arten wie der Mittelspecht, waren zumindest kurz zu hören oder zu sehen.

Über 30 Teilnehmer verzeichnete der NABU Hundsangen bei seiner jüngsten Vogelwanderung. Knapp 40 Vogelarten, darunter auch seltene Arten wie der Mittelspecht, waren zumindest kurz zu hören oder zu sehen. (Foto: NABU Hundsangen)

Hundsangen. Früh aufstehen hieß es für Vogelfreunde des NABU Hundsangen: Bei zunächst nebligem, dann aber immer schönerem Wetter nahmen über 30 Interessierte an eine Vogelwanderung zu den Tenören in Feld und Wald teil. Der Rundgang mit den Naturkundlern Georg Fahl und Leander Hoffmann führte durchs Dorf, entlang des bewaldeten Steinbruches, dann durch 200 Jahre alte Naturwälder am Thalheimer Weg und zurück durch die Getreidefelder in den Ort. Hier wartete ein üppiger Frühstückstisch. Knapp 40 Vogelarten, darunter auch seltene Arten wie der Mittelspecht, waren zumindest kurz zu hören oder zu sehen.

Der NABU Hundsangen zeigte auf dieser erlebnisreichen, zunächst aber noch nebligen Etappe die rufenden Dorfvögel von den Tauben bis zu den immer weniger werdenden Schwalben oder den Rotschwänzchen und Grasmücken. Das Aufstellen eines Schwalbenhotels durch die NABU-Gruppe in der Dorfmitte von Hundsangen hat den Bestand der Mehlschwalben über Jahre stabilisieren können. Die morgendliche Stimmenvielfalt galt den Sperlingen, Meisen, Amseln und Grasmücken sowie Tauben. Entlang des Steinbruches zeigte der Ausblick die Höhen des Taunus. In diesem Bereich konnten von den NABU-Mitgliedern in den letzten 30 Jahren Hecken und Obstbäume verjüngt, erhalten und sogar angelegt oder gesichert werden wie in der übrigen Gemarkung. Auffallend waren hier die Grasmücken. Wandert man an stillen Abenden entlang der gleichen Strecke, so sind gar nicht selten auch Rufe von Uhu und Steinkauz zu hören. Der Uhu siedelt wieder regelmäßig im angrenzenden Steinbruch.



Nach Verlassen der Baumschule und Erreichen der offenen Felder wurde es dann wieder stiller. Lediglich zwei Feldlerchen waren kurz zu hören. Das durch optimierte Düngung meist schon hoch aufgewachsene dichte Wintergetreide hemmt viele Feldvögel wie Kiebitz, Rebhuhn oder Wachtel, die mittlerweile verschollen sind. Entlang des Weges und wieder in Dorfnähe angekommen konnten die Naturfreunde auch die vom NABU mitgeförderten hochstämmigen Obstbäume zeigen und die "Auf-den-Stock-gesetzten" alten Feld- bzw. Schlehenhecken in denen sich Neuntöter und Grasmücken sowie Goldammern aufhalten.
Die Führung endete mit einer Bilanz von 39 Vogelarten für die Spezialisten. Alle Teilnehmer und Naturfreunde dankten der Familie Malm-Hannappel sowie Marcel Weidenfeller für das gute und reichhaltige Frühstück, welches in einer liebevoll renovierten Scheune in der Hundsänger Brunnenstraße gereicht wurde. (PM)


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