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Nachricht vom 13.05.2018 - 10:22 Uhr    

Die Apotheke im eigenen Garten

SCHNELL ERKLäRT | Bauchschmerzen? Kopfweh? Verstopfte Nase? Der Gang zur Apotheke oder der Griff zu diversen Pülverchen und Pillen lässt sich oft vermeiden, denn auch in der Natur und damit direkt vor der Haustür findet sich manches hilfreiche Kräutlein, das preiswert und ohne fiese Nebenwirkungen Besserung verspricht. Und selbst die Anwendung ist meist denkbar simpel.

Kräuter sind sehr vielfältig nutzbar und einfach zu ziehen. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Salbei gegen Bauchschmerzen: Schon der Name deutet auf seine Heilkraft hin: Salbei oder Salvia leitet sich vom lateinischen „salvare“, also „heilen“, ab. Das blaublühende Kraut gilt als krampflösend und antibiotisch und soll, ein Blatt pro Tag roh gekaut, sogar die Abwehrkräfte steigern. Seine antiseptischen Kräfte entfaltet Salbei gegen Bakterien, Viren und Pilze und wirkt damit gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum, aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Ein Tee, aufgegossen aus den getrockneten Blättern, kann mehrmals am Tag getrunken werden.

Basilikum gegen Kopfschmerzen
Die ätherischen Öle des Basilikums können wirksame Helfer gegen lästige Kopfschmerzen sein. Kopfschmerzgeplagte tun gut daran, eine Basilikum-Pflanze auf dem Fensterbrett auf dem zu halten, während das Kauen eines Blattes gegen den Schmerz helfen kann. In leichten Fällen kann es sogar schon reichen, ein Blatt zwischen den Händen zu reiben und den freigesetzten Duft einzuatmen. Ein Tee aus Basilikumblättern, ein paar Nelken und etwas Ingwer verspricht zusätzliche Linderung.

Minze gegen Erkältungen
Pfefferminztee im Winter ist längst ein Klassiker, aber auch in Alkohol eingelegt bringen die duftenden Blättchen wohltuende Erleichterung für schnupfengeplagte Nasen: Ein paar Tropfen in heißem Wasser getrunken oder auch pur auf die Schläfen gerieben – Vorsicht: Nicht in die Augen kommen lassen! – helfen die Dämpfe, verstopfte Atemwege wieder zu befreien.

Beinwell gegen Blutergüsse
Gegen den berühmten blauen Fleck muss es keine teure Salbe sein: Beinwell verspricht hier wirksame Hilfe. Die Blätter lassen sich mit dem Nudelholz plattwalzen. Den Mittelstrunk sollte man herausschneiden und die zerquetschten Blätter mit einer Kompresse oder einem Taschentuch auf die betroffene Stelle auftupfen. Plattgewalzte Wirsingblätter wirken auf die gleiche Weise gegen Wasseransammlungen in den Gliedmaßen. Beinwell-Mehl aus der Apotheke soll, zu einer Paste angerührt und als Salbe aufgetragen, sogar schlecht verheilte Knochenbrüche bessern.

Übrigens: Einer der vielseitigsten Helfer der Natur steht oft unbeachtet, ja geradezu verhasst am Wegesrand. Die viel geschmähte Brennnessel bleibt zu Unrecht unbeachtet, birgt sie doch viel Gutes von der Wurzel bis zur Blüte. Als Tee aufgegossen reinigt das stark eisenhaltige Gewächs den Körper und hilft, Giftstoffe auszuschwemmen. Aber auch als Gemüse oder Salat – gerne mit Giersch gemischt – lässt sich die verpönte Pflanze genießen und als Suppe gekocht soll sie mit ihrem nussigen Geschmack sogar schon manchen Verächter entzückt haben. (do)


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