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Nachricht vom 08.05.2018    

Derzeit laufen Erpressungsversuche von Cyberkriminellen

In Rheinland-Pfalz und auch in unserer Region häufen sich seit Ende April 2018 die Fälle digitaler Erpressungen, bei der Cyberkriminelle das Schamgefühl ihrer Opfer ausnutzen, um Profit zu machen. Dieses bundesweit festzustellende Kriminalitätsphänomen tritt auch im Verbreitungsgebiet der Kuriere auf. Das Landeskriminalamt warnt vor Zahlungen und Beantwortung solcher Mails. Schalten Sie gegebenenfalls die Polizei ein.

Grafik: Landeskriminalamt Mainz

Region. Die Masche läuft folgendermaßen ab: Die Täter versenden E-Mails, in denen mitgeteilt wird, dass auf dem Computer oder Handy des Geschädigten ein Trojaner installiert wurde. Mittels gehackter Handy- oder Monitorkamera soll der Angeschriebene beim Konsum pornografischer Inhalte und damit verbundener sexueller Handlungen gefilmt worden sein.

Um die Veröffentlichung und eine Bloßstellung in der Öffentlichkeit zu vermeiden, soll der Geschädigte binnen einer gesetzten Frist ein Lösegeld von meist 500 Euro auf eine bestimmte Bitcoin-Adresse transferieren. Hierbei nutzen die Täter den Vorteil des anonymen Transfers von Kryptowährung. Bei den Drohmails handelt es sich um einen Massenversand an beliebig ausgewählte Adressaten.

In der Mail heißt es in erpresserischer Weise unter anderem: „Sobald die Zahlung eingegangen ist, lösche ich das Video und du wirst nie wieder von mir hören. Ich gebe Ihnen 3 Tage, um die Zahlung zu machen. Danach wissen Sie, was passiert. Ich kann es sehen, wenn Sie diese E-Mail gelesen haben, damit die Uhr jetzt tickt. Es ist Zeitverschwendung, mich an die Polizei zu melden, da diese E-Mail weder in irgendeiner Form noch in meiner Bitcoin-Adresse nachverfolgt werden kann. Ich mache keine Fehler. Wenn ich feststelle, dass Sie einen Bericht eingereicht oder diese Nachricht an jemand anderen weitergegeben haben, wird das Video sofort verteilt.“




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Mit diesen abschließenden Worten in der Mail soll der Druck erhöht werden die Zahlung zu leisten. Bisher liegen laut Landeskriminalamt keine Hinweise vor, dass die Computer der Empfänger dieser Drohmails tatsächlich gehackt wurden oder dass die Videos der Geschädigten tatsächlich existieren.

Das Landeskriminalamt rät daher Betroffenen zu folgender Vorgehensweise:
- Antworten Sie nicht auf solche Drohmails,
- Überweisen Sie kein Geld an die Absender,
- Die Monitorkamera sollte grundsätzlich verdeckt und nur wenn benötigt freigehalten werden,
- Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle. (woti)


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