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Nachricht vom 22.03.2018    

Katholiken und Protestanten laden zum „Glaubens-Grundkurs“

Ein „Glaubensgrundkurs“? Ganz neu ist das nicht. Es begann in London, allerdings schon in den 1970er Jahren. Bis heute haben weltweit mehr als 24 Millionen Menschen teilgenommen. Auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur ist dieser Alpha-Kurs inzwischen fester Bestandteil des Gemeindelebens und begibt sich Jahr für Jahr auf eine spannende Entdeckungsreise zum eigenen Glauben. Auch die Katholiken sind dabei. Im April startet ein neuer Kurs.

Die Flyer sind längst nicht die einzige Sache, um die sich die Vorbereitungsgruppe des Alpha-Kurses kümmern muss. Das ökumenische Team steckt mitten in den Vorbereitungen für den diesjährigen Glaubensgrundkurs, der im April beginnt. (Foto: Evangelisches Dekanat Westerwald)

Montabaur/Westerwaldkeis. Was in den 1970er-Jahren in einer Londoner Kirchengemeinde als kleiner Einführungskurs in den christlichen Glauben begann, hat sich zu einem Phänomen entwickelt: der Alpha-Kurs. Ein „Glaubensgrundkurs“, den bis heute weltweit mehr als 24 Millionen Menschen besucht haben. Auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur ist der Alpha-Kurs inzwischen fester Bestandteil des Gemeindelebens und begibt sich Jahr für Jahr auf eine spannende Entdeckungsreise zum eigenen Glauben. 2018 veranstaltet ihn die Gemeinde zum ersten Mal mit ihren katholischen Geschwistern: Der ökumenische Alpha-Kurs beginnt am 18. April um 19.30 Uhr und widmet sich im Pauluszentrum neun Wochen lang Fragen, die vielen Menschen unter den Nägeln brennen.

Was ist Kirche?
Die Struktur des Alpha-Kurses hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Die Abende beginnen mit einem gemütlichen Essen. Danach gibt’s einen kompakten Vortrag, der sich jede Woche einem anderen Thema widmet – zum Beispiel, was Kirche ist, welchen Sinn Taufe und Abendmahl haben oder wie man Christ wird. Im Anschluss haben die Teilnehmer Zeit, sich auszutauschen, und nach zweieinhalb Stunden ist das Treffen vorbei. Das Wichtigste während der neun Wochen: Die Teilnehmer sollen sich wohlfühlen. Die Atmosphäre ist einladend und entspannt; es kann (und soll) offen und kritisch miteinander diskutiert werden. Margit Chiera gehört zum Planungsteam des Alphakurses und mag das spezielle Flair der Abende: „Sie bieten die Möglichkeit, in lockerem Rahmen über Fragen zu sprechen, die uns Menschen bewegen. Für mich ist der Kurs zum festen Bestandteil des Jahres geworden.“

Katholiken sind mit im Boot
Nicht nur für sie: Inzwischen gehören sechs Männer und Frauen zum Planungsteam, und viele von ihnen machen schon seit Jahren mit. „Der Kurs ist immer ein schönes und intensives Erlebnis“, sagt Mitarbeiterin Brigitte Schimmel. „Er stärkt die Teilnehmer, und selbst diejenigen, die schon mehrmals dabei waren, lernen jedes Jahr etwas Neues.“ Zum Beispiel, dass sich ein Alpha-Kurs auch gut ökumenisch organisieren lässt. Als Teilnehmer sind die Katholiken schon lange mit im Boot. Dass sie ihn gemeinsam mit den evangelischen Christen planen, ist allerdings neu. „Dieser Geist der Offenheit und Geschwisterlichkeit ist atemberaubend“, freut sich der katholische Pastoralreferent Markus Neust, der in diesem Jahr neben Margit Chiera und Brigitte Schimmel zu den Referenten der Reihe gehört. „Im Alpha-Kurs muss ich mich nicht verbiegen. Ich kann so sein, wie ich bin. Schließlich betreffen die Themen des Kurses nicht nur eine Konfession. Sie betreffen alle Christen.“ (bon)

Der Alpha-Kurs beginnt am 18. April um 19.30 Uhr im Montabaurer Pauluszentrum (Peterstorstraße 6). Danach findet er jeden Mittwoch statt und endet am 13. Juni. Der Höhepunkt des Kurses ist ein gemeinsames Wochenende am 25. Mai. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist erwünscht: Anmeldeflyer liegen in den evangelischen und katholischen Kirchen aus. Weitere Infos gibt es telefonisch unter 0152 - 21616442. (PM)


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