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Nachricht vom 21.03.2018 - 14:37 Uhr    

Versierte Schützen beim Verbandsgemeindepokalschießen

Der Schützenverein „Tell“ Hundsangen stieß mit seinem Verbandsgemeindepokalschießen wieder auf viel Zustimmung und Interesse. Insgesamt 23 Mannschaften und unzählige Einzelstarter trugen sich in die Teilnehmerliste dieses im Dorf beliebten Termins ein. Darunter auch viele Kinder und Jugendliche die sich am modernen Lichtpunktgewehr versuchten.

Bettina Nattermann machte die Jugend mit dem neuen Lichtpunkgewehr vertraut. (Fotos: kdh)

Hundsangen. „Die „Wäller Bazis“ sind noch nicht da. Wir ziehen den Elferrat vor“. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht löste die zweite Vorsitzende des Schützenvereins Bettina Nattermann in kürzester Zeit dieses kleine Problem gemeinsam mit Norbert Galle, der am zweiten Tag des Verbandsgemeindepokalschießens für die Verbandsgemeinde Wallmerod für die Standaufsicht zuständig war. Es war an und für sich kein Problem, denn auch die „Wäller Bazis“ waren da und der Terminplan für die drei Tage Pokalschießen konnte fließend eingehalten werden. An drei Tagen wurde mit dem Luftgewehr auf die in zehn Meter hängenden Wettkampfscheiben geschossen und die Ergebnisse wurden direkt auf Computer gesteuerten Anzeigetafeln millimetergenau aufgezeigt. Ein Staunen bei den „Tell“-Verantwortlichen bei einer geschossenen 10 löste einen Blick auf die Startertliste aus um hier ein eventuelles Talent zu entdecken.

Die Suche nach Talenten war dann auch einer der Hauptgründe warum der Schützenverein seit vielen Jahren diesen beliebten Termin anbietet und der auch in Zeiten von Schützen-Massakern in den USA nichts an Attraktivität verloren haben. „Wir merken davon im Dorf nichts und sind im Vereinsleben und im Dorfbild fest verankert. Die Menschen wissen von unserem Verantwortungsbewusstsein und dem richtigen Umgang mit den Waffen“ weiß Bettina Nattermann zu berichten die dazu auf die viel höher angesetzten Richtlinien verweist. In Deutschland ist es ihrer Aussage nach viel schwerer an eine Waffe zu kommen als in den USA. Um nun auch das brisante Thema „Kinder an der Waffe“ anzupacken hat der Verein investiert. „Wir haben Lichtpunktwaffen angeschafft, mit denen auch Kinder unter 12 Jahren sich mit Kimme und Korn beschäftigen können“. Doch nicht nur bei der Jugend werden hohe Ansprüche bei dem Kontakt mit der Waffe gestellt. Auch bei den schon älteren Interessenten ist es nicht so einfach zu einer Waffe im Schützenverein zu kommen. „Wir hinterfragen jedes Interesse und lehnen auch schon Mal jemanden ab“.

Ein Hauptaugenmerk liegt aber bei der Jugend. Hier sieht man von Seiten des Vereins viele Gründe warum ein Kind oder Jugendlicher schon früh mit dem Schießsport beginnen sollte. Dazu gehören eine Steigerung der Konzentration und der körperlichen Fitneß. „Es wurde festgestellt, dass der Schießsport die schulische Leistung von Kindern und Jugendlichen steigert“. Dies sieht Bettina Nattermann vor allem darin sich über längere Zeit hinweg zu konzentrieren und auch das abschalten zu lernen.

Mit Begeisterung dabei war an diesem Tag auch der 14-jährige Noah Gasteier, der für das Team der Feuerwehr an die Waffe ging. „Man freut sich immer, wenn man gute Zahlen erreicht“. Für ihn war es selbstverständlich den Schützenverein an diesem Tag zu besuchen, zählt aber den Schießsport nicht zu seinen Hobbys. Seine knappe Antwort auf diese Frage war ein deutliches „Jugendfeuerwehr“. Das es im gesteigerten Alter auch dann doch um die „Faszination Waffe“ geht, dies berichtete dann noch Norbert Galle. „Das gehört dazu. Denn auch im Schießsport ist eine enorme Entwicklung zu verzeichnen“. Für Norbert Galle ist die technische Entwicklung im Schießsport noch weiter fortgeschritten als wie in der Formel 1. Bestes Beispiel sei die Lichtpunktwaffe und die computergesteuerte Ergebnisbekanntgabe. Daher freute man sich an diesem Wochenende über das große Interesse der Schützinnen und Schützen die so manche Frage stellten. Geduldig beantwortet von den Schützenvereinmitgliedern die dadurch beste Werbung für ihren Verein, ihren Sport und das nächste Verbandsgemeindepokalschießen machten.

Am Ende stand dann die Siegerehrung auf dem Programm, zu dem sich viele der Teilnehmer aus den 23 Mannschaften im Schützenheim einfanden. In lockerer Art und Weise übernahm wieder Bürgermeister Klaus Lütkefedder die Überreichung der Pokale und Urkunden. Bei der Jugend siegten die „Scharfschützen“ mit 735 von 800 möglichen Ringen vor der Mannschaft „Adler“ mit 733 Ringen und der Jugendfeuerwehr Hundsangen (576). Bei den Frauen ging der Siegerpokal an „Die besseren Hälften“ mit 756 Ringen die auch den Wanderpokal gewannen. Dahinter folten die „Wäller Bazis Damen“ mit 708 Ringe und „Die Cäcilia“ mit 700 Ringe. Bei den Herren waren 17 Mannschaften am Start. Den dritten Rang belegten die „Wäller Bazis Herren“ mit 737 Ringen. Ein Novum in der langen Geschichte des Verbandsgemeindepokalschießens waren dann die folgenden Plätze. Gemeinsam mit 745 Ringen gewannen der „Jeckenrat Wallmerod“ und die „Gipfelstürmer“ den Herrenpokal. Auch der Wanderpokal geht an beide Teams. (kdh)



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