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Nachricht vom 07.02.2018    

IHK-Konjunkturumfrage: Wirtschaft wächst weiter

Die Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) veröffentlicht ihren Konjunkturbericht zum Winter 2017/18. Rund 400 Betriebe mit etwa 58.000 Beschäftigten wurden befragt. Die Wirtschaft brummt, Sorgen bereitet der Fachkräftemangel.

Region. Ausgehend von einer starken Position zum Jahreswechsel 2017/18 wächst die Wirtschaft im IHK-Bezirk weiter. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, der auf Antworten von rund 400 Betrieben mit rund 58.000 Beschäftigten basiert. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lagebeurteilung und Erwartungshaltung der Unternehmen zusammenfasst, steigt auf 128 Punkte – nach 124 Punkten im Herbst 2017.

Bei der Lagebeurteilung übersteigt der Saldo aus positiven und negativen Meldungen mit plus 44 Prozentpunkten den Rekordwert der Vorumfrage. Auch die mittelfristigen Geschäftserwartungen nehmen neuen Schwung auf. „Wichtigster Wachstumstreiber bleibt der private Konsum. Aber auch die positive Entwicklung der Weltwirtschaft belebt die heimischen Exporte und trägt zum anhaltenden Wachstum bei“, erläutert Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.

Stärkende Impulse, die auf eine anhaltende wirtschaftliche Dynamik im IHK-Bezirk Koblenz schließen lassen, liefert die Investitions- und Beschäftigungsneigung der Unternehmen. 90 Prozent der Betriebe wollen ihren Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten konstant halten oder sogar aufstocken, lediglich 10 Prozent rechnet mit einem Abbau. Auch die Investitionsperspektiven bleiben insgesamt expansiv. Auffälliger Ausreißer: Die Investitionsbereitschaft der Handels- und Dienstleistungsunternehmen korrigiert sich teilweise deutlich nach unten.
Sehr erfreulich ist das Stimmungsbild in der Industrie. Insbesondere die Investitions- und die Vorleistungsgüterindustrie legen hinsichtlich ihrer Stimmungs- und Wachstumsindikatoren merklich zu. Die Auftragsbücher füllen sich weiter, die Kapazitätsauslastung erreicht Spitzenwerte und die zunehmenden Auftragseingänge aus dem Ausland lassen einen Anstieg des Exportgeschäfts erwarten.



Zunehmend als Wachstumsbremse wirkt allerdings der Fachkräftemangel, der mittlerweile branchenübergreifend von 59 Prozent der Unternehmen als Geschäftsrisiko benannt wird. Parallel hierzu führen die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt auch zu steigenden Arbeitskosten, die bereits 40 Prozent der Unternehmen Sorgen bereiten. „Damit gefährdet der Fachkräftemangel das Wachstumspotenzial der Unternehmen“, mahnt Rössel. „Aufträge können nicht abgearbeitet werden, die Produktivität hinkt der Entwicklung der Löhne hinterher und Investitionen und Innovationen drohen auf die Wartebank zu wandern.“

Aus Sicht der IHK müsse daher noch aktiver an der Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung gearbeitet und zugleich mehr um qualifizierte Zuwanderung geworben werden. (PM)


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