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Nachricht vom 22.12.2017    

Rheinland-pfälzische Wirtschaft beunruhigt über Konfliktpotenzial

Nach dem Sieg der Unabhängigkeitsbefürworter bei der Regionalwahl in Katalonien ist die rheinland-pfälzische Wirtschaft beunruhigt. „Es ist zu befürchten, dass die Diskussion um eine Abspaltung der Region von Spanien nun erneut entbrennt. Rheinland-pfälzische Unternehmen, die in Katalonien tätig sind, verfolgen den Streit zwischen Barcelona und Madrid mit Sorge“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs).

Region. Der Konflikt um eine mögliche Unabhängigkeit von Spanien werfe viele grundlegende Fragen über den Status Kataloniens auf. Insbesondere für ausländische Firmen, die in Katalonien investiert haben, sei die Unsicherheit über die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen eine große Belastung.
„Unternehmer müssen planen, beispielsweise Investitionen oder Produkt- und Marktstrategien. Deswegen ist politische Unsicherheit immer schlecht für unternehmerische Aktivitäten“, so Scherer. „Die Firmen, die in Katalonien aktiv sind, wünschen sich eine möglichst schnelle, friedliche und dauerhafte Beilegung des Konflikts mit Madrid, damit sie ihre Geschäfte wieder in einem rechtssicheren Umfeld tätigen können.




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Sollte es tatsächlich zu einer Abspaltung Kataloniens von Spanien kommen, wäre die Region zumindest vorläufig nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes. Dadurch würden wieder Zollverfahren und ggf. auch Zölle beim Warenverkehr mit dem Ausland greifen. „Dass in den vergangenen Wochen bereits viele Unternehmen ihren Sitz aus Katalonien in andere Regionen Spaniens verlagert haben, zeigt die Brisanz der politischen Krise für die dortige Wirtschaft“, kommentiert Scherer.
Von den 1.300 deutschen Unternehmen in Spanien sind rund 40 Prozent in Katalonien aktiv. Aus Rheinland-Pfalz sind nach Schätzung der IHK-Arbeitsgemeinschaft rund 40 Firmen mit einer eigenen Niederlassung in Katalonien vertreten.


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