Werbung

Nachricht vom 20.12.2017    

Land- und Tonwirtschaft verbessern Gewässerschutz im Westerwald

Die Qualität der Oberflächengewässer im Westerwald wird weiter verbessert. Dazu haben Umwelt- und Wirtschaftsministerium sowie der Bundesverband Keramische Rohstoffe und Industrieminerale heute die „Rahmenvereinbarung über die Einleitung von Wässern des Tonbergbaus im Westerwald in die Oberflächengewässer“ unterzeichnet.

Umweltministerin Ulrike Höfken, Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing sowie Dr. Hendrik Huppert, Vorstandsvorsitzender des BKRI, unterzeichnen die Rahmenvereinbarung. Foto: MWVLW-RLP

Montabaur/Mainz. „Mit dieser Rahmenvereinbarung haben wir unser gemeinsames Ziel formuliert: Wir möchten die Qualität der Oberflächengewässer weiter steigern“, sagten Umweltministerin Ulrike Höfken, Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Dr. Hendrik Huppert, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe und Industrieminerale (BKRI) bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung in Mainz.

Das Ziel der Rahmenvereinbarung ist, die Einleitung von Schwebstoffen in die Oberflächengewässer weiter zu minimieren. „Der Schutz der heimischen Gewässer besitzt in Rheinland-Pfalz seit jeher einen hohen Stellenwert. So unternimmt das Land Rheinland-Pfalz etwa mit der ,Aktion Blau plus‘ hohe Anstrengungen, um der EG-Wasserrahmenrichtlinie gerecht zu werden. 30 Prozent der Bäche, Flüsse und Seen in Rheinland-Pfalz befinden sich in einem guten Zustand: Mit diesem Wert steht Rheinland-Pfalz im Bundesschnitt an der Spitze. Die Rahmenvereinbarung ist ein weiterer Schritt, um die Qualität unserer Gewässer zu verbessern, indem der Eintrag von Tonteilchen in unsere Flüsse und Seen minimiert wird“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken.

„Die Gewinnung von heimischen Rohstoffen hat für Rheinland-Pfalz eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. In Bezug auf die keramischen Rohstoffe verfügt Rheinland-Pfalz über die reichsten Vorkommen im Bundesvergleich. Es freut mich daher sehr, dass die Unternehmen des Tonbergbaus sich für den Umweltschutz über die gesetzlichen Vorgaben hinaus engagieren. Fachleute des Verbandes haben gemeinsam mit den Experten aus den unterschiedlichen Landesbehörden nach Lösungen gesucht, die die Vereinbarung heute möglich machen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.



„Die Westerwälder Tonindustrie steht voll und ganz hinter dem Ziel der Verbesserung der Qualität der Oberflächengewässer. Für die Unternehmen ist die Umsetzung der Rahmenvereinbarung eine große technische und finanzielle Herausforderung, der wir uns stellen. Es wurde und wird viel geforscht, um durch neue Technologien die ambitionierten Werte der Rahmenvereinbarung einzuhalten. Hier arbeitet die Branche auch mit Hochschulen und Partnern aus anderen EU Ländern sehr eng zusammen. Der Bundesverband Keramische Rohstoffe und Industrieminerale hat bereits seit über zehn Jahren im Bereich des Natur- und Artenschutzes sehr positive Erfahrungen mit Rahmenvereinbarungen. Auch dort engagieren wir uns nachweisbar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus“, sagte BKRI-Vorstandschef Dr. Hendrik Huppert.

Die Unternehmen des Tonbergbaus leiten Niederschlags- und Sickerwasser aus den Tagebaugruben in naheliegende Flüsse. Um die Schwebstoffe zu minimieren wird der gesamte Niederschlag, der über der offenen Tagebaufläche niedergeht, gesammelt, über Tauchpumpen in Reinigungsbecken geleitet, und erst nach einer Behandlung dem Gewässer zugeführt.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Zweite Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz: Erwartung an Arbeitgeber

Vor der zweiten Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 13. Mai 2026, ...

Steuerliche Erstberatung für Existenzgründende in Montabaur

Die IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur bietet Existenzgründenden aus dem Rhein-Lahn-Kreis und dem ...

HwK Koblenz: Duales Studium im Handwerk als Chance für Betriebe

Die Hochschule Koblenz und die Handwerkskammer Koblenz arbeiten zusammen, um ein duales Studienformat ...

Neues IT-Weiterbildungssystem: IHK Akademie Koblenz bietet Orientierung

Seit dem 1. November 2024 gilt in Deutschland ein vollständig neu strukturiertes IT-Weiterbildungssystem. ...

Stadthalle Montabaur: Restaurant Ambiente schließt Ende Mai

Die Stadt Montabaur und die treSOR Genuss und Manufaktur GmbH haben bekannt gegeben, dass das Restaurant ...

Umfassende Modernisierung des PETZ-REWE-Centers in Betzdorf

Das PETZ-Rewe-Center an der B62 in Betzdorf steht vor einer umfassenden Sanierung. Neben baulichen Maßnahmen ...

Weitere Artikel


Büroreinigung: Wo sich die Keime tummeln

Klar, nach dem Besuch einer öffentlichen Toilette waschen wir uns die Hände besonders gründlich. Schließlich ...

Haushaltshilfen aus Osteuropa sind oft unverzichtbar

Nach einer auf den Westerwaldkreis runtergebrochenen aktuellen Statistik leben in etwa 400 Haushalten ...

Jugendliche trainieren für die große Bühne

Am Samstag, den 2. Dezember fand der Jugendpflege-Theater-Workshop „Get on Stage“ statt. Durch den Workshop ...

DFB- Aktion „Danke Schiri“ im Fußballkreis Westerwald/Sieg

Im Rahmen der DFB-Aktion „Danke Schiri“ werden in jedem der 21 Landesverbände drei Landessieger geehrt ...

Jung-Schiedsrichter im Fußballkreis WW/S erhielten Ausweise

Im Rahmen der letzten Schiedsrichter-Belehrung 2017 in Nistertal konnten vier Schiedsrichter (SR) einer ...

Nein zu Gewalt an Frauen

Jedes Jahr am 25. November starten die Westwälder Mitglieder des Netzwerks RIGG (Rheinland-pfälzisches ...

Werbung