Werbung

Nachricht vom 15.12.2017    

Naturschutzinitiative verurteilt Glyphosat-Zulassung

Die Entscheidung der Europäischen Kommission, die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat um weitere fünf Jahre zu verlängern, wird von der Naturschutzinitiative (NI) scharf verurteilt. Die Bildung von Resistenzen gegen Glyphosat bei behandelten Ackerwildkräutern sowie Rückstände von Glyphosat in Böden und in Importfutter auf der Basis von genetisch verändertem Soja wurden bereits vielfach wissenschaftlich nachgewiesen.

Region/Quirnbach. Hinzu kommen die Einstufung von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ durch die internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation und der immer weiter zunehmende Rückgang der biologischen Artenvielfalt.

„Niemand darf hiervor die Augen verschließen und die flächendeckende Anwendung und Auswirkungen dieses Breitbandherbizids für weitere fünf Jahre zulassen. Wir können diese Entscheidung und das Abstimmungsverhalten von Bundesagrarminister Schmidt nicht nachvollziehen. Offensichtlich ist dieses der Landwirtschaftslobby geschuldet. Damit werden Schäden an der Natur, den Tieren und dem Menschen billigend in Kauf genommen. Wir fordern die neue Bundesregierung auf, alles dafür zu tun, damit das Gift in Deutschland nicht mehr zum Einsatz kommen kann“, forderte Harry Neumann, Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative (NI).

Die NI kritisiert die gravierenden negativen Folgen für Tier und Mensch in der Anwendung von Glyphosat: „Glyphosat ist ein hochriskantes Mittel, dessen Folgen für Natur und Lebensräume jahrelang unterschätzt wurden. Es trägt maßgeblich zum Artensterben und zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Die massenhafte Vernichtung von Wildkräutern in unserer Landschaft entzieht zahlreichen Tierarten, darunter Vögel und Insekten, ihre Nahrungsquelle und ihren Lebensraum“, erklärte Dipl.-Biologin Jasmina Stahmer, Naturschutzreferentin der Naturschutzinitiative (NI).

Beispielsweise wird den wenigsten Anwendern bewusst sein, dass der Einsatz auf befestigten Flächen, Wegen, Bürgersteigen und Einfahrten aufgrund der möglichen Einspülung in die Kanalisation als Straftat geahndet werden kann. Außerdem dürfen Reste und Behältnisse des Mittels nur bei Sondermüllannahmestellen entsorgt werden.

Die Naturschutzinitiative (NI) lehnt daher die großflächige Anwendung von Glyphosat in der Agrarlandschaft sowie den Einsatz im privaten und öffentlichen Raum aufgrund der Risiken für Mensch, Tier und Lebensräume strikt ab.

„Das Risiko des zusätzlichen Eintrags dieses ‚wahrscheinlich krebserregenden‘ Giftes in die Natur und Gewässer sowie in das Grundwasser ist viel zu hoch. Hier muss das Vorsorgeprinzip gelten“, forderte Bundesvorsitzender Harry Neumann. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Selters auf Facebook werden!


Kommentare zu: Naturschutzinitiative verurteilt Glyphosat-Zulassung

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Corona im Westerwaldkreis: 24 neue Fälle und zwei Todesopfer

Das Gesundheitsamt Montabaur meldet am heutigen Dienstag (19. Januar) insgesamt 3.739 (+24) bestätigte Corona-Fälle. Der Westerwaldkreis verzeichnet aktuell 187 aktiv Infizierte. Der aktuelle Inzidenzwert liegt laut Land bei 86,2.


Region, Artikel vom 19.01.2021

B 414 nach umgekipptem LKW gesperrt

B 414 nach umgekipptem LKW gesperrt

Die B 414 musste wegen eines umgekippten Lastkraftwagens zwecks Bergung des Gespanns für mehrere Stunden gesperrt werden. Der Fahrer blieb unverletzt.


Lockdown wird verlängert - Beschlüsse in der Übersicht

Die bisher im Lockdown geltenden Beschlüsse von Bund und Ländern sollen zunächst befristet bis zum 14. Februar 2021 fortgesetzt werden. Die Verhandlungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten war zäh und langwierig. Hier der erste Überblick.


Grundstückskauf für Krankenhaus-Neubau komplett

Meilenstein für den Krankenhausneubau im Westerwald: Der Grundstücksverkauf für die Einhauslösung ist besiegelt. Ohne die Unterstützung von Klöckner und Käckermann wäre dies kaum möglich geworden, meint das DRK.


Hohe Impfbereitschaft in Dernbacher Seniorenzentren

362 Bewohner und Mitarbeiter nutzen das Impfangebot in den Seniorenzentren St. Josef und St. Agnes in Dernbach. Die Hoffnung auf baldige Rückkehr zur Normalität motiviert.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Warum können Vögel giftige Beeren fressen?

Quirnbach. „Ein täglich von mir beobachteter Strauch leuchtete seit dem Herbst voller roter Früchte. Aber erst nach Neujahr ...

NABU und LBV starten Hauptwahl des Vogels des Jahres

Mainz/Holler. Folgende Vögel stehen zur Wahl: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, ...

Ein Tipp von einem Senior für Senioren

Langenhahn. Er möchte, dass auch möglichst viele ältere Menschen im Westerwald davon erfahren und sich nicht scheuen, Kontakt ...

Urlaub 2021: Krisensicher buchen

Koblenz. Sandra Dany, Leiterin Vertrieb beim ADAC Mittelrhein e.V., gibt Tipps für die Urlaubsplanung in Krisenzeiten. „Grundsätzlich ...

MACH MIT im Kannenbäckerland hilft bei Fragen zur Corona-Impfung

Hilgert. Wann und wo können sich Personen impfen lassen? Welche Bürgerinnen und Bürger haben Priorität bei der Impfung? Wer ...

Biber-Sonntage - Auf den Spuren des Bibers im Westerwald

Freilingen. Kinder und Erwachsene erfahren hier viel Wissenswertes über die Lebensweise des Bibers, sehen Spuren seiner Tätigkeit ...

Weitere Artikel


Weihnachtskult XXL – Oberraden steht mal wieder Kopf

Oberraden. Dieses Jahr wird bereits zum 4. Mal in Folge mit „Barbed Wire“ die „Beste und erfolgreichste Showband Deutschlands“ ...

IHK-Akademie: Uwe Reifenhäuser als Vorsitzender wiedergewählt

Koblenz. Die Mitgliederversammlung der IHK-Akademie wählte Uwe Reifenhäuser einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Er ist der ...

Alkohol und Drogen - drei neue Fußgänger

Gemünden. In den Morgenstunden am Samstag, den 16. Dezember, gegen 4:50 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Westerburg ...

PKW-Brand in Rennerod

Rennerod. Am Freitag, 15. Dezember gegen 12.30 Uhr befuhr eine 20 Jahre alte PKW-Fahrerin aus Hessen mit ihrem Fahrzeug die ...

Alternative Wohnformen für Senioren: Quartier Süd in Montabaur

Montabaur. Im Bereich der ehemaligen Kantine der Bundeswehr entstehen im Moment durch einen Umbau und Modernisierung zwei ...

Klaus Lütkefedder weiterhin Verbandsbürgermeister von Wallmerod

Wallmerod. Für Klaus Lütkefedder bedeutete dieser Akt, den Blick zurück, aber ganz besonders nach vorne zu richten. „Es war ...

Werbung