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Nachricht vom 05.12.2017    

Keine Jagd auf Wölfe

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) begrüßt die Aussage der EU-Kommission, dass diese den Schutzstatus des Wolfes „Canis lupus“ beibehalten will und demzufolge die Jagd auf Wölfe verboten bleibt. In weiten Teilen der Europäischen Union ist der Wolf nach wie vor eine gefährdete Tierart, weswegen die Regeln der EU zur Sicherstellung des Schutzes dieser Art gelten und konsequent angewendet werden müssen.

Foto: Wolfgang Tischler

Region. Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist eine Bereicherung für die Biodiversität und die Ökosysteme. Zudem übt der Wolf in seinem Lebensraum vielfältigen ökologischen Einfluss aus:

„Als großer Beutegreifer am oberen Ende der Nahrungskette reguliert der Wolf Wildbestände auf natürliche Weise und hält diese gesund, indem er zuerst kranke und schwache Tiere erbeutet. Die Reste der Beute verbleiben, im Gegensatz zu vom Mensch erjagten Tieren, im Lebensraum und dienen dort weiteren Tieren als wichtige Nahrungsquelle. Durch die Anwesenheit von Wölfen wandert das Wild mehr umher und frisst nicht mehr ständig an denselben Orten, was für forst- und landwirtschaftliche Flächen von Vorteil ist“, erklärte Dipl.-Biologin Jasmina Stahmer, Naturschutzreferentin der Naturschutzinitiative.

Der Wolf ist keine Gefahr für den Menschen
Seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 gab es keinen einzigen Fall, bei welchem sich ein freilebender Wolf aggressiv gegenüber einem Menschen gezeigt hat. Wölfe sind scheu und meiden den Menschen. Sie sind jedoch auch neugierig und erkunden ihren Lebensraum intensiv. Einfache Verhaltensregeln vermeiden Konflikte: Wölfe sollten nicht angefüttert, bedrängt oder provoziert werden.



„Massive Ausrottungskampagnen durch den Menschen führten in Deutschland zum Aussterben dieser Tierart. Daher heißen wir den Wolf willkommen. Wir sollten uns wieder an das Leben mit dem erneut einheimischen Wolf gewöhnen und uns, wie der Wolf selber, um ein konfliktarmes Miteinander bemühen. Eine Bejagung des Wolfes lehnen wir strikt ab“, erklärt Harry Neumann, Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative.


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