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Nachricht vom 02.11.2017    

Wildnis in Deutschlands Wäldern – Molsberger Gespräche

„Wildnis in Deutschlands Wäldern – wegweisend, wichtig oder wahnsinnig?!“ unter diesem Thema stehen die diesjährigen Molsberger Gespräche der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg. Am Freitag den 17. November um 19 Uhr werden die Gespräche somit zum zehnten Mal im Gemeindehaus St. Pankratius, Hauptstraße 8 in Molsberg stattfinden.

Wildnis in Rheinland-Pfalz. Foto: Veranstalter

Molsberg. Hierzu konnte die Stiftung mit Dr. Klaus Richarz, dem ehemaligen Leiter der Vogelschutzwarte Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Bernhard Frauenberger, Referent des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) zwei hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen. Im Rahmen von zwei Fachvorträgen soll zunächst das Für und Wider des Prozessschutzes und des Nutzungsverzichtes – die Wildnisentstehung in Deutschlands Wäldern dargestellt werden. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion werden die beiden Referenten unter der Moderation von Ulf Ludwig aus Wallmerod zusammen mit der Zuhörerschaft über das Thema diskutieren.

Im Rahmen der im Jahr 2007 verabschiedeten Nationalen Biodiversitätsstrategie hat sich die Bundesregierung Deutschland zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2020 fünf Prozent der Waldfläche beziehungsweise zehn Prozent der Staatswaldfläche einer natürlichen Waldentwicklung zu überlassen, um langfristig gesehen Wildnisflächen in Deutschland zu etablieren. Seither nimmt der Flächenanteil nutzungsfreier Wälder langsam zu. Rheinland-Pfalz hat sich bis 2020 das Zehn-Prozent-Ziel für den Staatswald gesetzt und wird vermutlich eines der ersten Flächenländer sein, die dieses Ziel erreichen wird. Trotzdem wird darüber hinaus um einen höheren Flächenanteil nutzungsfreier Wälder gerungen und in der Umsetzung darüber debattiert wo und welche Waldstadien aus der Nutzung genommen werden sollen oder wie intensiv die Holznutzung auf der restlichen Waldfläche ausfallen soll. Die Flächengrößen und die Beruhigung der neuen Wildnisflächen, die touristisch sanfte Entwicklung, die notwendige Verkehrssicherheitspflicht entlang von Wegen aber vor allem auch die finanzielle Entschädigung für die wirtschaftlichen Einbußen des Nutzungsverzichtes sind häufige Themen und nicht selten große Hürden bei der Umsetzung von neuen Wildnisflächen.



Interessenten sind eingeladen, sachlich fundiert zu diesem gesellschaftlich interessanten Thema mit zu diskutieren. Die Veranstaltung ist kostenlos, Will und Liselott Masgeik-Stiftung freut sich aber immer über eine Spende zur Unterstützung ihrer Arbeit. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. (PM Philipp Schiefenhövel)


Lokales: Wallmerod & Umgebung
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