Werbung

Nachricht vom 01.11.2017    

E.ON wegen unzulässiger Telefonwerbung verurteilt

Immer dreister versuchen Telefondrücker Energielieferverträge an die Frau oder den Mann zu bringen. Die Bad Honnef AG (BHAG) hat sich nun gegen Anrufe im Büro erfolgreich gewehrt. „Die E.ON Energie Deutschland GmbH (E.ON) darf Gewerbekunden und öffentliche Institutionen in unserem Versorgungsgebiet nicht mehr einfach so anrufen“, erklärt Vertriebsleiter Christoph Ulrich die Entscheidung des Landgerichts.

Symbolfoto

Bad Honnef. Was war geschehen? E.ON hatte einen Vertriebsmitarbeiter bei der BHAG anrufen lassen. Offenbar hatte E.ON nicht einmal bemerkt, dass der Teilnehmer der angerufenen Telefonnummer keine Privatperson, sondern die direkte Konkurrenz ist.

Zwar sind die Regeln für Anrufe bei Gewerbebetrieben nicht genauso streng wie bei Verbrauchern, denn bei diesen muss eine vorherige ausdrückliche Einwilligung in Anrufe für das werbende Unternehmen vorliegen. Eine zumindest mutmaßliche Einwilligung brauchen Werbetreibende aber selbst für Anrufe bei Geschäftsleuten. Die BHAG war aber weder ausdrücklich noch mutmaßlich damit einverstanden, ausgerechnet von der E.ON Strom angeboten zu bekommen. Dies sah auch das Landgericht (LG) Bonn so und verurteilte E.ON auf Antrag der BHAG dazu, solche Anrufe im Versorgungsgebiet der BHAG künftig zu unterlassen.

Was bedeutet das für die Zukunft? Wird ein sogenannter sonstiger Marktteilnehmer in Bad Honnef und Umgebung künftig von E.ON angerufen, ohne dass Anzeichen dafür vorliegen, dass ein Werbeanruf dieses Unternehmens für deren Energieprodukte willkommen ist, kann die BHAG beim LG Bonn die Verhängung eines Ordnungsgeldes beantragen. Diese fließt dann zwar in die Staatskasse und nicht an den belästigten Telefonanschlussinhaber, aber auf diesem Wege wird solchen Anrufen trotzdem wirksam vorgebeugt, da sich verurteilte Unternehmen in der Regel künftig vorsehen diesen Fehler zweimal zu begehen.



Doch nicht nur Gewerbebetreibende sind geschützt. „Wenn ein Verbraucher ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung von E.ON telefonisch belästigt wird, können wir zwar leider nicht gleich Ordnungsgeld beantragen, aber unmittelbar erneut eine strafbewehrte Unterlassungserklärung verlangen“, erklärt Rechtsanwältin Dr. Miriam Vollmer von der Berliner Kanzlei Becker Büttner Held, die die BHAG auch in diesem Verfahren vertrat. „Wir würden aber umgehend E.ON abmahnen und erneut verurteilen lassen, wenn sich so etwas auch gegenüber unseren privaten Kunden wiederholt“, versichert Vertriebsleiter Ulrich. Bürger in Bad Honnef sind also dazu aufgerufen, sich bei störenden Werbeanrufen bei der BHAG zu melden, wenn sie dem Anrufer keine vorherige Einwilligung erteilt haben. (PM)



Kommentare zu: E.ON wegen unzulässiger Telefonwerbung verurteilt

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


569 Meisterbriefe in feierlichem Rahmen übergeben

Koblenz. „Die coronabedingten Einschränkungen hatten auch auf Ihren meisterhaften Weg Einfluss, genauso wie auf unsere Meisterakademie ...

Biohof Hachenburg: Garant für tierisches Wohlergehen und gutes Fleisch

Hachenburg. Anfänglich als klassischer Betrieb mit Milchviehhaltung, Schweinen und Geflügel, wurde der Betrieb 1990 mit erfolgreichem ...

Wäller Markt lädt Einzelhandel und Erzeugerbetriebe zu Info-Veranstaltungen ein

Bad Marienberg. Alle, die daran interessiert sind, ihre Produkte und Sortimente zusätzlich ihrem stationären Geschäft über ...

Gundlach Job-Weeks: Jeder Tag ist Job-Day bis 29. Oktober

Dürrholz. Kommen Sie ab sofort bis zum 29. Oktober tagtäglich zum Logistikzentrum von Gundlach in Daufenbach-Dürrholz. Nehmen ...

Extralanges "Heimat shoppen" in Gebhardshain: Das sind die Gewinnerlose

Gebhardshain. Viele Kunden hat es während der extralangen „Heimat shoppen“-Tage nach Gebhardshain gezogen, so dass durch ...

Gemeinsames Regionalmarketing als Herzenssache

Linkenbach. „Als Westerwald haben wir sehr viel zu bieten. Wenn wir an einem Strang ziehen und gemeinsam Werbung für die ...

Weitere Artikel


Verkehrsunfall mit Verletztem, Verursacher flüchtig

Dreisbach. Am Dienstag, 31. Oktober, um 15:25 Uhr ereignete sich auf der K 64, Gemarkung Dreisbach ein Verkehrsunfall zwischen ...

Ungleichheit bekämpfen – Diskussionsveranstaltung in Siershahn

Siershahn/Westerwald. Welche Folgen ergeben sich daraus? Unter dem Thema „Ungleichheit bekämpfen! Wo der Wohlfahrtsstaat ...

Halloween Party war gut besucht in Borod

Borod. Auch in diesem Jahr war Borod das Ziel der Freunde des keltischen Brauchs Halloween. Am Samstag, 28. Oktober, begann ...

Schlägerei in Gaststätte

Montabaur. In einer Gaststätte im Stadtgebiet Montabaur, Kolpingstraße, kam es am frühen Morgen des Feiertages Allerheiligen ...

Einbruchsdiebstahl – Zeugen gesucht

Nentershausen. Am Sonntag, 29. Oktober und dem darauffolgenden Montag, 30. Oktober kam es im Bereich der Ortschaft Nentershausen, ...

Noch mehr Trunkenheit und Drogeneinfluss im Verkehr

Pottum. Am Mittwoch, dem 1. November, gegen 1 Uhr wurde durch Zeugen gemeldet, dass sich ein Gast einer privaten Feierlichkeit, ...

Werbung